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Reisebericht: Kasachstan – Abenteuer rund um Almaty

Reisebericht: Kasachstan – Abenteuer rund um Almaty

In meinem ersten Kasachstan-Bericht vom Dezember 2024 habe ich Almaty, die kunterbunte, ehemalige Hauptstadt Kasachstans, schon etwas näher beschrieben. Die Besonderheit und wahrscheinlich auch Einzigartigkeit dieser Millionenstadt ist die Lage unmittelbar am Fuße des unendlich erscheinenden Gebirgsareals Tian Shan, das sich über China, Kasachstan, Kirgisistan, Usbekistan und Tadschikistan erstreckt und in der Wüste Gobi endet. Der höchste Berg – Pik Pobedy (Gipfel des Sieges) mit seinen 7.439 Metern – war ein (meist unerfüllter) Traum vieler sowjetischer Alpinisten. Das Gebirge beherbergt unzählige gigantische Gletscher, hier entspringen wasserreiche Flüsse (unter anderem der berühmt-berüchtigte Syrdarja, dessen landwirtschaftliche Übernutzung zum Austrocknen des Aralsees geführt hat) und auch aus historischer Sicht ist diese Region eine Fundgrube, die voll ist mit über tausend Jahre alten Sagen, Legenden und Erzählungen. Ich bin überglücklich, für zwei Wochen ein Teil dieses atemberaubenden Ortes sein zu dürfen.

Die alpine Spielwiese rund um Almaty lässt sich buchstäblich mit einem Stadtbus erreichen und direkt von der Haltestelle aus erkunden. Von Tagesausflügen bis hin zu wochen- und monatelangen Touren ist alles möglich – und das rund um das Jahr. Als Ausflugsziel ist die Gegend sehr beliebt bei der einheimischen Bevölkerung, doch mit jedem Höhenmeter nimmt die Anzahl der Besucher merklich ab, sodass man selbst in der Hochsaison seine absolute Einsamkeit genießen kann. Und genau davor warnt unser geschätzter Guide Vadym, denn das Risiko und die Abgeschiedenheit werden von sehr vielen – auch erfahrenen – Touristen unterschätzt und es werden jedes Jahr Dutzende von Ihnen von Schneestürmen, Regengüssen, Gewittern und Lawinen für immer verschlungen. Wie unberechenbar und gnadenlos das Wetter hier sein kann, habe ich bereits im ersten Bericht geschildert. Für unerfahrene Alpinisten, die mit den klimatischen „Spezialitäten“ der Region nicht vertraut sind, empfiehlt sich daher unbedingt ein ortskundiger Guide.

Neben den atemberaubenden, sauerstoffarmen Berglandschaften mit (hoffentlich ewigen) Gletschern, wo die Zeit stehen bleibt und es so still ist, dass man eigenes Blut durch die Adern rauschen hört, gibt es aber auch Kontrastprogramm mit trockenen, von Drachen bewohnten Canyons mit knackigen 40 Grad im Schatten und reißenden, eiskalten Flüssen, wo sich Adrenalinjunkies bei Rafting & Co. austoben können. Abgerundet wird das Ganze noch mit einem kunterbunten ethno-esoterisch angehauchten Outdoorfestival mitten in den Bergen, wo jeder nach alternativen Lebensarten Suchende fündig wird. Wir stürzen uns ins Abenteuer und werden Tag für Tag mit neuen Erfahrungen und Glücksmomenten beschert.

Die Stadt ist in sogenannte Mikrorajoni (Mikrosiedlungen) aufgeteilt, die Straßen sind wie ein kariertes Blatt Papier senkrecht zueinander angeordnet. Im älteren Stadtteil gibt es kaum Häuser, die mehr als drei Stockwerke haben. Der Grund für diese recht übersichtliche Architektur ist die Lage der Stadt im Tal. Gerade und sehr breite Straßenzüge sowie niedrige Bebauung sollen dafür sorgen, dass der Smog und die Hitze im Sommer schnell entweichen können. Außerdem sind diese älteren Stadtteile sehr grün und bieten selbst im Hochsommer reichlich schattige Plätze. Wir haben den Eindruck, dass diese architektonische Idee ganz gut funktioniert. Anders sieht es in moderneren Teilen der Stadt aus, die teils erst im 21. Jahrhundert entstanden sind. Hier kann man sich im Labyrinth aus Wolkenkratzern und hochmodernen Office-Bunkern verirren und Unmengen an Geld für Flat White Coffee und Spicy Tuna Roll ausgeben. Hier zeigt Kasachstan gern, welche Rolle das Land in der globalen Schatztruhe der geologischen Ressourcen spielt. Interessant anzusehen, doch uns zieht es doch wieder in die älteren Stadtteile zurück.

