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Teaserbild: Costa Rica – Pura Vida!

Costa Rica – Pura Vida!

Costa Rica – Pura Vida!

Für uns bedeutete Costa Rica vor allem Wandern, Kanufahren und, ja, auch Strand und Baden. Das alles bei Wohlfühltemperaturen von 25 Grad plus x. Wir haben vor allem das Landesinnere und die Pazifikküste erkundet. Pura Vida! Das ist zumindest der Slogan, unter dem sich Costa Rica touristisch vermarktet. Und wenn man unter dem puren Leben vor allem eine florierende und geschützte Natur versteht, die bei ganzjährig sommerlichen Temperaturen bestens gedeiht, dann kommt man ‚Pura Vida‘ in Costa Rica sehr nahe.

 

 

Warum Costa Rica

Costa Rica legt seit gut vierzig Jahren sehr starken Wert auf den Schutz der Umwelt, einen grünen Tourismus und Ideen der Nachhaltigkeit. Das bedeutet zwar nicht, dass es keinen Müll gibt oder Klimaanlagen nur sehr sparsam genutzt werden, wohl aber, dass rund 25 Prozent des Landes Natur- oder Nationalparks sind, dass man zu 99 Prozent von erneuerbaren Energien lebt und das Land bewusst auf die Erschließung von möglichen Ölquellen verzichtet. Überzeugen kann man sich von diesem ‚grünen‘ Ansatz am besten vor Ort: Die Artenvielfalt Costa Ricas kann man im Wolkenwald, in Mangrovenwäldern, an Vulkanen und in trockenen und feuchten Regenwäldern entdecken.

Kolibri<br />
Playa QueseraTarantel

Was Sie schon immer über COSTA RICA wissen wollten…

Los ging’s also von San Jose gleich mal zur Südwestküste, da das dortige Manuel Antonio nicht nur einen Nationalpark mit den seltenen Totenkopfaffen zu bieten hat, sondern auch noch am Meer gelegen ist. Man bekommt auch jede Menge Tiere (Affen, Waschbären, Iguanas, Faultiere) zu sehen, vor allem aber, weil sie an die vielen Menschen gewöhnt sind. Und auch wenn man sein Essen noch so gut verpackt, die Schlingel riechen es dennoch und klauen es einem, wenn man im Wasser ist (Badesachen und Wandersandalen einpacken für den Park!).
Ein Tipp fürs Kanufahren bei kleinerem Geldbeutel ist „Kayak Lodge“ in der Nähe von Manuel Antonio/Quepos. Hier kann man nämlich ein Kanu auch ohne Tour bekommen, und zahlt keine 60 Dollar pro Person, sondern ähnliche Preise wie hier fürs Leihen. Einfach eine mail schreiben und nachfragen.
Für uns gab’s also eine mehrstündige Paddeltour durch den Mangrovenwald bis zum offenen Meer, jede Menge kleiner Krebse und sogar ein kleines Krokodil. Aber immer schön auf die Gezeiten achten, sonst watet man durch die Mangroven, statt zu paddeln! Etwas weiter in Richtung Berge haben wir uns den Wolkenwald von Monteverde aus nächster Nähe angeschaut. Hier kann man ein wenig weiter wandern als in Manual Antonio, und die naturbelasseneren Pfade lohnen ebenso wie der immer wieder staunende Blick zu Baumriesen mit Würgefeige, Moos, Orchideen und Bromelien, auf Nasenbären und schillernden Kolibris.
Eine orangekniefarbige Tarantel kann einem auch begegnen. Da der Park auf 1400 m liegt, sollte man hier auch abends zu einem leichten Pulli, und beim Wandern zu den festen Schuhen greifen, auch wenn alle Wege im Park gut begehbar sind.

Kratersee<br />
Vulkan Arenal in La FortunaVulkankrater

Wer sich hingegen mal auspowern will, der sollte in Arenal/La Fortuna, ein paar Stunden südlich (am schicksten und schnellsten mit Auto-Boot-Auto-Verbindung über den See), den alten Vulkan Cerro Chato hochmachen. Sein aktiver Bruder gleich nebenan ist nicht begehbar, macht aber mit seiner schicken klassischen Vulkansilhouette was her. Zum Cerro Chato geht’s steil bergan, und etwas Ausdauer sollte man mitbringen. Dafür kann man, einmal oben angekommen, wieder 100 m runterklettern zum Vulkankrater, und in dessen See ein kühles Bad nehmen. Sehr zu empfehlen!
Mein persönliches Highlight hingegen war der Curu National Park, der auf der Halbinsel Nicoya liegt. Wieso? Weil man hier nicht nur wandern kann und das (fast schon landläufige) Tierprogramm erleben kann, sondern der ca. einstündige Weg zur abgelegenen Bucht Quesera schon fast zu viel des Guten ist: blühende Bäume, Zitronen vom Baum, unbekannte Früchte, Brüllaffen (okay, die können einen schon ängstigen, wenn plötzlich der ganze Baum da ‚bellt‘), und am Ende eine Bucht wie aus dem Bilderbuch: klein, menschenleer, weißer Strand, Palmen, türkisfarbenes Wasser. Wer es sich leisten mag, dem sei auf jeden Fall die Übernachtung im Park empfohlen (30 Dollar/Person/Nacht, aber der Eintritt in den Park wird abgezogen): 5 Hütten mir eigenem Strandzugang in einem Park, in dem nach 16 Uhr nur noch die Parkwächter und die Tiere wohnen. Ach ja, natürlich sollte man des Abends mit tierischen Gästen rechnen…
Am nächsten Tag stand dann noch einmal ´ne Runde Kanu auf dem Programm: Bis zur vorgelagerten Tortuga-Insel, um die herum sich jede Menge Pelikane tummeln, ist es etwa eine Stunde übers Meer. Danach ging’s für uns wieder ins Landesinnere: Blubbernde Fumerolen und stinkende Vulkanausdünstungen gibt es beim Vulkan Rincón de la Vieja; außerdem lockt auch die Wanderung zum schön gelegenen Wasserfall, der zum Baden einlädt.
Alles in allem ist Costa Rica für Naturfans unbedingt zu empfehlen! Man sollte vielleicht nicht mit dem kleinsten Geldbeutel reisen müssen (Nationalparks kosten meist 10 Dollar oder mehr, Lebensmittel sind etwas teurer als bei uns, Unterkunft liegt im günstigen Bereich um die 10 Dollar pro Nacht) und keine ‚unberührten‘ Orte erwarten, aber mit guter Vorbereitung, guten Tipps und einem Quentchen Glück und Gelassenheit hat man viele wunderbare Begegnungen mit Land, Leuten und Tieren.

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