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ISPO 2010: Neues aus der großen bunten Outdoorwelt

Die Sportwelt und die Wintersportler warten gespannt auf das kommende Wochenende und halten ihre Augen bereits auf Vancouver gerichtet. Bevor jedoch mit dem Skispringen am 13. Februar die ersten Wettkämpfe der Olympischen Winterspiele beginnen, stand für die schneebegeisterte Outdoor- und  Sportbranche München vom 07. bis zum 10. Februar im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die 70. Internationale Fachmesse für Sportartikel und Sportmode (kurz ISPO) eröffnete im 40. Jahr ihres Bestehens am Sonntagmorgen ihre Pforten.

Während der europaweit größten Wintersportmesse kann man in gut gefüllten Messehallen nicht nur permanent über fotografierende Besucher aus Fernost oder über Rollkoffer stolpern – man bekommt auch einen guten Überblick über die neuesten Entwicklungen und Trends, kann dabei mal über den eigenen Zaun blicken, um dann am Ende der Messe zu entscheiden, was es Neues im Winter 2010/11 im tapir geben wird.

Das Spannende an der Winter-ISPO ist für mich das enge Nebeneinander von Outdoor und Sport und das damit verbundene Aufeinandertreffen zweier verschiedener Welten – in einigen Hallen mit Schwerpukt auf freeride oder boarden kann sich ein alter Bergfex wie ich auch mal schnell wie auf einem anderen Planeten vorkommen.

Neben der Vorstellung der Herbst-/Winterkollektionen und den Neuigkeiten im Hartware-Bereich, neben einer Fashionshow und dem 1. Bouldercup 2010 wurden im Rahmen der Messe unterschiedliche Auszeichnungen vergeben. Und – seit letzten Jahr wird nicht nur der ISPO Outdoor-Awards u.a. in den Kategorien Hartware, Schuhe, Textilien… sondern auch der Eco Responsibility Award in unterschiedlichen Kategorien verliehen.

Handschuhe der Firma Arc’teryx (Award in der Kategorie „others“) und eine Jacke der Firma Klättermusen (Award in der Kategorie „textile“) gehörten in diesem Jahr zu den Preisträgern. Natürlich haben beide Firmen weder Jacken noch Handschuhe neu erfunden – beim Bilskirner Jacket von Klättermusen bewertete die Jury die gelungene Kombination aus nachhaltiger Produktion und hoher Funktionalität, während es Arc’teryx beim Alpha SV Glove gelungen ist, jeden einzelnen Finger an die entsprechenden Bewegungsdynamik durch eine gelungene Schnitt- und Nahtführung anzupassen. Diese Kombination aus hochfuktionellem Material mit perfekter Verarbeitung und überzeugenden Detaillösungen war die Begründung seitens der Jury für die Vergabe dieses Awards an Arc’teryx.

Patagonia steht wie kaum eine andere Firma in der Outdoorbranche für eine ökologische Herangehensweise an Produktion und Vetrieb. Mit dem R3 Highloft Hoody für die Frauen gewannen sie in diesem Jahr den Eco Responsibility Award in der Kategore „textile“. In ihrer Begründung verwies die Jury darauf, das diese Jacke nicht nur zum größten Teil aus recycelten und wieder verwertbaren Polartec-Materialien besteht, sondern auch bluesign-zertifiziert ist. Die Jury zeichnet damit nicht nur die Jacke allein aus, sondern sieht die Auszeichnung für die  Jacke auch stellvertretend für das seit vielen Jahren erfolgreiche nachhaltige Gesamtkonzept von Patagonia.

Neben den Neuigkeiten der arrivierten Firmen gab es auch die kleinen Dinge zu entdecken, die man nicht unbedingt für das (Über-) Leben braucht, einem aber das Leben im Alltag und unterwegs deutlich erleichtern können. Icebug-Schuhe z.B. haben eine Spezialsohle mit integrierten Spikes, mit denen man sowohl auf vereisten Wegen, als auch auf normalem Straßen- oder rutschigem Waldboden gehen kann – eine Lösung, die sich viele von uns in diesem Winter gewünscht hätten. Einzig allein im Haus sollte man die Schuhe schnell vor der Tür ausziehen, da Parkettböden in der Regel keine Akkupunkturbehandlung brauchen…

Es gibt sicherlich noch viel mehr zu erzählen – von der Kältekammer bei Columbia und den Gummistiefeln von Viking oder neuen Marken, die bei uns ab Herbst vertreten sein werden  – aber ich möchte den Artikel anders beenden: Während ich Sonntagmorgen 8.50 Uhr Ortszeit in München vor den noch verschlossenen Toren auf dem Münchner Messeglände stand, kam mir eine unlängst im tapir mit einem Kunden geführte Diskussion wieder in den Sinn: „Gibt es eigentlich keine spannenden Farben im Männerjackenbereich?“. Und ehrlich – wie ich mich beim Warten vor der Messe so umgesehen habe, fiel mir auf, das auch bei meinen um mich herum stehenden männlichen Kollegen aus ganz Europa und Asien die Farben schwarz und grau im Jackenbereich dominierten. Eigentlich ist das nur bedingt zu verstehen, denn nicht erst die neuen Winterkollektionen für 2010/11 zeigen, das man(n) auch anders gut aussehen kann, wenn man(n) etwas mehr Mut zur Farbe zeigt. Skandinavische Firmen wie Norröna, Haglöfs, Klättermusen und Bergans beweisen schon seit längerem, das es auch für die Männerwelt attraktive Farben und Farbkombinationen in der Bekleidung geben kann. Also – fragen Sie uns ganz einfach, wenn die Männerfarben Ihnen bei uns im tapir zu grau erscheinen.

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