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Teaserbild: Verlässlich, geräumig, durchdacht – Das Rejka Antao III Light HC im Test auf den Fjällräven Classics

Verlässlich, geräumig, durchdacht – Das Rejka Antao III Light HC im Test auf den Fjällräven Classics

Auf in den hohen Norden! Es kommt nicht alle Tage vor, dass eines unserer Zelte bei den Fjällräven Classics dabei ist. Glücklicherweise hat sich eben eine solche Gelegenheit geboten und wir waren natürlich sofort Feuer und Flamme: Ralf und Begleitung haben sechs Nächte im Antao III Light HC verbracht und darin skandinavischen Stürmen und Regen getrotzt. Wo andere im Nassen saßen, hatten’s die beiden trocken. Mehr dazu gibt’s hier in Ralfs ausführlichem Testbericht.

Für unsere geplante Fjällräven-Classics-Tour im August waren wir lange Zeit auf der Suche nach einem passenden Zelt. Dass es ein Tunnelzelt sein wird, war sehr schnell klar, weitere Voraussetzungen waren aber:
Ich bin etwas über 1,90 m groß, deshalb sollte das Zelt genügend Platz bieten, um aufrecht darin sitzen zu können und vor allem sollte es möglich sein, im Innenzelt zu liegen, ohne mit dem Kopf oder den Füßen an das Zelt zu stoßen. Des Weiteren sollte es für zwei Personen ausreichend Platz zum Schlafen und für das Gepäck bieten. Wichtig war natürlich auch, dass wir uns darauf verlassen können, dass das Zelt absolut wasserdicht ist und auch den erwarteten heftigeren Windstößen standhalten wird. Fündig wurden wir dann beim Antao III light HC von Rejka.

Das Antao III light HC ist ein Tunnelzelt des fränkischen Zeltbauers Rejka, das insgesamt rund 3,6 kg wiegt. Der zugehörige Zeltboden schlägt nochmals mit etwa 0,7 kg zu Buche. Damit gehört es sicherlich nicht zu den Leichtgewichten in seiner Klasse; da wir das Gewicht aber auf zwei Personen aufgeteilt hatten, spielte das für uns keine Rolle. Somit war die Aufteilung: Zelt und Zeltboden mit 3,4 kg und Gestänge und Heringe mit 0,9 kg. Der Lieferumfang des Zelts besteht aus Innen- sowie Außenzelt, 3 Gestängebögen, 18 Heringen, Zeltleinen und Packsack. tapir-store hat dieses noch ergänzt um einen Zeltboden, der das Innenzelt sowie die gesamte Apsis abdeckt. Das Packmaß des im Packsack verstauten Zelts wird mit 42 x 20 cm angegeben, kann aber (mit Zeltboden, ohne Gestänge) auf eine Größe von etwa 33 x 22 cm gepackt werden und hat damit problemlos quer in meinem 65-Liter-Rucksack Platz gefunden.

Das Innenzelt ist bei der Lieferung bereits in das aus beidseitig silikonbeschichtetem Ripstop-Nylon gefertigte Außenzelt eingehängt, so dass schon der erste Aufbau sehr schnell erfolgen kann. Den Zeltboden haben wir bereits von Anfang an mittels seiner Gummibänder am Außenzelt eingehängt, so dass wir das Zelt immer in einem Schritt aufbauen konnten. Durch farbliche Markierungen (schwarz, rot und gelb) an den sich am Außenzelt befindenden Gestängekanälen erübrigt sich die Frage, welcher Gestängebogen (schwarz, rot und gelb) wohin gehört. Das Einschieben der im Durchmesser 8,5 mm messenden Gestängebögen aus Aluminium erwies sich als sehr einfach. Zu beachten ist lediglich, dass die Enden auch tatsächlich in die angenähten Taschen eingeschoben sind. Die anderen Gestängeenden werden in die Gestängebecher eingesetzt und anschließend festgespannt. Damit ist das Aufstellen kinderleicht und ohne Kraftaufwand möglich. Alleine durch das Abspannen mit 4 Heringen steht das Zelt schon stabil und fast faltenfrei. Dabei können alle Laschen für die Heringe (bis auf die 3 Taschen für die Zeltstangen) leicht nachgespannt werden. Zur Sicherheit kann ein Abspannen mittels der Abspannleinen erfolgen, damit das Zelt auch größeren Windstößen standhalten kann. Die Befestigungen für die Abspannleinen sind mit reflektierenden Elementen ausgestattet, die Zeltleine selbst leider nicht, was nachts den gefürchteten Stolperer nicht immer verhindern konnte.

