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Karabiner

Schrauber, Drahtbügel, Keylock, HMS – es gibt viele Begriffe für Karabiner. Karabiner verbinden das Sicherungsgerät mit dem Klettergurt, werden als Zwischensicherung in der Wand oder beim Standplatzbau eingesetzt. Ihr Einsatzgebiet reicht vom Sportklettern bis hin zum Eisklettern, sie kommen beim Tradklettern genauso zum Einsatz wie bei alpinen Mehrseillängenrouten zum Einsatz.  Entsprechend der Erfordernisse, die sich aus dem Einsatz ergeben, unterscheiden sich Karabiner heute in ihrer Form und technischen Ausstattung. Moderne Karabiner überzeugen durch einen perfekten Mix aus funktionalem Design, einer hohen Sicherheitsreserve und der bestmöglichen Kraftausnutzung bei minimalem Gewicht.


Kletterkarabiner heute sind leicht und trotzdem stabil konstruiert. Materialtechnisch kommen Aluminiumlegierungen zum Einsatz. Wobei das Aluminium bevorzugt mittels Heißschmiedetechnik in Form gebracht wird. Die großen Bergsport-Ausrüster verwenden alle unterschiedliche, teils sehr aufwendige Formen und verfahren des Heißschmiedens, immer mit dem Ziel, eine hohe Haltekraft  aufrecht zu halten und Material, und damit auch Gewicht einzusparen.


In der Regel weisen leichte Karabiner ein H-Profil im Querschnitt auf, da sich dieses Konstruktionsprinzip als perfekter Kompromiss aus Gewicht und Stabilität erweisen hat. Bedeutet, der H-förmige Querschnitt gewährleistet ein optimales Verhältnis von Bruchlast und Gewicht. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Kontaktflächen dieser Karabiner etwas breiter konstruiert worden sind, damit das Seil leichter durchlaufen kann. Das reduziert außerdem den Verschleiß am Karabiner. 

 Alle Kletterkarabiner, die bei uns im tapir-store als solche ausgewiesen und egal mit welchem Verschlusssystem sie ausgestattet worden sind, weisen die Festigkeitswerte und Härtegrade für den Bergsporteinsatz auf, d.h., die Karabiner müssen eine Längstbelastung von mindestens 22 kN erreichen.


Karabinerarten:


Standardkarabiner: Der Einfachkarabiner ist ein klassischer, vielseitig einsetzbarer Allroundkarabiner. Außer fürs Partner-Sichern kommt er fast überall in der Vertikalen zum Einsatz: als einzelner Zwischensicherungskarabiner oder als Materialkarabiner.


Ovale Karabiner: Kommen heute v.a. bei Mehrseillängetouren als Materialkarabiner, beim Bau von Flaschenzügen oder bei der Nutzung von Aufstiegshilfen zum Einsatz.  Durch seine symmetrische Form spielt es keine Rolle, an welchem Ende des Karabiners das Material oder die Aufstiegshilfe eingehängt wird.  Diesen Karabiner gibt es sowohl in einer verriegelbaren Form (Schraubkarabiner) als auch als nicht verriegelbare Variante (Schnapperkarabiner).


HMS-Karabiner: Diese Karabinerart ist beim Klettern wohl am meisten verbreitet. Auffällig ist ihre gewölbte Form, die nach oben hin breiter gehalten ist, da der Karabiner ursprünglich für die Halbmastwurfsicherung entwickelt worden ist. Ursprünglich nur als einfacher Schrauber entwickelt, gibt es sie heute in den unterschiedlichsten Ausführungen, sowohl was Karabinergröße und Breite der Schnapperöffnung angehen, als auch die Ausführungen  mit einer zusätzliche Verschlusssicherung (siehe Verschlusstypen und Schnappervarianten.

