…fast schon Frühling in der Stadt…

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planet tapir outdoor-szene LE Andrea | 15. Februar 2012

Leipzig, Dienstagmorgen, 8 Uhr. Du sitzt auf deinem Fahrrad und bist auf dem Weg, um deinen studentischen Pflichten nachzukommen. Im Radio haben sie dir was von Valentinstag und so erzählt. So etwas macht dir schlechte Laune, du findest so etwas doof. Du bist aber schwer damit beschäftigt, auf dem nassen Schneematsch nicht ins Schleudern zu kommen und verfluchst alle Autofahrer, die immer genau neben dir durch die braunen Pfützen fahren. Du hast also die künstlich gut gelaunte Dame aus dem Radio schon wieder vergessen. Dir wird warm. Liegt es am nervenaufreibenden Radabenteuer durch den Leipziger Süden oder vielleicht doch daran, dass du mit deiner Bekleidung noch eher der letzten Woche angepasst bist?

Du reflektierst über den Sinn und Unsinn von zwei Fleecejacken übereinander, einem Schal plus Buff, einer Mütze, den fetten Randonee Gloves und einer Icebreaker-Leggins unter der Jeans bei schlappen minus 3 Grad Celsius. Inzwischen bist du beim Bäcker angekommen, noch schnell ein Körnerbrötchen kaufen, bevor du stundenlang in alltagsfremden Materien versinken wirst. Du nutzt die Gunst der Stunde und befreist dich in der Warteschlange gleich von Handschuhen, Mütze und so weiter.

 Gleichzeitig wirst du von ziemlich geschmacklos wirkenden Himbeer-Nougat-Herzen mit der Aufschrift hab dich lieb aus der Bäckertheke angegrinst. Déjà-vu.

Doch dann kommt die Erlösung. Du schwingst dich wieder auf dein Rad und genießt die letzten 500 Meter. Frische Luft ohne Fleecefilterung – ein Traum. Du fühlst dich fast wie…Frühling. Ob es doch einen Zusammenhang zwischen Valentinstag und Frühlingsgefühlen gibt?

Weiterschmökern:


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