Leider war bei einer Zeltstange eine Verbindungsstelle nicht ausreichend gepresst, so dass eine Verbindung zwischen den Einzelteilen nicht möglich war. Dies wurde jedoch vom tapir-store sofort ausgetauscht. In jedem Fall ist ein Probeaufbau zu Hause zu empfehlen.

Bemerkenswert beim Antao III light HC ist die äußerst großzügige Apsis. Diese bietet uns mit einer Länge von etwa 1,8 m ausreichend Platz, gleichzeitig in unseren beiden Trekkingrucksäcken zu wühlen, ohne uns dabei in die Quere zu kommen. Die Höhe ist mit 1,2 m für ein aufrechtes Sitzen ohne Zeltberührung ausreichend.
Das Innenzelt ist in einem freundlichen Gelb gehalten und mit einer Länge von 2,3 m, einer Breite von 1,6 m und einer Höhe von 1,1 m auch für großgewachsene Bewohner sehr komfortabel. Selbst im Schlafsack liegend bin ich zu keiner Zeit weder im Kopfbereich noch im Fußbereich am Stoff des Innenzelts angestoßen. Im Kopfbereich und im Fußbereich sind jeweils zwei Netz-Innentaschen in Dreiecksform angebracht. Leider ist aufgrund der Form so einiges immer wieder aus den Taschen gefallen. Die Taschen im Fußbereich wurden von uns nie benutzt. Da wir die Netz-Innentaschen gern für alles, was sonst lose rumfliegt, nutzen, könnten wir uns diese etwas größer und anders geschnitten vorstellen. Zwei links, zwei rechts jeweils im Kopfbereich wären perfekt. Da im Innenzelt oben einige Befestigungsschlaufen angebracht sind, haben wir daran ersatzweise ein Netz mit Innentaschen befestigt. Dieses konnten wir auch gleichzeitig als Wäscheleine nutzen. Der Eingang des Innenzelts ist im oberen Bereich mit einem großflächigen Moskitonetz ausgestattet, das bei Bedarf komplett verschlossen werden kann. Am Fußende ist ebenfalls ein Moskitonetz vorhanden, das sich öffnen lässt. Nur von hier aus ist die Bedienung des Lüfters im Außenzelt möglich.

Das Außenzelt des Antao III light HC verfügt über zwei verschließbare Belüftungsöffnungen. Dabei ist nur der Lüfter am Fußende zusätzlich mit einem Moskitonetz versehen. Die Belüftung auf der Apsis-Seite erfolgt durch Öffnen des oberen Bereichs des vorderen Zeltausgangs. Die Belüfter sind an der Vorderkante mit Kunststoff verstärkt, so dass diese selbstständig offen gehalten werden.
Das Tunnelzelt verfügt über zwei Eingänge: einen Eingang von der Seite und einen von vorn. Damit kann das Zelt immer so aufgestellt werden, dass ein Eingang zur windabgewandten Seite steht. Wenn die Abspannleinen angebracht sind, kann der Eingang nach vorne allerdings nur schwer genutzt werden.
Sämtliche Reißverschlüsse des Außen- und Innenzelts sind sehr leichtgängig. Am vorderen Ausgang ist das Ende des Reißverschlusses zusätzlich mit einem Klettverschluss gesichert. Leider hat dieser bei starkem Wind nicht gehalten und der Reißverschluss ist aufgegangen. Wir haben dann in der Folge den vorderen Eingang mit der angenähten Lasche immer zusätzlich am Hering befestigt.

