Reisezeit
Wir sind im März und April gereist, also während der Regenzeit. Dennoch hatten wir in vier Wochen keinen einzigen Regenschauer. Besonders für Tierbeobachtungen werden dennoch eher die Monate während der Trockenzeit empfohlen.
Anreise und Visum
Die Anreise erfolgt fast ausschließlich per Flug in die Hauptstädte Lusaka oder Lilongwe. Ein Visum brauchen deutsche Staatsbürger:innen innerhalb der ersten 30 Tage nicht. Dennoch sollte man auf die örtlichen Einfuhrbestimmungen achten und benötigt einen Reisepass.
Geld
Bezahlt wird in beiden Ländern mit dem Kwacha. In Sambia ist es der sambische Kwacha (aktuell ca. 1 Euro = 30 kw). Dieser ist eine verhältnismäßig stabile Währung und kann eigentlich an jedem ATM abgehoben werden. Bei uns lag die Grenze je nach Kurs meist bei 2.000 kw. In Malawi bezahlt man mit dem malawischen Kwacha. Sein Kurs schwankt sehr stark. Aktuell bekommt man ungefähr 1.900 kw für einen Euro. Auch wegen der wirtschaftlichen Lage bevorzugen es besonders Lodges, wenn man in US-Dollar zahlt. Kartenzahlung ist selten möglich.
Die Lebenshaltungskosten sind sehr viel geringer als in Deutschland. Importwaren dagegen (z. B. Käse, Sonnencreme, Kosmetik oder Schokolade) kosten allerdings gern mal das Dreifache! Um dort Geld zu sparen, kann man gut auf die Wochenmärkte gehen oder am Straßenrand einkaufen. Unterkünfte variieren auch zwischen 3,50 Euro pro Nacht für einen staubigen Zeltplatz bis zu 20 Dollar für einen Stellplatz auf einer Wiese oder 120 Dollar pro Nacht für ein schickes Doppelzimmer. Ein Bett im Schlafsaal kostete meist gleichbleibend zwischen 15 und 25 Dollar pro Nacht.
Verkehrsmittel sind aufgrund des teuren Sprits oft ähnlich teuer wie in europäischen Ländern.
Verkehr und Fortbewegung vor Ort
Der Transport vor Ort kann manchmal durchaus etwas spektakulär ausfallen. Es herrscht Linksverkehr und besonders in Malawi gibt es nur wenige Straßen. Nicht selten sind die Straßen von provisorischen Brücken, Flüssen oder Schlaglöchern gezeichnet. In den größeren Städten kommt es während der Stoßzeiten zu langen Staus. Aus Sicherheitsgründen wurde uns auch mehrmals empfohlen, nicht während der Dunkelheit zu fahren. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind relativ einfach ausfindig zu machen. Für weitere Strecken bietet es sich an, auf den örtlichen Busplatz zu gehen oder die Anwohner zu fragen. Meistens fährt täglich ein Bus in die nächstgrößere Stadt. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass die Fahrten oft sehr viel länger dauern, als es vorher angesagt wurde. Unfälle und Polizeikontrollen gehören einfach dazu und auch die Straßenbeschaffenheit trägt ihr Übriges bei. Auch, was den Zustand der Fahrzeuge angeht, sollte man nicht allzu wählerisch sein. In Malawi sind besonders Kleinbusse und Taxis weit verbreitet. Dort sitzt man dann zu viert, mit einem fremden Baby auf dem Schoß, auf drei Sitzplätzen verteilt. Das Gepäck wird meistens hinten auf den Bus geschnürt. Innerhalb der Großstädte ist es empfehlenswert, sich einige Nummern von Taxifahrern geben zu lassen. In Lusaka kann man recht einfach die App „Yango“ nutzen – sie ist sowas wie das sambische Uber. Wer ein Abenteuer erleben will, kann sich auch gerne am Malawisee an den Fahrradtaxis probieren. Man hat uns versichert, dass diese sogar alle registriert wären und ein eigenes Nummernschild hätten. Mopeds, kleinere PKWs und eine Fähre über den Malawisee stehen auch zur Verfügung, sollten aber auch am besten vorher gebucht und erfragt werden.
Tipp für Selbstfahrer: Sollte ein grüner Ast, Laub oder Gräser auf der Straße liegen, ist das meist als eine Art Warndreieck zu verstehen für ein liegengebliebenes Fahrzeug, ein besonders großes Schlagloch oder eine Überschwemmung – lieber vorsichtig vorbeifahren.
Unterkunft
Die Auswahl an Lodges ist oft nicht groß. Da wir mit unserem Zelt gereist sind, konnten wir oft auch in teuren Lodges für kleines Geld übernachten. Dennoch sind besonders am Malawisee die touristischen Ziele oft sehr gut ausgestattet und bieten teils fast luxuriöse Schlafmöglichkeiten an. Gebucht wird fast immer vor Ort oder per Telefon.
Meine Empfehlungen:
- Monkey Bay: Mufasa Eco Lodge
- Cape MacLear: Domwe Island/ Kayak Africa
- Nkhudzi Beach: Nkhudzi Beach Lodge
- Nkhata Bay: Butterfly Space
- South Luangwa National Park: Track and Trail River Camp
Sprache
Sowohl in Sambia als auch in Malawi ist Englisch die Amtssprache.
Vorabrecherche
Tja, das ist gar nicht so einfach … Tatsächlich haben wir vorher besonders die Websites der Nationalparks gewälzt. Ansonsten sollte man sich vorher noch über die örtlichen Reiseimpfungen informieren, da es zum Beispiel letztes Jahr einen größeren Cholera-Ausbruch gegeben hat. Ansonsten sind die Informationen eher spärlich gesät und entstehen vor Ort!
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