Dein Outdoor-Abenteuer beginnt hier!

Teaserbild: Mountain Biking in Angkor Wat

Mountain Biking in Angkor Wat

Mountain Biking in Angkor Wat

Kambodscha ist ein faszinierendes, herzförmiges Land in Südostasien. Mit einem Freund vom Studium bestieg ich im März eine preisgünstige Maschine von „Air Asia“ in Kuala Lumpur/Malaysia in Richtung Siem Reap. Nach Ankunft auf dem internationalen Provinzflughafen befanden wir uns im geschichtsträchtigen Land der Khmer.

Warum Kambodscha

Schon vor Beginn unserer Reise hatten wir Planungen gemacht, welche Regionen wir uns auf unserer gemeinsamen 6-wöchigen Reise anschauen wollten. Ich wusste davor nicht viel über Kambodscha und dessen glorreiche, gleichzeitig aber auch tragische Vergangenheit. Die Roten Khmer hatten hier Ende der Siebzigerjahre unter Leitung Pol Pots und seiner Schergen gut ein Drittel der eigenen Bevölkerung umgebracht und im Boden dieses Landes liegen nach wie vor zahlreiche Landminen aus dieser Zeit vergraben. Daneben wurden in der Blütezeit des Khmer-Imperiums, insbesondere im 12. Jahrhundert, gewaltige Bauwerke geschaffen, die heute ein wichtiger Devisenbringer für das bitterarme Land sind. Mein Kumpel wollte unbedingt nach Angkor Wat und schaffte es schnell, mich mit seiner Begeisterung anzustecken. Auch wenn es ein Massentourismusziel geworden ist, lohnt sich der Besuch dieser größten Tempelanlage der Welt nach wie vor und man findet immer ein stilles Plätzchen zum Verweilen…

Ehrenamtlicher Mitarbeiter im Haupttempel von Angkor WatSkulptur im Tempel BayonAngkor Wat beim Sonnenaufgang

Was Sie schon immer über KAMBODSCHA wissen wollten…

Wie leihe ich ein Mountainbike in Siem Reap aus?
Siem Reap ist eine Stadt, die wenige Kilometer vor der gewaltigen sakralen Anlage von Angkor liegt. Sie profitiert vom Tourismus und es haben sich zahlreiche gastronomische und touristische Zentren entwickelt. Mountainbikes kann man in vielen Shops im Stadtzentrum ausleihen. Dabei sollte man vorher eine Probefahrt mit dem Zweirad machen und es auf seine Funktionstüchtigkeit prüfen. Auch beim Feilschen um einen guten Preis ist gewieftes Verhandlungsgeschick gefragt. Wir haben zwei solide Mountainbikes für jeweils 4 Dollar bekommen.

Welche Bedingungen hat man zu erwarten?
Im März ist man in einem der heißesten Monate unterwegs. Das bedeutet: trinken, trinken und nochmals trinken. Getränke kann man eigentlich überall in der Nähe der Tempel recht günstig kaufen. Zudem ist eine Siesta in der Mittagshitze durchaus angebracht – zwischen 13:00 und 15:00 Uhr steht die Luft und es geht auch für erfahrene Fahrradfahrer nichts mehr. Im Morgen- und Abendverkehr von Siem Reap sollte man sich auf rasant fahrende Tuk-Tuk-Fahrer und Motorräder einstellen, die zum Teil ohne Beleuchtung durch die Straßen rasen.
Wer den fantastischen Sonnenaufgang sehen will, muss früh auf den Beinen sein und sollte gegen 5:00 Uhr von Siem Reap aus losfahren, weil man noch vor dem Eingangstor die Eintrittsgebühr bezahlen muss. Eine Tageskarte kostet 20, für drei Tage löhnt man 40 und für ein einwöchiges Ticket 60 Dollar!

Wieviel Zeit braucht man für die Besichtung Angkor Wats?
Das ist unterschiedlich und kommt drauf an, wie sehr man sich für alte „Gemäuer“ und Skulpturen interessiert. Das Gelände ist riesengroß und es sind weit mehr als die Haupttempel von Angkor Wat, die die Besucher nach Angkor ziehen. Für uns war als Nicht-Archäologie-Studenten klar, dass wir uns nur für einen Tag die Mountainbikes ausleihen wollten. Diesen wollten wir natürlich intensiv nutzen und uns zumindest einen Überblick über die verschiedenen Heiligtümer verschaffen. Es wurde ein perfekter Tag, der uns nicht nur einen Einblick in das Innenleben der Tempel verschaffte, sondern uns auch interessante Begegnungen mit den "Locals" bescherte.

Kambodschanerin in einem Dorf bei Bat ChumMüde, aber glücklich vor Angkor WatDas Ende eines perfekten TagesKambodschanisches Mädchen im traditionellen Gewand in BayonTa Prohm - Riesenwurzeln begraben RiesentempelDie Zuschauer bei SonnenaufgangJunger Kambodschaner in Angkor ThomIn Richtung Angkor Thom durch das Victory GateAm Haupttempel von Angkor Wat

Welche Tempelanlagen sind besonders sehenswert? 