Wird der HMS-Karabiner zum Partnersichern eingesetzte, empfehlen wir eine Variante mit  einer zusätzlichen Verschlusssicherung  einzusetzen:


HMS-Karabiner mit integriertem Drahtbügel oder kleinem Haken am unteren Ende: Der kleine Drahtbügel oder ein kurzer Haken auf der unteren Seite des Karabiners hält diesen beim Sichern in seiner Position am Klettergurt (Anseilschlaufe). Dadurch werden im Falle des Sturzes des Vorsteigers auftretende Querbelastungen verhindert bzw. kommt es nicht zum ungewollten Verklemmen des Seiles, wenn der Vorsteiger beim Klippen schnell Seil ausgegeben haben möchte.


HMS-Karabiner mit einem Safety-Gate: Der Karabiner kann nur geöffnet werden (via Schrauber oder Twistlock), wenn der Kunststoffbügel vorher zur Seite geklappt worden ist.  Es ist das gleiche Prinzip wie beiden HMS-Karabinern mit Drahtbügel: Ein versehentliches Verdrehen des Karabiners wird verhindert und er bleibt beim Partnersichern in seiner Position, wodurch Querbelastungen und ein versehentliches Verklemmen des Seiles verhindert werden.


Verschlusstypen und Schnappervarianten:


Schnapper-Karabiner: Karabiner ohne zusätzliche Verschlusssicherung, die sogenannten nichtverriegelbaren Karabiner. Die Schnapper sind sowohl in der klassischen Ausführung als auch als Drahtschnapper erhältlich. Der Drahtschnapper verringert nicht nur das Eigengewicht , sondern verkürzt im Falle des Aufschlagens des Karabiners auf einer Kante die Verschlusszeiten, da das Eigengewicht des Drahtschnappers gegenüber dem normalen Schnapper deutlich reduziert werden kann (Whip-Lash-Effekt). Beide Schnapperarten sind in gebogener oder gerade Ausführung erhältlich.  Karabiner mit einem gebogenen Schnapper weisen in der Regel eine größere Schnapperöffnung auf.


Schraubkarabiner:  Der Verschluss des Karabiners erfolgt über einen Schraubmechanismus, wobei es schmalere und breitere Schraubglieder gibt. Schraubverschlüsse kommen sowohl bei HMS-Karabinern als auch bei Einfachkarabinern zum Einsatz. Dabei sollte man beachten, dass Schraubhülsen die Schnapperöffnungen etwas einengen.  Ist die Schnapperöffnung zu schmal, eignet sich der Schraubkarabiner nicht als Standplatzkarabiner, sondern wird eher als Zwischensicherung in der Wand zum Einsatz kommen.  Am Standplatz sollten Sicherheit und Übersicht im Vordergrund stehen, deshalb sollte der Karabiner eine größere Schrauberöffnung haben.  Das erleichtert das Handling am Standplatz und minimiert so das Risiko von Fehlern in der Wand oder auf dem Gipfel.


Twistlock:  Der Karabiner ist in zwei Schritten zu öffnen,  was eine höhere Sicherheit vor versehentlichem Öffnen bietet. Zuerst wird die Hülse nach oben geschoben und danach gedreht.  Klingt etwas umständlich, erhöht aber die Sicherheit und ist auch einhändig zu lösen.  


Magnetverschluss:  Die neueste Entwicklung. In die Karabiner ist innen liegend ein kleiner Magnet integriert worden, der sicherstellt, dass der Karabiner geschlossen bleibt.


Key Lock-Verschluss:  Karabiner mit dieser Verschlussvariante, einer speziellen Form der Karabinernase, lassen sich einfacher in Ringe oder andere Zwischensicherungen einhängen. Die Gefahr des Hängenbleibens in der Schnapperöffnung wird mit dem Key Lock-Verschluss sehr stark minimiert.


MonoFil Keylock-System:  Die Kombination aus der reibungslose Bewegung eines Federschnappers, entlehnt an das Konstruktionsprinzip eines klassischen Schnappers, und dem deutlich geringeren Gewicht eines Drahtbügel-Schnappers macht diesen Karabiner so einzigartig. Das Gewicht ist gegenüber herkömmlichen Karabinern in Standardgröße dadurch noch weiter reduziert worden, ohne dass es zu Lasten der Bruchlasten geht.