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Willkommen im Altmühltal – ein erstes Resumee zur Testtour 2021

Willkommen im Altmühltal – ein erstes Resumee zur Testtour 2021

„Wenn einer eine Reise macht, dann kann er viel erzählen“. So auch wir tapire, die am ersten Oktoberwochenende im Altmühltal unterwegs waren. Das Tal in Franken ist ein perfektes Ziel für eine Testtour, in der sich alles rings ums Wandern dreht. Werfen wir also gemeinsam einen Blick in unser Tourtagebuch!

Die große Gruppe „Früher Vogel“ traf sich am Samstagmorgen gegen 7 auf dem Leipziger Hauptbahnhof, um sich komplett entspannt auf den Weg nach Franken zu machen. Zwar war es im Vorfeld der Tour, weil ziemlich kurzfristig, für unsere Orga-tapire etwas unentspannt, bei der Bahn das richtige Gruppenticket auszuwählen. Doch als dieser kleine Brocken aus dem Weg geschafft war, konnte die große Reise starten. Das zeitige Aufstehen führte bei einigen im Rudel zu anhaltenden Augenpflegemaßnahmen, unterstützt durch die im Vorfeld verteilten Kissen, Nackenhörnchen und Decken. Nach kurzem Aufenthalt in Nürnberg – gut, um mal tief ohne Maske durchzuatmen – ging es mit der Regionalbahn weiter, immer noch tiefenentspannt. Und auch hier nutzte der ein oder andere tapir die Zeit für ein kurzes Nickerchen.

Die kleine Gruppe „Früher Vogel kann uns mal“ kam dann nach Ladenschluss hinterher, auch wieder entspannt mit der Deutschen Bahn inklusive Aufenthalt in Nürnberg. Vom getanen Tagwerk im Laden waren die vier schon ziemlich müde und überlegten kurzzeitig, in Nürnberg zu bleiben und das Zelten Zelten sein zu lassen. Doch sie wussten, dass das Rudel am Feuer auf sie warten würden und bestiegen die Regionalbahn, die um diese Uhrzeit in jedem, wirklich jedem (!) kleinen Dorf Station machte. Um Viertel nach 11 waren die beiden Gruppen wieder glücklich vereint. Die Zelte standen bereits an der Altmühl und es dauerte nicht allzu lang, dass Nachtruhe einzog. Und Nebel aufzog.

Das Altmühltal hat eine lange, bewegte Geschichte. Neandertaler, Kelten und die alten Römer waren hier, dazu hatten auch die berühmten Pappenheimer hier ihre Heimat. Und nicht zu vergessen: Schon in der Jurazeit, als das Gebiet Teil einer Meereslandschaft war, herrschte hier anscheinend schon reges Leben, was die vielen Fossilienfunde bestätigen, darunter auch ein Original des seltenen Urvogels Archaeopteryx. Mehr als 800 verschiedene Fossilien wurden bis heute gefunden.

Wir haben uns also am Samstag nach dem Aussteigen aus der Bahn auf Spurensuche begeben. Einlaufen war für die erste Gruppe angesagt. Wir kennen das alle: Wenn man nach langer Pausenzeit mal wieder mit Gepäck losläuft, braucht es oft ein oder zwei Tage, bis sich alles eingespielt hat. Die Streckenführung machte Lust auf mehr, und ein Eis in der Mittagspause ließ sich keiner entgehen. Claus Eyrich kam uns auf halber Strecke entgegen und wanderte mit uns zurück bis zum Zeltplatz. Dort hatte er nicht nur Matthis Zelt schon mal deponiert, sondern auch ein paar kühle Getränke fürs Lagerfeuer. Nach dem leckeren Abendessen, für das sich immer zwei tapire zu einer Kochgemeinschaft zusammengefunden hatten, war der Tag noch nicht vorbei. Passend zum Thema Weitwandern und „Wie kann sich die Beinmuskultur schnell wieder regenerien?“ war Gabriel Vettermann von cep sports nach Solnhofen gekommen, im Gepäck für jeden tapir ein paar Kompressionsstrümpfe. Im Lagerfeuerschein gab es auch gleich noch die entsprechende Schulung dazu.

Ursprünglich war das Konzept für diese Testtour für das späte Frühjahr ausgelegt, mit schon wärmeren Nächten. Im Herbst noch ultraleicht unterwegs sein, geht, wenn man hinsichtlich Bequemlichkeit (zusätzliche Sitzgelegenheit), Essgenuß (Tütenessen vs Selbstkochen) und Schlafkomfort (Matte und Schlafsack) bereit ist, Kompromisse einzugehen. Diese Kompromissbereitschaft war im Rudel unterschiedlich ausgeprägt. Carsten als Orgachef ließ es sich nicht entgehen, die Rucksäcke am Sonntagmorgen und am Ende der Tour am Dienstagabend nachzuwiegen.