Es gibt sehr viele gute Outdoorläden, die neben den weltbekannten Marken auch heimische Outdoornahrung in Bio-Qualität anbieten. Die Preise sind etwas höher als in Deutschland, es gibt aber auch durchaus gute und hochwertige Produkte aus Kasachstan oder dem großen Nachbarland China.

Ein absolutes Muss bei der Stadtbesichtigung ist die Banja Arasan, ein riesiger Saunakomplex, erbaut 1982 in einem großzügigen, orientalischen Stil. Hier wird, getrennt nach Geschlechtern, sauniert, sich mit Birkenzweigen ausgepeitscht, geschlemmt und gebadet und hier lassen wir nach unserer mehrtägigen Bergtour unsere müden Muskeln wieder Energie tanken.

In der Stadt ist es Mitte Juli unglaublich heiß und stickig. Unser Guide Vadym muss ein paar Sachen erledigen und „überlässt“ uns seinem Kumpel Almas, einem weit über zwei Meter großen, drahtigen Riesen, der Weltmeister in Rafting ist und als „Hobby“ eine Wildwasserschule am Fluss Schilik betreibt. Meine Freundin, Frau von Vadym, begleitet uns zu diesem Abenteuer. Auf der 1,5-stündigen Autofahrt haben wir genug Zeit, um über alte Zeiten zu schwatzen und uns über Stories aus der Teeniezeit schlapp zu lachen. Am Fluss angekommen, gibt es eine lockere Kennenlernrunde (wir sind ca. 10 Personen im Raft), Almas macht eine professionelle Einführung und zeigt uns die nötigen Moves, damit wir auch heile und sicher am Ziel ankommen. Aber was soll uns schon mit einem Weltmeister passieren!? Der Abschnitt hat Wildwasserstufe 3 und sieht recht harmlos aus. Mit einem Begleitfahrzeug werden wir zum Einsatzort transportiert, tragen das Boot zur Einsatzstelle und begeben uns vertrauensvoll in die eiskalten Wellen des Schilik. Nach ein paar scharfen Kurven, einer Hängebrücke (Köpfe runter!) und dem einen oder anderen Tropfen landen wir kreischend vor Freude und Aufregung wie bei einem Kindergartenausflug am Ziel. Das Ganze wird noch einige Male wiederholt und mit einem gemeinsamen Picknick am Fluss abgerundet. Auf der Rückfahrt in die Stadt sind wir leicht erschöpft und total happy, beobachten freilaufende, wilde Esel in der kargen, trockenen Landschaft und dösen vor uns hin. Das ganze Abenteuer kostet uns inkl. Transport und erstklassiger Begleitung von Almas schlappe 100,- €. Was will man mehr?

Unser Guide Vadym ist mit seinen knapp 60 Jahren nicht nur ein absolut krasser und unkaputtbarer Extremsportler, sondern auch ein total witziger, lockerer und sehr vielseitiger Zeitgenosse, weswegen er nicht nur bei sportlichen, sondern auch bei kulturellen Veranstaltungen ein gern gesehener Gast und Moderator ist. So ist er z. B. ein Mitbegründer und seit Jahrzehnten auch ein „Stammpersonal“ von dem mittlerweile sehr populären Outdoorfestival Foure, welches jedes Jahr in den Bergen stattfindet. Zum Glück fällt die Veranstaltung genau in der Zeit unseres Besuches und so landen wir ganz schnell auf der VIP-Liste als Begleitpersonal von Vadym. Mit den Eindrücken der nächsten zwei Tage könnte ich locker ein Buch füllen. Eine riesige Spielwiese mit diversen Arealen, wo man sich spirituell, geistig, musikalisch, kulinarisch, sprachlich und sportlich durch die angebotenen,  offenen Workshops inspirieren lassen kann. Und wenn man eine Pause davon braucht: einfach in die nächste freie Hängematte schlüpfen und die Seele baumeln lassen. Oder die unfassbar leckeren Köstlichkeiten in der Food Area mampfen (übrigens überwiegend vegan). Oder in den direkt am Fluss provisorisch gebauten Saunas in das eine oder andere Banja-Ritual eintauchen. Oder durch die Stände der Handwerker schlendern und sich mit selbstgemachten einzigartigen Schmuckstücken, Kleidung, Räucherware und, und, und … eindecken. Mein auf 20 kg limitierter Rucksack für den Rückflug war Fluch und Segen zugleich.
Am zweiten Tag hält Vadym einen Vortrag über alpine Gefahren und Risiken und abends gibt es im Filmzelt einen großartigen Film seiner Produktion und sogar mit ihm in der Hauptrolle Es geht um den Versuch von fünf erfahrenen Alpinisten aus Almaty, eine alte, zu Sowjetzeiten sehr beliebte Route zwischen Kasachstan und Kirgistan wiederzubeleben und die in den letzten Jahren nach dem Zerfall der Sowjetunion entstandenen, unüberwindbaren bürokratischen Barrieren zu brechen. Einen Link zum Video gibt es weiter unten.
Nach interessanten Anregungen und Diskussionen und in einer warmherzigen Umgebung aus freilebenden, ihren Alltag selbstbestimmenden Sportlern und Lebenskünstlern müssen wir leider schweren Herzens dieses kleine Paradies kurz vor Mitternacht verlassen und stampfen Richtung Bus, der uns dann wieder in einigen Stunden Fahrt in die Stadt bringt. Wir sind total k.o. und überfüllt von tollen Eindrücken und Erlebnissen und fallen hundemüde ins Bett.

