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Teaserbild: Unser Sieger der tapir-Testtour: Kocher Vega von Optimus

Unser Sieger der tapir-Testtour: Kocher Vega von Optimus

Auf unserer tapir-Testtour im Januar haben wir den Optimus Vega Gaskocher für euch getestet.

Die Testbedingungen im Thüringer Wald waren hervorragend: durchgängig Minusgrade bis -13°C! Besser kann man einen Gaskocher kaum an seine Grenzen bringen – oder auch nicht. Der Vega ist ein Dreibeinkocher mit Zuleitung, der dank seiner durchdachten Konstruktion als definitiv wintertauglich eingestuft werden kann. Natürlich verrichtet er auch unter gemäßigten Bedingungen ganzjährig seinen Dienst.

Mit seinem Gewicht von ca. 178g gehört der Vega nicht ganz zur Ultraleichtfraktion unter den Gaskochern, bietet jedoch bei diesem verhältnismäßig geringen Gewicht eine unglaubliche Stabilität, Leistung und Vielseitigkeit. Die sehr robuste Dreibeinkonstruktion aus Stahl garantiert beste Standfestigkeit des Kochers, selbst bei der Verwendung sehr großer Töpfen. Die Schlauchzuleitung ist überzeugend stabil und am Ventilanschluss drehbar gelagert, was die Verwendung im Wintermodus, d.h. mit einer auf dem Kopf stehenden Kartusche erleichtert.


Die Regulierung des Kochers erfolgt am Ventilanschluss und ist sehr fein dosierbar. Wie auch schon beim Optimus Crux ist der Regler ist absolut minimalistisch gehalten und lässt sich seitlich wegklappen. So spart Optimus hier Gewicht und Platz. Trotzdem bleibt die Regulierung auch mit dicken Handschuhen ein Kinderspiel und sehr präzise. Zudem finden sich neben dem Regler zwei klappbare Drahtflügel, dank derer sich der Kocher in den Wintermodus versetzen lässt. Hierzu wird die Kartusche umgedreht, sodass das Gas flüssig eingespeist wird. Dank der beiden Drahtflügel steht die Kartusche sicher und stabil.

Zum Hintergrund der Notwendigkeit des Wintermodus: Bei niedrigen Temperaturen entweicht das Gas nicht mehr in gewohntem Ausmaß gasförmig aus der Kartusche und dies führt bei fast allen Gaskochern zu sehr langen Kochzeiten außerhalb jeder Toleranzgrenzen. Durch das Umdrehen der Kartusche wird das Gas flüssig eingespeist und erhöht so auch unter schwierigen Bedingungen die Leistung. Der Vega hat einen Generator integriert (Teil der Zuleitung, der direkt am Brennerkopf vorbeiführt), in dem der zunächst flüssige Brennstoff in gasförmigen Zustand versetzt wird. Bei Kochern ohne Generator ist dies nicht möglich (Vergleiche Testbericht zum EOE Palladium) – diese spucken dann nur unkontrolliert Flammen.

Betrieben wird der Optimus Vega mit Propan-Butan-Gaskartuschen, die ein Ventil mit Schraubgewinde (DIN EN 417) haben.

Mit einer Leistung von 1400Watt im Normalmodus gehört der Vega in den „Normalbereich“ – im Wintermodus punktet er dagegen laut Optimus mit 3700 Watt. Wir haben auf unserer Testtour bei -12°C nach kurzem Probieren sehr schnell den Wintermodus schätzen gelernt, da es so deutlich schneller ging, das Wasser zum Kochen zu bringen. Hier musste sich der Vega kaum hinter den mitgereisten Benzinkochern verstecken.


Auf exakte Zeitmessungen on Tour haben wir aufgrund des Wetters verzichtet, jedoch schlägt sich der Vega im Winter hervorragend mit passablen Kochzeiten und vor allen Dingen mit einem fantastischen Handling. Zurück unter Normalbedingungen haben wir uns daran gemacht, Leistung und Verbrauch des Kochers zu messen. Um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen, braucht der Vega im Normalmodus etwa 4,5 Minuten, im Wintermodus etwa 4 Minuten (gemessen bei 20°C Raumtemperatur mit kaltem Leitungswasser). Das sind jetzt erstmal keine Traumwerte, allerdings haben wir nicht schlecht geschaut, als wir den Verbrauch hierfür gemessen haben. Mit nur sagenhaften 11 bzw. 12 Gramm Gas pro Liter Wasser schlägt der Vega sogar das Effizienzwunder MSR Reactor Stove, der 16g/Liter benötigt. Mit diesem absolut geringen Verbrauch, seinem kompakten Packmaß und dem grandiosen Handling qualifiziert sich der Optimus Vega als hervorragender Kocher für lange Touren auch unter schwierigsten Bedingungen.

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