Es gibt einen eindeutigen Sieger – Trommelwirbel! -: Matti. Das hat sicherlich nicht nur mit seiner Körperlänge zu tun. Und auch nicht damit, dass sein Zelt von Claus Eyrich, dem Europa-Importeur von Slingfin direkt zum Zeltplatz gebracht worden war. Matthi und auch Rando, der Matthi dicht auf den Fersen war, sind privat viel mit kleinem und leichtem Gepäck zu Fuß unterwegs und haben das entsprechend optimierte Equipment bei sich daheim in der Ausrüstungstruhe.

Doch dazu an einer anderen Stelle zu einem späteren Zeitpunkt mehr!

… und malt die Blätter an. Das Altmühltal erwartete uns mit wunderschönen Herbsttagen mit viel Sonne, blauem Himmel und bunten Blättern an den Bäumen. Die Wege erwiesen sich als abwechslungsreich: von kleinen schmalen Pfaden bis hin zu Abschnitten, die entlang der Radwege verlaufen. Dabei ging es dann doch mehr auf und ab, als sich der ein oder die andere ursprünglich vielleicht vorgestellt hatte. Wir waren ja bekanntermaßen auf dem Panoramaweg unterwegs und von wo kann man besser die Aussicht auf das vorhandene Panorama genießen, als von ausgesetzten Höhenlagen? Und zu diesen muss man erstmal bergansteigend kommen.

Diejenigen unter uns, die aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht ganz so gut zu Fuß waren, hofften darauf, dass sich die avisierten 30 km für die zweite Tagesetappe in Luft auflösen würden. Wobei allen klar war, dass Beamen keine Alternative sein konnte. Mist!? Alles Käse, denn es war wieder einmal Verlass auf unsere Orgatapire, die dank langjähriger Erfahrung das Rudel und seine Befindlichkeiten ziemlich gut einschätzen können.

Nach dem Gruppenfoto am (symbolischen) Fundort des Archaeopteryx drückten Carsten und Sandra etwas auf die Tube. In Dolnstein erwarteten uns dann 6 Boote. Paddeln war für die nächsten Kilometer angesagt. So nice! Und ziemlich entspannend.

In Eichstätt angekommen stellten wir wieder auf einem Rastplatz unsere Zelte auf, ein kleines Quiz am Feuer mit Wissensaufgaben vom tttkkt (tapirTestTourKulturKompetenzTeam) beendete den zweiten Abend.

Vor Tourbeginn war für den Montag Regen angesagt, doch die Regenfront ließ sich ziemlich viel Zeit. Anscheinend hatte das wohl Petrus für sich und damit auch für uns so beschlossen. Die Leitung nach oben hat gut funktioniert, auch ohne dass wir die viel gerühmten Wolkenwegschiebstangen im Gepäck hatten. Ging ja auch nicht, wir wollten ja mit leichtem Gepäck unterwegs sein. Dank Petrus‘ Einsicht konnten wir sogar noch im Trockenen abends die Zelte aufbauen und selbst ein Lagerfeuer war noch drin.

Doch ich springe schon wieder: Weiter in der chronologischen Reihenfolge!

Ein Stück unseres Weges am dritten Tag legten wir mit dem Rufbus zurück, was auch mit 18 tapiren ziemlich gut funktioniert hat. Im Anschluss ging es wieder bergauf und bergab bis nach Kipfenberg. Die letzten Testsachen wurden noch einmal gründlich unter die Lupe genommen und im Detail fotografiert, die internen Teamaufgaben, die das tttkk-Team an jeden einzelnen individualisiert gestellt hatte, mussten noch gelöst werden. Mit einem Feuer und einsetzendem Regen endete der letzte Abend.

Am Dienstag durften wir noch bis Kinding laufen, wo es bei leckerem fränkischen Essen noch eine erste Auswertungsrunde gab, bevor wir wieder in den Zug zurück nach Leipzig stiegen. Und wir alle wissen: Bahnfahren ist immer ein kleines Abenteuer. Wir hatten Plätze reserviert, doch da die Bahn einen Ersatzzug einsetzen musste, waren alle Reservierungen hinfällig. Unsere Platznummern gab es nicht mal im Waggon. Also mischten wir uns unter die Mitreisenden, denen es ähnlich wie uns erging, entschuldigten uns bei den unmittelbar neben uns Sitzenden für unser rauchiges Eau de toilette und rollten entspannt nach Hause. Als verantwortungsvolle tapire ging es noch schnell auf dem tapir-Zeltplatz, um die Zelte zum Trocknen aufzubauen. Und da war die Tour auch schon wieder zu ENDE. Schade, denn wir waren gerade so richtig im Flow.

Wer uns schon länger kennt, weiß, dass jetzt unsere Köpfe rauchen über den anstehenden Testberichten. Und dass wir uns schon auf 2022 freuen, wenn es wieder heißt: tapire on tour! Ach ja, und hier kommen noch ein paar Bilder:

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