Wenn man im Internet unbedarft nach Kasachstan googelt, kommt in den Top 10 der Scharyn-Nationalpark vor. Und nein, es handelt sich nicht zufälligerweise um den Grand Canyon in den USA, das ist schon etwas Lokales, aber eben – oder deswegen – auf der globalen Bühne der Weltschönheiten total unbekannt. Wir fragen unseren Superman Vadym ganz schüchtern, ob es evtl. möglich wäre, über den Besuch dieses Ortes mal nachzudenken. „Hm“, sagt er. „Ist ganz schön weit“, sagt er. „Ist ganz schön heiß“, sagt er, „und weitläufig. Aber auch spannend.“ Er könnte da jemanden fragen. Wir suchen parallel nach einem Mietauto in Almaty, um zur Not auch allein hinfahren zu können. Entweder liegt es an meinen doch etwas eingerosteten Sprachkenntnissen oder es gibt tatsächlich nicht so viele Nuancen zum Thema KFZ-Versicherung. Jedenfalls erscheinen mir die Bedingungen zum Automieten nicht so transparent und der Preis ist auch ziemlich sportlich (ca. 200 €/Tag). In der Zeit organisiert Vadym mit ein paar Anrufen einen Guide Alexander, der aufgrund der aktuellen Ereignisse in seinem Heimatland Russland übergangsweise in Kasachstan lebt und sich genau für diese Region als Guide ausgebildet hat. Er holt uns gefühlt mitten in der Nacht mit seinem PKW ab und wir düsen zusammen mit Vadym los. Unterwegs gibt es unzählige Stopps mit frischem Kaffee zum Munterwerden, die beiden unterhalten sich sehr aufgeregt über die geologischen und auch ethnischen Hintergründe dieses Ortes, ich komme mit dem Übersetzen für meinen Mann kaum hinterher und dabei fällt uns auf, wie extrem sich die Landschaft außerhalb des Autos verändert. Die dramatische Bergkulisse um Almaty wechselt zu einer saftig grünen Hügellandschaft und dann wechseln die Farben von Gold zu Feuerorange. Es wird immer flacher und wilder. Und mittendrin in dieser unendlichen Steppe liegt unsere Straße wie eine gerade Schnur. Hunderte Kilometer lang. Kaum aus der Stadt raus, sind wir wieder in einem Kopfkino angekommen.
Unterwegs halten wir noch in ein paar Uiguren-Siedlungen an und decken uns mit Proviant ein – es gibt am Feuer frischgebackene Fladenbrote mit Zwiebeln und andere deftige Leckereien. Leider passt das Essensangebot so gar nicht zu den 40 °C Außentemperatur, 100 kg Crushed Ice wären mir lieber. Nach ca. drei Stunden Autofahrt sind wir am Ziel angekommen.
Der 2004 gegründete Nationalpark ist ca. 200 km östlich von Almaty gelegen, von dort ist es nur ein Katzensprung zur chinesischen oder kirgisischen Grenze. Die Straße ist top und sehr einsam (also vorher ordentlich tanken). Das Infozentrum wirkt sehr minimalistisch und geschmackvoll eingerichtet, kühler, grüner Eistee im Kühlschrank, schöne geologische Mitbringsel aus dem Giftshop, interessante Literatur zu Geologie und Geschichte – wir sind schon am Anfang des Trips sehr beeindruckt.
Der Eintritt kostet ca. 10,- € und es gibt einen sehr dezenten Hinweis, dass man die offiziellen Wege nicht verlassen sollte. Aber alles kann, nichts muss. Sehr sympathisch. Alexander erzählt gleich, dass er die meisten Routen, unter anderem auch Kletterrouten, selbst im Auftrag des Nationalparks gelegt hat und die meisten von ihnen aufgrund der Faulheit der Touristen nicht mehr genutzt und deswegen stillgelegt wurden. Sie sind aber immer noch begehbar. Er fragt uns, ob wir das nicht nutzen wollten? Kann man denn im Leben noch mehr erwarten?!?
Wir nehmen die kaum erkennbaren Abzweige entlang der offiziellen Routen und begeben uns schnell in die unzähligen Schluchten und Schleichwege dieses unendlichen Labyrinths. Alexander ist auch eine wandernde Schatztruhe voll mit Wissen rund um Geologie, Geschichte, klimatische Besonderheiten, Flora und Fauna dieser Region und teilt sein Wissen gerne mit uns, während wir aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Nach wenigen Stunden werden auch Seile und Karabiner ausgepackt und wir können tatsächlich ein paar Routen klettern!
Um die Mittagszeit ist die Hitze unerträglich und in der Sonne kaum auszuhalten. Wir haben nach der Anweisung von Alexander 3 Liter Wasser pro Person eingefroren (!) und als Eisklumpen in Plastikflaschen mitgenommen. Nach wenigen Stunden ist aus Eis lauwarmes Wasser geworden. Und wenige hundert Meter weiter unten in der Schlucht kämpft sich der eiskalte Scharyn durch die Felslabyrinthen seinen Weg frei. Doch nicht die Hitze verschlägt uns oben auf den Gipfeln den Atem, sondern die unendliche Weite dieses Canyons und die Erkenntnis, wie klein und kurzweilig unsere Existenz hier ist. Hin und wieder treffen wir auf unserer Wanderung auf Reste von versteinerten Bäumen, die über 1.000 Jahre alt sind. Sind wir denn wirklich immer noch im 21. Jahrhundert?
Hier sind sehr viele sehr seltene Tierarten heimisch wie Wildkatze, Manul, verirrte Kamele und unzählige Nagetiere. Bei der Hitze sind sie aus ihren kühlen Verstecken nicht herauszulocken. Nur hin und wieder zu findende Häufchen liefern den Beweis dafür, dass wir nicht ganz allein sind.
Nachmittags kommen wir wieder am Infopoint an und überfallen den Kühlschrank. Langsam macht sich auch der Hunger bemerkbar, denn in der Hitze haben wir keinen Bissen untergekriegt. Alexander schwärmt von einem uigurischen Imbiss auf dem Rückweg und den steuern wir sabbernd an. Dort angekommen schlagen wir uns die Bäuche mit dampfenden, frisch gerollten Nudeln mit Unmengen an Lammfleisch und köstlichsten Gewürzen voll. Was für ein Festmahl! Wir kommen hundemüde in der City an, nehmen Abschied von unserem Alexander, den wir in den letzten zwölf Stunden in unsere Herzen geschlossen haben, und genießen den Blick über die Berge aus unserem Küchenfenster.