Auch bei diesem Punkt sind die Geschmäcker verschieden. Natürlich darf der Haupttempel von Angkor Wat bei keiner Tour fehlen. Er ist das Nationalsymbol Kambodschas und auf Wappen und allen Souvenirs zu finden. Wir haben ihn uns für den Sonnenauf- und den Sonnenuntergang als Ziel erkoren und waren beim Sonnenaufgang fasziniert von dem wunderbaren Spiegelbild der "Drei Zinnen", den wir allerdings mit einer wahren Menschenmasse teilen mussten. Beim Sonnenuntergang waren wir fast die einzigen Besucher. Die meisten Touristen sind durch ihre gebuchten Pauschaltouren an bestimmte Ziele gebunden und befinden sich am Abend auf dem Aussichtshügel Pnomh Bakheng, den ich im März aufgrund der diesigen Sicht und des Massenansturms weniger empfehlen würde. 

In Angkor Wat lohnt sich die Besichtigung der gewaltigen Tempelanlage, in der sich Galerien mit Khmer-Reliefs befinden. Der Aufstieg auf die Spitze war bei unserem Besuch wegen Restaurierungsarbeiten leider gesperrt. Von Angkor Wat fuhren wir nach mehreren Stunden Aufenthalt und zahlreichen Fotos weiter in Richtung Nordosten, wo wir die Tempelanlagen von Kravan und Bat Chum passierten und an einem Wasserbassin bei Bat Chum eine längere Pause einlegten. 

Der nächste große Stop war Ta Prohm, eine Stätte, an der im Laufe der letzten tausend Jahre gigantische Wurzeln über die Tempel gewachsen sind. Fertiggestellt im Jahr 1186 von König Jayavarman VII, wurden dort laut Sanskriteinkerbungen in den Felsmauern wertvolle Perlen, Steine und Gold aufbewahrt. Es ist ein schöner Platz, um der Mittagshitze zu entgehen, da die Bäume fast überall Schatten spenden. Von dort arbeiteten wir uns langsam in Richtung Angkor Thom vor und passierten das "Victory Gate". Hinter den acht Meter dicken Mauern liegen einige der wichtigsten Monumente Angkors, darunter "The Terrace of the Leper King", "The Terrace of Elephants" und das "Bayon". Das Bayon war der Tempel des Königs und wird durch 54 Türme gebildet, auf denen in allen Himmelsrichtungen die Gesichter des Buddhas Avolokiteshvara, des "Herrn der Welt", abgebildet sind. Vor dem Bayon machten wir eine zweistündige Siesta – bei dieser Hitze fiel selbst das Atmen schwer und erst am späten Nachmittag machten wir uns zur "Elefantenterrasse" auf, wo wir, von den vielen Eindrücken des Tages geprägt, die schönen Elefantenskulpturen nur noch teilweise realisierten. Nachdem wir uns, wie immer schweißtreibend, auf den Aussichtspunkt "Pnomh Bakheng" in einer wahren Völkerwanderung hochgekämpft hatten, entschieden wir uns, den Tag an der gleichen Stelle ausklingen zu lassen, an der wir ihn begonnen hatten. 

Die friedliche Atmosphäre Angkor Wats beim Sonnenuntergang war ein wunderbarer Abschluss unserer Mountainbike-Tour, die wir nach über 14 Stunden in Siem Reap beendeten.

Angkor Wat mit dem Fahrrad – Schaffe ich das körperlich?
"Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg". Auch wenn man kein professioneller Radfahrer ist, kann man Angkor Wat mit dem Fahrrad besichtigen. Wir sind an diesem Tag sicherlich um die 35 Kilometer gefahren. Verteilt man das Ganze jedoch auf 14 Stunden, sind das im Durschnitt 2,5 Kilometer pro Stunde. Also auch unter den klimatischen Bedingungen durchaus machbar. Bei der Wahl des Fahrrads waren wir sehr froh, dass wir keine einfachen Fahrräder, sondern richtige Mountainbikes ausgeliehen hatten. Die Qualität der normalen "Tretmühlen" lässt teilweise zu wünschen übrig. Zudem kommt man mit den Mountainbikes deutlich schneller voran und auch die Gefahr eines Plattens wird durch das bessere Profil wesentlich gemindert.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Notify me of followup comments via e-mail. You can also subscribe without commenting.

Weiterschmökern

Kambodscha- Angkor Wat

Simon 21. Mai 2008

Land im Aufbruch

Ronald 25. April 2007

Thailand und Kambodscha 2016

Tino  3. Mai 2017

Lass Dir eine Kokosnuss pflücken!

Christian 28. Februar 2005

Biking Cambodia oder The pedals of punishment

Thomas  1. November 2013