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Teaserbild: Klettern auf Sardinien

Klettern auf Sardinien

Klettern auf Sardinien

Wir sind Ende November 2010 für eine Woche aus der Zivilisation in die Natur Sardiniens geflüchtet, um dort Spots zum Klettern und Erholen ausfindig zu machen. Wir sind von Olbia in den Süden in die Nähe von Quirra gefahren und hab uns dann Tag für Tag weiter in den Norden geben. Während man im Süden entspannt am Kalkfelsen klettern kann, zittern Einem im Norden bei Capo Testa schon mal ordentlich die Knie, wenn man an den bizarren Granitformationen auf Reibung nach oben muss.

Warum Italien

Um den kalten Herbsttagen zu entkommen, beschlossen wir, uns auf den Weg in den Süden zu begeben. Da zu dieser Zeit die Flüge nach Sardinien sehr günstig sind, viel die Entscheidung leicht. Natürlich hat die Tatsache, dass Sardinien ein Kletterparadies für Sportkletterer ist, eine entscheidende Rolle gespielt. Sardinien ist unter Kletterern sehr bekannt und besticht durch wunderschöne Kalkfelsformationen direkt am Ozean, aber auch die Felsen im Inland sollten nicht vergessen werden. Aus all diesen Gründen und natürlich auch des Wetters wegen entschieden wir uns für Sardinien.

Capo TestaBucht von Cala FuiliCala Fuili

Was Sie schon immer über das Klettern auf SARDINIEN wissen wollten…

Wo ging es zum Klettern?
Angefangen haben wir mit dem Klettergebiet Passagio per Chitur in der Nähe von Quirra im Süd-Osten Sardiniens. Dort gibt es sowohl leichte Routen zum Einstimmen auf den Fels wie auch echte Ausdauerrouten und Überhänge. Wer nicht besonders anspruchsvoll ist, was die Schlafstätte angeht, ist dort am perfekten Ort. Man kann sein Lager gleich unter den Routen in einer riesen Höhle aufschlagen und morgens aus dem Schlafsack kullern und ran an den Fels.
Im bekanntesten Klettergebiet Cala Fuili (bei Cala Gonone) ist für den Anfänger wie auch für die Kletterprofis alles dabei. Cala Fuili ist eine trichterförmige Schlucht, die sich vom Meer her verengt. Jede gekletterte Route belohnt einem mit dem fantastischen Ausblick aufs türkis-blaue Meer. Im Oktober gab es ein Unwetter, welches die Straßen auf dem Weg zur Schlucht unterspült hat und man konnte im November 2010 leider nicht mit dem Auto bis ganz ran. Also am besten eine einstündige Wanderung zu Fuß mit einplanen. Es ist auch sehr lohnenswert einen Tag früh aufzustehen und eine zweistündige Wanderung nach Cala Luna zu unternehmen, Klettersachen nicht vergessen!

Wie ist die Routenbeschaffenheit?
Da Sardinien als Sportklettergebiet gilt, sind die Absicherungen der Routen sehr gut. Man findet kaum Routen mit angsteinflößenden Hakenabständen, wie in so manchem traditionellen Sportklettergebiet in Deutschland. Einige Routen bei Cala Fuili klettert man am Besten, wenn das Meer ruhig ist und sich die Gischt in Maßen hält, denn sollte das Meer mal toben, wird der Fels leicht rutschig.

In einer Route in Passagio per ChituKüste im Osten Sardiniens, in der Nähe von Cala LunaCala Luna

Weitere Klettergebiete
Schlussakkord eines Kletterurlaubs auf Sardinien sollte unbedingt Capo Testa (Klettergebiet: Cala Spinosa) im Norden der Insel sein. Man kommt sehr gut mit dem Auto ran und muss nur schauen, dass im günstigsten Fall gerade Ebbe ist, wenn man ankommt, ansonsten müssen halt mal kurz die Schuhe aus und die Klettererfahrung ausgepackt werden. Hier zeigt einem die Natur mit beeindruckenden Felsformationen, was durch Wasserkraft geschaffen werden kann.

Warum zum Schluss nach Capo Testa?
Capo Testa ist reine Reibungskletterei auf Granit, das heißt, nach einem guten Klettertag ist die Haut an den Fingerkuppen abgeschmirgelt.

Eine Wichtige Information betrifft das Zelten und Campieren in den Klettergebieten Grundsätzlich ist es verboten, direkt in den Klettergebieten zu schlafen und die Italiener achten dort auch sehr genau drauf, vor allem in Cala Fuili. Falls ihr euch doch entschließt, dort zu übernachten, versucht weiter nach hinten in die Schlucht zu gehen und keine großen Feuer zu machen, die die ganze Schlucht erhellen. Aus Umweltgründen sollten man jedoch versuchen, sich einen anderen Schlafplatz zu suchen, denn die Schlucht ist zu einem "Scheißhaus" verkommen.

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