Wenn ich die Reise in fünf Worte fassen würde: bunt, abenteuerlich, wild, erfrischend, überraschend. In zwei Wochen haben wir kaum jemals mehr Kontraste und Ebenteuer erlebt als in und um Almaty. Wenn das jemand nachmachen möchte oder Fragen hat, kann mich gern über die Redaktion anschreiben.

Anreise

Die Anreise ist unkompliziert: entweder mit Umstieg in Istanbul oder Direktflug von Frankfurt/ Main. Als Deutscher benötigt man unter 30 Tagen Aufenthalt kein Visum und keine sonstigen Anmeldungen. Kasachstan gilt als sicheres Reiseland; nur in der Großstadt sollte man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachten und nicht mit dem offenen Geldbeutel herumlaufen 🙂

Wetter

Während es in den Bergen auch im Hochsommer kalt, nass und stürmisch sein kann, ist es in der Stadt und bei den o. g. Aktivitäten unfassbar heiß. Bis zu 40 °C und kein Wind – hier braucht es also statt Regenponcho und trockener Wechselsachen unbedingt Sunblocker und Unmengen an Wasser! Je weiter man sich von der Stadt entfernt, desto weniger Möglichkeiten gibt es, Wasser aufzufüllen oder zu kaufen. Deswegen gilt hier das Motto: Lieber warmes Wasser als gar keins.

