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Teaserbild: Sandras Suche nach dem schönsten Standplatz

Sandras Suche nach dem schönsten Standplatz

Pfingsten stand vor der Tür und somit die Gelegenheit, über das verlängerte Wochenende einen „Kletter-Kurztrip“ zu machen. Was braucht der passionierte Kletterer dafür? Tolles Wetter, super Felsen und eine geniale Kulisse. Und wo findet er das? Auf alle Fälle am Gardasee, oder genauer gesagt im Sarkatal.

Also wurde nicht lange gefackelt, der Bus gepackt, der Kletterführer geschnappt und los ging die Fahrt. Voller Vorfreude standen wir dann Freitagmorgen am Wandfuß – bereit für die erste Mehrseillängentour der Saison!

Obwohl wir mehrere Routen im Sektor „Coste dell‘Angelone“ kletterten, hatten diese nicht wirklich viele Gemeinsamkeiten! Besonders die eher wenig begangenen Touren waren zum Teil sehr brüchig, stark bewachsen und nicht immer optimal abgesichert, was zusätzliche Zwischensicherungen unerlässlich machte. Wenn man jedoch einmal den stellenweise mit Grasbändern durchzogenen Einsteig hinter sich hatte, konnte man sich auf eine schöne Kletterei an senkrechten Platten, kleinen Überhängen und aussichtsreichen Standplätzen einrichten.

Doch wer denkt, dass in Italien die Uhren langsamer ticken, liegt falsch! Die einheimischen Jungs und Mädels stehen schon früh morgens am Fels und zwingen (wie in unserem Fall) die Nachkommenden zum Einstieg in eine andere als die angestrebte Route. Ursprünglich sollte nämlich die mit fünf Sternen bewertete Tour „Archangelo“ das Tagesziel werden, aber wenn kurz zuvor drei Zweierseilschaften einsteigen, lohnt sich die Überlegung, eine andere Route zu klettern.

Also wurde „Ecsusiai“ zum Plan B und konnte unerwarteterweise auf ganzer Linie punkten! Die Route ist klettertechnisch sehr interessant, da man sich auf unterschiedlichste Stile einstellen muss. Besonders an den Platten kann man wunderbar sowohl auf Reibung, als auch an Leisten klettern. Doch auch bei den kleinen Überhängen konnte das Herz schon einmal etwas schneller schlagen, wenn man in 200 Meter Höhe eine Passage ausboulderte. Und hier konnte man vom „Winter-Bouldertraining“ stark profitieren! Die Hooks saßen 1A und machten das Weiterkommen umso interessanter.

Fazit: Wunderschöne Landschaft trifft traumhaften Fels. Was will man mehr?!

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