Das Erbe der Wikinger – skandinavische Messer im tapir

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planet tapir tapir aktuell Alexander | 8. Dezember 2011

Nach zeitweiligem Stillstand ist in eine unserer schönsten Warengruppen (ja, das ist subjektiv;-) endlich wieder ein wenig frischer Wind eingezogen. Der bekennende Skandinavien-Freund Gabriel hat nach langen Recherchen und qualvollen Entscheidungen unser Messerangebot überarbeitet – und das mit vollem Erfolg und pünktlich vor Weihnachten. Jetzt können wir voller Freude einen wunderschönen Querschnitt der skandinavischen Schmiedekunst präsentieren.

Natürlich bleiben Klassiker wie die französischen Opinel-Winzermesser oder Schweizer Offiziersmesser von Victorinox und Wenger im Programm, aber mal ehrlich: richtig „schöne“ Messer sind das nicht. Ganz anders als die formgewordene Ästhetik aus Holz und Stahl, welche die schwedischen, finnischen und norwegischen Messerschmieden Stück für Stück produzieren. Hier verbindet sich ein hoher Gebrauchswert mit alter Handwerkskunst, jahrelang währender Robustheit und traditionellen Formen und Werkstoffen. Aus der finnischen Messerschmiede Marttiini stammen wunderschöne Messer aus hochwertigen Stählen, die oftmals Griffe aus harter Maserbirke oder robustem Gummi besitzen. Eine Besonderheit bei ausgewählten Marttiini Messern ist die Martef-Beschichtung der Klinge, die den Stahl vor Korrosion schützt und die Reibung im Schneidgut verringert. Viele der feststehenden Marttiini Messer sind von der Form deutlich von den traditionellen Messern aus Lapppland inspiriert.

Nicht ganz neu bei uns sind die Messer von der schwedischen Firma Eka, die Messer aus dem auch als Schwedenstahl bekannten Sandvik Stahl 12C27 fertigen. Hier findet man vom einfachen, grundsoliden Taschenmesser bis zum ausgetüftelten Jagdmesser nahezu alles, was das Herz eines Messerfreundes begehrt. Auch hier finden sich traditionelle Formen und Materialien wie Holz und Leder. Das Schmuckstück aus der Eka Kollektion ist das auf 300 Stück limitierte Klappmesser Swede 88 mit einer Klinge aus 300lagigem Rosendamast. Beim Rosendamast werden beim Verschmieden der Stahllagen Kerben in den Stahl gefeilt, um ein noch schöneres, organisches Muster des Stahls zu erzeugen. Für mich persönlich bilden die norwegischen Helle Messer die absolute Krönung unseres Programms. Alle Helle Messer besitzen eine Klinge aus einem einzigartigen 3-lagigen Stahl, der in der Mitte aus einem extrem harten Carbonstahl besteht, auf den dann beidseitig weichere Lagen geschmiedet sind. So entsteht eine dauerhaft scharfe, korrosionsgeschützte Klinge, die die nötige Flexibilität für ein Gebrauchsmesser mitbringt. Die Formen und Proportionen der Messer sind für den Outdoorgebrauch ideal gestaltet und auch hier finden sich die Rückgriffe auf alte Traditionelle Formen und Materialien: Griffe aus Maserbirke, teilweise mit Lederelementen. Die Verarbeitung sucht bei Messern von Helle Ihresgleichen, hier passen alle Werkstücke haargenau an- oder ineinander. Bei allen drei Firmen werden die feststehenden Messer in klassichen, skandinavischen Lederscheiden geliefert, bei denen die Messer tief in die Scheide eingeschoben werden und so vor Verlust und Verschmutzung geschützt sind.
Ganz nebenbei sind außer den skandinavischen Neuentdeckungen auch neue Messer aus dem Hause Fox und Gerber dazugekommen, die unsere Messer hervorragend ergänzen.

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Kommentare

  1. avatar
    1
    Max | 17. April 2017, 15:36

    Für mich ist ein Helle Messer der Inbegriff eines kruden Vikingermessers. Hergestellt aus “einfachen” Materialien, quasi was gerade da war. Auch wenn es in der Praxis vor allem für die Griffe bessere High-end Materialien gibt, ist es einfach der Klassiker schlechthin.

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