Transport

Die öffentlichen Transportmittel funktionieren wunderbar. Es gibt eine 2016 erbaute Metro (sehr angenehm kühl im Hochsommer), Busse, Straßenbahnen… Bei längeren Strecken haben wir uns meist für ein Taxi entscheiden, was in Almaty dank der Yandex-App einwandfrei funktioniert. Bezahlung erfolgt mit Kreditkarte und die Preise sind sehr niedrig.
Ein Auto zu mieten, ist uns tatsächlich nicht gelungen. Die Mietpreise sind sehr hoch (über 100 €/ Tag) und die Versicherungsbedingungen nicht transparent. Man sucht sich lieber einen Guide mit einem PKW.

Geld und Kosten

Ich habe selten im Ausland mit so wenig Aufwand Geld abgehoben oder damit bezahlt. Man kann quasi überall mit Kreditkarte bezahlen oder Geld abheben. Kasachen nutzen ein eigenes Bezahlsystem mit QR-Code, dafür benötigt man aber eine spezielle App der kasachischen Bank. Sogar Bettler oder Straßenmusiker nutzen den QR-Code (das ist kein Witz!). Man kommt aber, wie gesagt, auch ohne wunderbar zurecht und ohne zusätzliche Gebühren.

Kulinarisches

Supermärkte sind recht teuer (manchmal sogar teurer als in Deutschland), dafür gibt es aber in jedem Stadtviertel Wochenmärkte, wo man frische Waren (frisches Brot direkt aus dem Ofen, frisch gefangene Fische, frisch geerntetes Obst und Gemüse) für sehr wenig Geld und in guter Qualität bekommt. Die Stimmung ist hier unvergesslich, sehr herzlich und man bekommt immer genug Essen zum Probieren 🙂

Kasachen lieben leckeres Essen. Noch mehr als das, lieben sie es, ihre hochgeschätzten Gäste zu mästen. Sobald sie mitbekommen, dass sie weitgereiste Gäste aus Deutschland am Tisch haben, werden ganz viele Extras serviert und die Portionen scheinen noch riesiger zu sein als sonst. Es gibt neben der heimischen, unverschämt leckeren Küche Köstlichkeiten aus der ganzen Welt. Unsere absoluten Highlights der heimischen Küche sind Plov (Reisgericht mit Lammfleisch und Gewürzen), Baursaki (heißgebackene Teigklößchen), Schaschlick (natürlich aus Lamm) und Manti (im Dampf gekochte Teigtaschen mit diversen Füllungen).

Übernachten

Ferienwohnungen sind recht günstig, zwischen 30 und 50 €/Nacht bekommt man gut ausgestattete Ferienwohnungen, ob direkt am Flughafen oder in der Innenstadt. Wir haben über booking.com gebucht.

Sprache

Das Thema kann ich tatsächlich schwer einschätzen, da ich natürlich ausschließlich auf Russisch kommuniziert habe. Mein Mann ist mit Englisch recht gut zurechtgekommen. Ich weiß aber von unserem Guide, dass übliche Übersetzungsprogramme sehr beliebt sind und auch problemlos genutzt werden können. Ich würde aber nicht davon ausgehen, dass alle problemlos Englisch sprechen. Almaty ist eine Millionenstadt und sehr modern. Hier gibt es tatsächlich recht viele Ausländer aus der ganzen Welt, man ist also als Deutscher kein Alien 🙂

  • Rafting: Hier wird eigentlich alles zur Verfügung gestellt – Weste, Neoprenanzug, Helm … Sonnencreme und Wasser sollte man grundsätzliche immer dabei haben.
  • Canyon: Wasser, Wasser und nochmal Wasser. Danach kommen Sonnenbrille, Sonnencreme und Kopfbedeckung. Leichte, langärmlige Kleidung und festes Schuhwerk sind auch empfehlenswert.
  • Festival: Hier gibt es keine festen Unterkünfte, also alles fürs Zelten einpacken. Es gibt sehr leckere Spezialitäten zum angenehmen Preis, Bezahlung war hier in der Regel nur in bar.
  • Wer einen tollen Guide sucht: Ich kann unseren Vadym wärmstens empfehlen! Kontakt könnt ihr über seine Seite www.demal.kz aufnehmen
  • www.visitalmaty.kz: offizielle Internetseite der Stadt mit sehr vielen Tipps, mit Wanderrouten-Vorschlägen und sonstigen Ausflug-Tipps – auch auf Englisch verfügbar.
  • Vadyms Film „This is the way“ (für Russischversierte – Untertitel gibt es im Moment nur in dieser Sprache): https://www.youtube.com/watch?v=ACvL7HMS9CI

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