Wir waren zu zweit eine knappe Woche auf der Fjällräven-Classic-Tour wandern und wir können sagen, dass wir mit dem Rejka Antao III light HC sehr zufrieden waren. Die 6 Nächte haben wir bei sehr wechselhaften Wetterbedingungen verbracht. Dabei hatten wir in jeder Nacht Regen und Wind in verschiedenen Stärken. Eine Nacht hatten wir Dauerregen und in dieser Nacht gab es in einigen anderen Zelten um uns herum Wassereinbrüche – wir dagegen lagen im Trockenen!
Allerdings hatten wir auch das Glück, dass wir den Auf- und Abbau immer im Trockenen durchführen konnten. Dies ist auch dem Umstand geschuldet, dass das Zelt bei geöffneten Eingängen und Lüftern sehr schnell abtrocknet.
Bei beidseitig geöffneten Lüftern hielt sich die Kondenzfeuchtigkeit in Grenzen. In der ersten Nacht hatten wir aufgrund des Windes nur den windabgewandten Lüfter geöffnet, in der Folge hatte sich sehr viel Kondenzfeuchtigkeit auf der Innenseite abgesetzt. Zu keiner Zeit hatten wir Probleme mit Feuchtigkeit im Innenzelt.
Durch den durchgängigen Zeltboden hatten wir keine Probleme mit der Feuchtigkeit von unten. Lediglich an einem sehr feuchten Zeltplatz spürten wir in der Apsis nach längerem Knien auf einer Stelle leichte Feuchtigkeit durchdringen. Im Innenzelt (hier war ja ein doppelter Boden) war der Boden absolut trocken.
Ganz besonders haben wir den Luxus genossen, überall sehr viel Platz zu haben. In der Apsis konnten wir sämtliche Gegenstände offen liegen lassen ohne ständig hin- und herräumen zu müssen. Im Innenzelt konnten wir auf dem Rücken ohne übertriebene Enge gemütlich liegen. Wir haben insbesondere den Luxus „Platz“ sehr genossen und dieser war uns das etwas höhere Gewicht dann auch Wert.
Die im Lieferumfang enthaltenen, 18 cm langen, sechskantigen Heringe waren insbesondere für das Gebiet der Fjäll absolut ausreichend. Lediglich 3 Heringe waren im Verlauf der Wanderung (bei 6maligem Aufbau) verbogen. Die Heringe sind ausreichend fest im Boden zu verankern, nur an wenigen Stellen mussten wir diese zusätzlich durch Steine beschweren.
Allerdings sind die beiliegenden Bänder zum Zusammenschnüren des Zeltes sehr kurz geraten. Gerade wenn das Zelt auf eine kurze Länge gepackt werden soll (so passt es besser in den Rucksack), wird der Durchmesser natürlich etwas größer. Bei 5 bis 10 cm längeren Bändern könnte man diese auch alleine verschnüren. So mussten wir immer zu zweit das Zelt entsprechend schnüren.

Wir haben das Rejka Antao III light HC als ein sehr geräumiges, robustes und bedienfreundliches Zelt zu schätzen gelernt. Für zwei Personen und einer Körpergröße von über 190 cm ist das Zelt hervorragend geeignet. Als 3-Personen-Zelt würden wir es nur zusammen mit einem Kind nutzen wollen.
Da unser Hauptaugenmerk auf der Größe des Raumes lag, halten wir das Verhältnis von Raum und Gewicht für in Ordnung. Der Preis für ein derart gut ausgestattetes, silikonbeschichtetes Zelt (wir haben zum empf. VK des Herstellers noch den Innenboden erhalten) ist sehr günstig. Die Ausstattung ist vollständig und die Heringe waren für unser Einsatzgebiet ausreichend.
Wir können das Zelt nur weiterempfehlen und freuen uns schon auf unsere nächste Wanderung.

Artikel: Antao III light HC
Rejka

Antao III light HC
499.95€

tapir store

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