Dein Outdoor-Abenteuer beginnt hier!

Teaserbild: Testbericht R’adys R1 Light Jacket Women

Testbericht R'adys R1 Light Jacket Women

Im Zuge eines zweiwöchigen Aufenthalts in den Alpen haben wir Anna die Gelegenheit gegeben, unser R1 Light Jacket für Damen der Firma R‘adys auf Herz und Nieren zu prüfen. Neben Tagestouren wurde die Jacke auch in Klettersteigen und beim alpinen Klettern getestet. Ob Anna trocken durch den Urlaub gekommen ist und wie ihr Testurteil ausfällt, hat sie uns selbst verraten.

Das R1 Light Jacket ist eine atmungsaktive, superleichte Jacke, die vollständig vor Wasser, Wind und Wetter schützt, so der Hersteller R’adys. Für mich die ideale Testjacke für meine zweiwöchige Herbsttour durch die Alpen, denn schließlich wollte ich herausfinden, was die Jacke beim Wandern, Klettersteiggehen und Klettern im und am Felsen so kann.

Die Jacke ist mit 420g in Größe M in der Tat sehr leicht. Genauso leicht fühlt sie sich an und lässt sich auf knapp mehr als Regenjackenpackbeutelgröße zusammenpacken. Die Verarbeitung ist einwandfrei. Das Besondere an der Jacke ist, dass die ‚Nähte’ nicht genäht sondern geklebt und versiegelt sind. Diese so genannte ‚R’SONIC Stitchless technology’ verhindert eine Dochtwirkung durch Nähte, da der Funktionsstoff nicht durch Nadelstiche verletzt wird und soll damit weniger Schwachstellen haben, an denen Regen durchdrücken oder wehen könnte.

Dies kann ich bestätigen, nach vier Stunden Wandern im durchgehenden Regen, der mehr als nur Nieselregen war, gab es keine einzige nasse Stelle. Auch Wind spürt man überhaupt nicht in der Jacke. Das Material besteht aus 100% Nylon (‚R’tech light’) und hält nach Herstellerangaben eine Wassersäule von 20 000mm. Mit einer Wasserdampfabgabe von 20 000g /m2 /24h ist die Atmungsaktivität der Jacke ebenfalls im gehobenen Segment angesiedelt. Für eine entsprechende Robustheit sorgt hier die dreilagige Verarbeitung. Die Jacke ist damit dünn, aber trotzdem für stundenlanges Rucksacktragen geeignet. Der Geräuschpegel der Jacke ist weder auffallend leise noch besonders laut, wenn der Stoff aneinander reibt. In der Praxis bedeutet das, lange Touren mit Gepäck durch Wind, Regen und Wetter sind mit dieser Jacke angenehm zu meistern und kein Problem.

Die Innenseite der Jacke trägt sich äußerst angenehm am Körper, auch wenn man nur ein Shirt trägt und die Jacke direkt auf der Haut spürt. Auch nach langer Wanderung mit intensiven Bewegungen und viel schwitzen bleibt der Innenstoff angenehm und fühlt sich kaum nass an. Eine Eigenheit hat dieser besondere Stoff mit den speziellen Nähten allerdings: Läuft man damit in hoher Luftfeuchtigkeit und/oder im Regen herum, ziehen sich die Nähte ein bisschen zusammen und das Ganze sieht ein bisschen ulkig aus, hat aber keinerlei Auswirkungen auf die Funktionalität. Wenn der Stoff ganz getrocknet ist und die Umgebung nicht mehr feuchtkalt, verschwindet dieser Effekt wieder.

Die Jacke ist angenehm feminin geschnitten, aber ohne dabei auf Funktionalität zu verzichten. Frau kann mit ihr problemlos alle Bewegungen ausführen und ist auch beim Klettern durch die Jacke in der Beweglichkeit nicht eingeschränkt. Der Tragekomfort wird lediglich dadurch eingeschränkt, dass die Reißverschlüsse zwar seitlich angebracht sind, die Taschen aber so weit nach unten reichen, dass alles, was man darin verstaut beim Klettergurt oder Anlegen des Rucksackbauchgurts im Weg ist. Das ist irgendwie unpraktisch. Schiebt man den Tascheninhalt, z. B. Handschuhe, nach oben und legt den Gurt trotzdem an, rutscht der Tascheninhalt früher oder später wieder zwischen Gurt und Körper. Weitere Verstaumöglichkeiten hat man allerdings in der Brusttasche links und in einer Innentasche rechts, die allerdings auch bis auf Klettergurthöhe herunterreicht.

Der untere Jackenbund ist durch Kordelzüge in seiner Weite verstellbar, die Armbündchen durch Klettverschlüsse. Zusätzlich gibt es an den Armbündchen kleine Gummibänder, deren Sinnhaftigkeit sich mir nicht erschlossen hat (s. Foto). Möglicherweise kann man dort Handschuhe einklippen? (Anmerkung der Redaktion: Auf Nachfrage bei R’adys wurde dies bestätigt. Handschuhe können so eingehangen werden und müssen zum Beispiel nicht ins Nass oder in den Schnee abgelegt werden.)

Die Kapuze ist so groß, dass problemlos ein Kletterhelm darunter Platz findet, ganz verschließen kann man sie dann allerdings nicht mehr ganz so einfach (s. Foto). Dafür ist sie größenverstellbar und hat ein kleines, verstärktes Schild. Die Unterarmbelüftung ist mit einem Zweiwegereißverschluss versehen, sehr groß und funktioniert super, daran gibt es nichts auszusetzen. Alle Reißverschlüsse sind wasser- und windresistent abgedeckt und hinterlegt.

Insgesamt eine bequeme und äußerst funktionelle Jacke. Der Stoff ist angenehm zu tragen, dabei vollständig wind- und wasserdicht und extrem atmungsaktiv. Auch bei großer Anstrengung steht man nicht im Schweiß. Kleine Mankos sind die Taschen, von denen man 3 von 4 de facto beim Klettern nicht benutzen kann, weil sie zu tief reichen, die merkwürdige Wellung der Nähte bei Feuchtigkeit und vielleicht die Farbe (türkis mit braunem Frontreißverschluss). Insgesamt aber eine bemerkenswerte Jacke, die in Sachen Atmungsaktivität und Wetterschutz ihresgleichen sucht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weiterschmökern

Testbericht: Storm Racer Jacket Men von Patagonia

matthi  8. März 2017

Testbericht: Bergans Letto Jacket

felix_blog 12. Mai 2016

Eine untrennbare Einheit: Mein Atom LT Hoody und ich

Simone 27. Dezember 2013

Testbericht: Kokyu Full Zip Hoodie mit Polartec Alpha

Simone 11. Januar 2017

Testbericht: Outdoor-Allrounder – Mit dem Pyua Ascend S Women auf Tour

Anne  1. August 2017