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Teaserbild: Aufsteiger der Woche: Sitzgurt Weebee 3 von Ocùn

Aufsteiger der Woche: Sitzgurt Weebee 3 von Ocùn

Manchmal sind es genau die kleinen Details, die ein Produkt so wirken lassen, als hätte da jemand das Rad neu erfunden. So geschehen auch beim futuristisch anmutenden Sitzgurt WeeBee vom tschechischen Kletterspezialisten Ocún. Der Name WeeBee ist dabei auch nicht zufällig gewählt: Sieht man sich den minimalistisch gehaltenen Gurt etwas genauer an, fällt die Wabenstruktur des Schlaufenmaterials sofort ins Auge. Doch die Perforation des Materials hat nicht nur optische Gründe, um dem Gurt (s)einen passenden Namen zu geben.

Irgendwie haben sich die WeeBee-Gurte, die es schon seit 2014 gibt, immer vor uns versteckt, wenn wir auf der Messe unterwegs waren. So hat es zwar etwas gedauert, aber nun hat der nur 370 Gramm schwere und dennoch solide Klettergurt, der als Allrounder für alle Spielarten des Kletter- und Bergsports konzipiert wurde, seinen Weg an die Kletterwand im tapir gefunden.


Das Besondere an ihm ist, dass die komplette Polsterung, bestehend aus einem hochfesten EVA-Schaum, in einer Wabenstruktur ausgestanzt ist (WeBee Performance Technology). Durch diese Technologie mit den unzähligen Wabenlöchern vereint der Klettergurt Komfort mit geringem Gewicht in einem perfekten Verhältnis für einen Dreischnallengurt. Denn neben der Gewichtsminimierung führt die Wabenstruktur zu einer spürbar besseren Belüftung. Wenn man in der Sonne an der Wand hängt oder echt schweißtreibend unterwegs ist, dann kann die Feuchtigkeit sofort über die Löcher entweichen. Nässe staut sich somit nicht lange zwischen Gurt und Körper. Gleichzeitig sorgt der 3D-Schaumstoff für Flexibiliät und eine gleichmäßige Kraftübertragung beim Klettern.

Die Polsterung wird von einem dünnen, grünen Bandmaterial eingefasst. Die Einbindeschlaufe ist aus einem breiterem, blauen Gurtband gefertigt, das von einem schwarzen Abriebschutz ummantelt ist. Letzteres ist sinnvoll, denn ist der Abriebschutz durchgescheuert und das blaue Bandmaterial erkennbar, dann hat der Gurt ausgesorgt und sollte entsorgt werden – ein optischer Verschleißanzeiger also.

Das macht den WeeBee 3 von Ocún zu einem leichten und vor allem sehr gut belüfteten Sitzgurt. Die Polsterung ist pflegeleicht und nimmt keine Feuchtigkeit auf, egal, wie sehr schweißreibend es im Sommer für den Kletterer wird. Dass der Gurt auch trotz der gestanzten „Löcher“ haltbar und robust ist – auch dafür sorgt die Wabenkonstruktion. Die Slide-Lock-Schnallen an den Beinschlaufen und dem Hüftgurt stehen für Sicherheit und einfache Handhabung beim Einstellen beziehungsweise An- und Ablegen des Klettergurts. Die vier Materialschlaufen können viel Klettergeraffel aufnehmen und sind so konstruiert, dass man auch beim Klettern unkompliziert an Exen, Schlingen oder Sicherungsgeräte herankommt. Die zusätzliche kleine Schlaufe ist bei Bedarf für das Chalkbag vorgesehen.

Und was sagen die tapire dazu?

Carsten: Der Preis für den Ocún-Gurt ist einfach der Hammer. Durch den gestanzten EVA-Schaum ist der WeeBee leicht und durchaus klein verpackbar. Die angeschrägten Materialschlaufen machen das Handling mit Exen und Karabinern im Vorstieg komfortabel.

Moritz: Ich habe den WeeBee 3 gleich mal probiert, als er angekommen ist, und war erstaunt, wie komfortabel der Gurt trotz der leichten Polsterung bei mir sitzt. Man merkt ihn kaum beim Klettern, er schränkt die Bewegungen überhaupt nicht ein. Er ist dabei so leicht, dass man ihn kaum spürt. Für das kurze Sitzen und Ausbouldern von Problemen in Sportkletterrouten reicht die Polsterung vollkommen aus. Da kann man mal sehen, was technisch heutzutage auch bei Gurten noch möglich ist.  Dazu kommt, dass die Schnallen einfach leichtgängig funktionieren, das hat mich überzeugt. Und dann noch der Preis …!

Simone: Der WeeBee 3 gehört ja zu einer ganzen Gurtfamilie bei Ocún und ist ein Herrenmodell, das sich auch als Unisexmodell gut macht. Die 3 steht für drei Schnallen (zwei am Bein, eine am Beckengurt) und ich muss sagen: Für einen Dreischnaller lässt er sich extrem gut anpassen. Ich war begeistert vom Justieren des Beckengurts mit eben nur dieser einer Schnalle. Wie Moritz sind mir dabei auch die leichtgängigen Slide-Lock-Schnallen positiv aufgefallen – kein langes Gefummel mehr! Bei mir sitzt der Gurt sehr gut, auch wenn es nicht das Frauenmodell ist (dieser kommt in diesem Jahr in einem quietschigen Beerenton und als Dreischnaller nur in Doppelgrößen – echt schade, denn als Quattro-Variante in zwei Größen würde er sich besser einstellen lassen und könnte dann auch eine Alternative für uns im tapir sein). Ich habe mich bei uns auch mal etwas länger in den Gurt gesetzt und mit den Beinen in der Luft gebaumelt. Nach einiger Zeit spürte ich die Enden der Polsterung der Beinschlaufen, wobei ich mich nach einer Weile auch an das leichte Druckgefühl gewöhnt hatte. Doch das ist wahrscheinlich der Kompromiss, den man eingeht, wenn man einen auf Leichtgewicht ausgelegten Sportklettergurt auf Mehrseillängentouren einsetzen will. Bei Mia übrigens sitzt er, das kam bei den Diskussionen auch heraus, nicht ganz so komfortabel. Aber das passiert auch bei anderen Gurtmodellen, dass die Meinungen darüber auseinandergehen und dafür gibt es schließlich auch die Gurtauswahl bei uns im tapir.

Fazit

Beim Klettern geht es heute oft genug um Schnelligkeit: Die Ausrüstung muss leichtgewichtig und bequem zu handhaben sein und darf die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Keiner will mehr zu viel durch die Gegend schleppen. Wer also einen stylischen, leicht gepolsterten, klein zusammenpackbaren und gut belüfteten Allround-Klettergurt sucht, bei dem die Beinschlaufen einstellbar und im Rückenbereich einfach abnehmbar sind und der dabei auch noch weniger Geld ausgeben will, sollte den Sitzgurt WeeBee 3 von Ocún unbedingt einmal probieren. Mit seinem leichten Gewicht ist er unter den Sportklettergurten mit verstellbaren Beinen alternativlos. Und: Der WeeBee 3 ist nicht nur Made in Europe, sondern sein neues Design ist außerdem von der Natur inspiriert.

 

 

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