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Teaserbild: Home of the tapir

Home of the tapir

Home of the tapir

Herbst 2004. Von Argentinien aus ging es mit der Fähre nach Uruguay. Erste Station war das Buenos Aires am Río de la Plata direkt gegenüberliegende Kolonialstädtchen Colonia. Dann weiter in die Hauptstadt Montevideo. Ausgangspunkt für Abstecher nach Paraguay war die südbrasilianische Stadt Foz do Iguaçu. Von dort aus habe ich Ciudad del Este und Umgebung sowie Asunción erkundet.

Warum URUGUAY/PARAGUAY

Mal ehrlich: niemand würde einen teuren und langen Flug in Kauf nehmen, nur um ausschließlich nach Uruguay oder Paraguay zu reisen. Dafür können beide Länder, was Attraktionen betrifft, nicht mit ihren großen Nachbarländern mithalten. Aber wenn man sowieso schon in Argentinien oder Brasilien unterwegs ist, bieten beide Länder eine willkommene Abwechslung, und ein Abstecher lohnt sich auf jeden Fall.

Der Palacio Salvo in MontevideoBlick auf Ciudad del Este von Brasilien ausDer Leuchtturm in Colonia

Was Sie schon immer über URUGUAY und PARAGUAY wissen wollten…

Wie kommt man im Land voran?
Am besten kommt man in Uruguay und Paraguay mit dem Bus von A nach B. Weil beide Länder relativ klein sind, kommen Inlandsflüge nur für Leute in Frage, die es sehr eilig haben. In Uruguay sind die Busse ziemlich gut in Schuß und nach Brasilien fahren moderne Übernachtbusse. In Paraguay ist Busfahren dagegen oft recht abenteuerlich. Hier gilt in der Regel: je billiger die Fahrkarte, umso heruntergekommener der Bus.

 Wieviel Geld muß man einplanen?

 Uruguay ist etwas teurer als Argentinien und etwas günstiger als Brasilien. In Colonia kann man ab ca. 5€ pro Nacht ein akzeptables Zimmer finden, in Montevideo ab ca. 10€. Für ein Abendessen sollte man in Uru- wie in Paraguay etwa 4-5€ einplanen. In Asunción lohnen sich Preisverhandlungen bei der Zimmersuche, so kann man den Zimmerpreis mit etwas Glück um 1/3 senken.

Ein typischer LinienbusIndio-Hütte im Moises-Bertoni-ParkTapire bei Ciudad del Este

Was sollte man nicht verpassen?
Uruguay

Colonia: Colonia ist eine hübsche kleine Kolonialstadt, die an der Mündung des Río de la Plata direkt gegenüber von Buenos Aires liegt. Nach einem Aufenthalt im hektischen Buenos Aires ist Colonia die reinste Erholung. In den ruhigen, gepflasterten Straßen gibt es viele nette Cafés und Kneipen. Einen guten Überblick über die Stadt kann man sich von einem alten Leuchtturm aus verschaffen. Bei guten Wetter kann man sogar Buenos Aires am Horizont erahnen. Aufgrund der Nähe ist Colonia bei Kurzurlaubern aus Buenos Aires sehr beliebt. Am Wochenende und im Sommer kann es also auch mal ziemlich voll werden.
Montevideo: Montevideo ist ein wenig wie die kleine Schwester von Buenos Aires. Im Stadtzentrum gibt es viele interessante Gebäude aus den 20er Jahren. Am markantesten ist der Palacio Salvo, ein 26-stöckiges Hochhaus. Bei der Eröffnung 1927 war es das höchste Gebäude Lateinamerikas. Sehenswert ist auch die Altstadt Montevideos, obwohl die Häuser teilweise ziemlich heruntergekommen sind.

Paraguay
Ciudad del Este: Diese Stadt liegt im Dreiländereck Argentinien, Brasilien, Paraguay. Touristische Sehenswürdigkeiten gibt es hier eigentlich nicht. Ciudad del Este ist vielmehr ein einziger riesiger Markt, auf dem man von billiger Kleidung über asiatische Elektronik bis zu gefälschten Markenartikeln und raubkopierten DVDs alles kaufen kann. Die Stadt ist zwar laut, dreckig und chaotisch, anderseits gibt es im bunten Treiben viel Interessantes zu entdecken und erleben. Fehlende oder abhandengekommene Reiseutensilien kann man hier günstig erwerben. Da gute Unterkünfte rar sind, bietet es sich an, in Foz do Iguaçu in Brasilien zu übernachten. Beide Städte werden vom Paraná getrennt und sind mit einer Brücke verbunden.  Aus Brasilien oder Argentinien kommende Tagestouristen brauchen für Paraguay kein Visum, sondern können die Grenze unkontrolliert passieren. Will man weiter ins Landesinnere, darf man jedoch auf keinen Fall vergessen, seinen Pass abstempeln zu lassen.
Parque Moises Bertoni: Der Moises Bertoni – Park ist ein 200 ha großes mit Dschungel bewachsenes Naturschutzgebiet. Benannt ist es nach dem Schweizer Naturforscher Moises Bertoni, der Anfang des 20. Jahrhunderts lange Zeit in einem kleinen Holzhaus am Ufer des Paraná mitten im Park lebte. In dem Haus gibt es heute ein Museum. Den Dschungel kann man über mehrere Trampelpfade erkunden. Im Park leben noch Guarani-Indios. Wenn man eine geführte Tour bucht, ist meist eine Besichtigung eines ursprünglichen Indio-Dorfes enthalten.  Der Parque Moises Bertoni ist von Ciudad del Este mit dem Taxi erreichbar. Von Brasilien aus kann man eine Tagestour buchen oder mit dem Boot über den Paraná fahren.
Asunción: Asunción ist die Hauptstadt Paraguays. Im Zentrum ist noch viel koloniale Architektur erhalten geblieben. Das herausragendste Bauwerk ist der Präsidentenpalast, von dem man auch einen schönen Ausblick auf den Paraguay-Fluß hat. In Asunción findet man oft die Spuren deutscher Auswanderer. So gibt es einige deutsche Restaurants und eine richtige deutsche Bäckerei. Wer ordentliches deutsches Vollkornbrot vermisst, kann sich hier eindecken.


Wo gibt´s Tapire in Paraguay?
In den Dschungelgebieten im Osten Paraguays gibt es noch wildlebende Tapire, die allerdings durch zunehmende Besiedlung und Bewirtschaftung ihres Lebensraumes bedroht sind. Nach dem Bau des Itaipu-Staudammes in der Nähe von Ciudad del Este, wurde ein 170 km langes und 12 km breites Gebiet entlang des Paraná-Flusses überflutet. Während der Überflutung konnten sich einige der dort lebenden Tiere auf Bäume und kleine Inseln retten und wurden eingefangen. Diese Tiere brachte man dann in einem eigens dafür eingerichteten Zoo in Ciudad del Este unter. Dort gibt es auch einige Tapire, die zwar vor dem Ertrinken gerettet wurden, aber ihre Freiheit eingebüßt haben.

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