Dein Outdoor-Abenteuer beginnt hier!

Teaserbild: Testbericht Nomad Lodge 2 Air: Baumwollzelt im Herbstwetter

Testbericht Nomad Lodge 2 Air: Baumwollzelt im Herbstwetter

Wir wollten wissen, ob Baumwollzelte tatächlich wasserdicht sind und einen besseren Klimakomfort bieten, als herkömmliche Polyestermodelle. Unser zelterfahrener Kunde Werner Sauer hat mit seiner Familie einen Ostseeurlaub bei herrlich durchwachsenem Herbstwetter verbracht und dabei das Baumwollzelt Nomad Lodge 2 Air für uns getestet. Hier könnt ihr das ausgiebige Fazit des Tests lesen.

Dieses 2 Personenzelt ist unser Favorit unter den 3 bisher kennen gelernten Zelten von Nomad.

Die kompakte aufrechte Tunnelform bietet viel  Platz und ist bei der komfortablen Standhöhe ( ca. 2m ) durch die Steilwände ganz nutzbar. Die Proportionen der einzelnen Zeltbereiche wirken angemessen und wohnlich, außerdem  ist die Lichtverteilung durch die unterschiedlichen Fensterschnitte und 2 Türöffnungen in der Verteilung im Innenzelt optimal und variierbar. Bei trüben Tagen kann man sich gut dort aufhalten. Die Schlafkabine ist angenehm abgedunkelt durch den Braunton. Da wir gerne am Meer zelten bietet der Windfang im Eingangsbereich wirklich Schutz , die kleinen Flügel an den Seiten halten auch schon mal den lästigen Wind vom Gaskocher fern. Man kann sich sehr bequem dort hinsetzten und der Regenschutz  ist durch die schirmartige Überdachung beim Eingang und Fenster  gut gelöst- eine intelligente Idee mit den Stäben als Aussteifung. Diese Vorrichtung hat uns bisher an älteren Nomadzelten gefehlt, was nur durch ein zusätzliches Porch Element mit zusätzlichen Kosten und Anbringung behoben wäre. Zudem bekommt das Zelt in der Erscheinung eine individuelle Note.

Das Material ist insgesamt sehr robust , vor allem der Zeltboden ist selbst für extreme Untergründe  wie Steinchen oder feuchtem Untergrund gewappnet, daher wohl auch das beträchtliche Gewicht. Der Aufbau und Abbau geht nach dem ersten mal sehr zügig, aber man muss schon zu zweit sein.  Die leicht vorgebogenen  Aluzeltstangen sind leicht zusammen zustecken , was durch die  Führung fast blind zu bewerkstelligen wäre. Wir mussten im Urlaub nach langer Autofahrt auch schon im Halbdunklen ein Zelt aufbauen . Auch das Einführen der unteren Stifte in die Zeltstangen geht problemlos und ohne Kraftaufwand, deutlich besser als bei den uns bekannten Nomad Zelten. Die Schlauchführung für die Stangen sind nicht zu eng genäht, deshalb kein langes durch quälen.  Die Klippse zum Einhängen der Rohre an der Zeltplane erleichtern den Aufbau, aber Vorsicht auf die Finger, sonst gibt’s Quetschungen.

Zur Regendichtigkeit:  Die ersten Tage hatten wir starke Regengüsse und da verhielt sich die Außenhaut so, dass zuerst die Zeltdecke sich im Innenbereich feucht anfühlte aber wohl das  Material  aufquoll und es sich bei weiterem Regen trocken anfühlt. Das Zelt ist absolut Regensicher, wir konnten nirgends eindringende Feuchtigkeit feststellen. Es war letztendlich nicht feucht im Schlafbereich und das Raumklima regulierte sich bald und war nicht negativ  beeinflusst. An den folgenden Tagen fühlte sich die Innenhaut schon trockener an. Keine klammen Baumwollhemden. Nach dem Abtrocknen von Wind und Sonne war es behaglich im Innenbereich und bei höheren Temperaturen ist ein angenehmes Klima sicherlich gegeben. Wir hatten eine Höchsttemperatur von 26 Grad. Keine Stickigkeit oder Schwitzen . Wir haben sogar mit einem Hygrometer im Innenzelt die Luftfeuchtigkeit Veränderung gemessen, dies verhielt sich so wie Außen.  An der Steilküste am Meer konnten wir auch gleich die Winddichtigkeit überprüfen. Auch diese ist gut gegeben , die gespannten Wände sirren dann im Wind aber kein unangenehmes  Gezerre an den Stoffen. Vielleicht wäre es gut wenn die Belüftung im Schlafzelt zu schließen wäre, ebenso die Verbindung von Außentür und Zeltboden, da kann es schon mal etwas ziehen.

Der Schnitt von den Zeltböden könnte unserer Meinung nach in den unteren Seiten etwas großzügiger sein. Platz ist jedoch genug vorhanden. Man muss schon ein wenig acht geben, dass man nicht mit einem Stuhl und Tasche/ Kiste zu nahe an die Seiten kommt, denn sonst würde es zu sehr spannen. Wir waren teilweise auch zu 4 Personen im Zelt, und dann fällt das noch mehr ins Gewicht. Die Verstauungsmöglichkeiten an den Seitenwänden sind vielseitig und bieten durch die großen Taschen schon mal eine gute Grundordnung. Eine Befestigung für Jacken von der Decke wäre wünschenswert. Praktisch  ist die Öffnung für Kabel und die Führung durch Klettband an der Innenseite und auch eine Aufhängung für Licht. Insgesamt durchdachte Details .                               Auch unsere Camping erfahrenen Töchter ( 13 und 18 Jahre) finden diese Zelt echt cool und modern im Design. Als Familienzelt wäre die größere Version sicherlich empfehlenswert.

In diesem Zelt lässt es sich zuverlässig Urlaub machen, hoher langlebiger Komfort zum akzeptablen Preis. Manch einer ging vorbei und man hörte es raunen: „Das ist aber ein schönes Zelt!“

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Notify me of followup comments via e-mail. You can also subscribe without commenting.

Weiterschmökern

Testbericht: Mit dem Nomad Tellem 5 auf Radtour

tapir Testteam 14. Oktober 2016

Hilleberg Kaitum 2 - Zu Hause für Unterwegs

Ander 15. April 2010

Testbericht Salewa Alpine Hut IV

Manuel 13. März 2015

Hillebergs Jannu im Wintertest

Simone 19. April 2013

Hilleberg Akto im Langzeittest

Ander  1. März 2012