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Teaserbild: Testbericht: Auf Radtour unterwegs in Estland mit dem Tropicana-Schlafsack von Highlight

Testbericht: Auf Radtour unterwegs in Estland mit dem Tropicana-Schlafsack von Highlight

Der Herbst hat in Europa Einzug gehalten und die Berichte der Sommer-Testteams kommen so nach und nach im tapir an. So auch ein interessanter Erfahrungsbericht von Sandra und Felix. Sie berichten über ihre durchaus unterschiedlichen nächtlichen Schlaferlebnisse mit dem Tropicana-Schlafsack von Highlight.

Auch wenn immer wieder zu hören ist, dass bei Radreisen Gepäckmaße und -masse keine so große Rolle spielen, übte der Highlight Tropicana mit einem Gewicht vom knapp 500 Gramm und dem Packmaß einer Honigmelone einen starken Reiz auf uns aus, sodass wir uns entschlossen, ihn an unserer vierwöchigen Radtour durch Estland teilhaben zu lassen. Getestet wurde der Tropicana von Mitte August bis Mitte September bei Nachttemperaturen zwischen 5 und 18 Grad Celsius, meistens in Verbindung mit einer Thermarest ProLite Plus im Zweipersonenzelt.

Packmaße, Handhabung, Liegegefühl
Mit einem Packmaß von 29*16 cm passt der Highlight Tropicana fast schon in die Lenkertasche und fällt mit einem halben Kilo auch sonst kaum ins Gewicht. 210 Gramm hochwertige Gänsedaune und sehr angenehme Materialien sorgen für einen hohen Kuschelfaktor. Sowohl Reißverschluss als auch Kapuze lassen sich sehr gut bedienen. Die Konturkapuze passte sich sehr gut dem Kopf an und verrutscht auch beim Umdrehen nicht. Der Zweiwegereißverschluss ist mit einer dünnen Abdeckleiste hinterlegt, läuft einwandfrei ohne Hängen und lässt sich am Kopfende in einer Zippergarage parken, um nicht im Gesicht zu kratzen. Zwei Dinge sind am Reißverschluss aufgefallen: er ist nur von außen bedienbar und er lässt sich nicht komplett öffnen, sodass der Tropicana nicht mit anderen Schlafsäcken gekoppelt werden kann.


Robustheit, Langlebigkeit:
Im Allgemeinen wirkt der Schlafsack recht zart und wenig robust, was bei Radreisen mit Zeltübernachtung nicht unbedingt ein Problem darstellt. Ob er sich für „richtige“ Freiübernachtungen (beispielsweise in sandigen Boofen) eignet, ist fraglich. Nach den vier Wochen sind leider bereits kleinere Materialmängel, wie das Aufdresseln am Kapuzengummizugtunnel und eine einzelne sich öffnende Nahtstelle aufgefallen. Über den gesamten Zeitraum konnten wir vielleicht vier Daunen beobachten, die aus dem Sack flüchten wollten.

Temperatur-Empfinden:  Testzeit Sandra (leider nur eine Woche von vier, danach wurde es ihr zu kalt)
Bis zu einer Temperatur von 12 Grad habe ich mit geschlossenem Reißverschluss und Kapuze angenehm geschlafen. Bei 10 Grad und weniger wurde es vor allem im Rücken kühl, wenn ich auf der Seite gelegen habe, sodass Felix ab hier übernehmen durfte.

Temperatur-Empfinden: Testzeit Felix (die restlichen drei Wochen)
Bis ca. 6 Grad konnte ich sehr gut schlafen, ich habe allerdings die gesamte Zeit ein Seideninlett benutzt und im unteren Temperaturbereich Wollsocken getragen. Auch in Seitenlage habe ich nicht gefroren. Warum es in Seitenlage im Grenzbereich am Rücken kalt wird, lässt sich feststellen, wenn man den Tropicana gegen das Licht hält: auch bei hochwertigen 820 cuin – Daunen reichen 210 Gramm nicht aus, um eine durchgängige Isolationsschicht aufzubauen. Da es sich aber auch um einen ausgewiesenen Sommerschlafsack handelt, würde ich diesen Punkt nicht negativ bewerten.


Fazit
Ein sehr kleiner und leichter Schlafsack, der wirklich kaum ins Gewicht fällt und trotzdem für kuschelig-weiche Nächte sorgt. Leider kommt er für uns nicht in Frage, da er mir (Sandra) bereits im September zu kalt ist. Zusammen mit der Tatsache, dass die Außenhülle nicht regengeeignet ist und wenig robust erscheint, macht ihn das für uns zu wenig flexibel einsetzbar. Als reiner Sommerschlafsack für Nachttemperaturen über 10 Grad ist der Tropicana allerdings ein Traum.

tapir-Testteam:  Sandra und Felix

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