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Teaserbild: Der Traum von Sonne, Strand und Meer

Der Traum von Sonne, Strand und Meer

Der Traum von Sonne, Strand und Meer

August 2004: Drei Wochen lang haben mein Freund und ich die Seele in Guadeloupe, einer der Inseln über dem Winde, baumeln lassen. Jeden Tag haben wir in karibischer Ruhe einen neuen Sandstrand oft mit intakten Korallenriffen oder einen Wasserfall in traumhafter Dschungelumgebung erkundet. Ein dreitägiger Aufenthalt auf den benachbarten Inseln Les Saintes, Übernachtung in der Hängematte zwischen Palmen, und die Besteigung des intakten Vulkans La Soufrière waren die Höhepunkte unserer Reise.

Warum Guadeloupe

Mein Freund ist Franzose und seine Familie (Tante, Onkel, Cousins) sind im Jahr 2003 nach Guadeloupe gezogen. Der Einladung, sie zu besuchen, konnten wir natürlich nicht widerstehen. Das Gefühl, keine „normalen“ Touristen zu sein, war schon etwas Besonderes. Dadurch haben wir auch das Leben in Guadeloupe aus einer anderen Sicht kennengelernt. Das Alltagsleben unterscheidet sich nicht viel von unserem – früh aufstehen, Schule, Arbeit, Hausarbeit. Der Unterschied liegt darin, das man nach einem langen Tag an einen der vielen Strände fahren kann, zum Sonnen, Baden, Schnorcheln oder Surfen. Beneidenswert!

Blick von Fort NapoléonDer Vulkan La SoufrièrePlage de Grand Anse

Was Sie schon immer über Guadeloupe wissen wollten…

Gibt es giftige Tiere und Pflanzen?

Geht man in die Lagunen im Dschungel baden, stößt man auf keine Gefahr. Vorsichtig sollte man aber im Meer sein. Dort tummeln sich vor allem an Steinen und Korallenriffen die schwarzen Seeigel mit ihren langen, gefährlichen Stacheln, die giftig sind. Am besten im Wasser nur dort laufen, wo der Untergrund Sand ist, ansonsten schwimmen. Wenn man schnorchelt, sieht man genau, wo die Seeigel sind und man läuft keine Gefahr.
Einmal haben wir einen riesigen Scolopendre im Wohnzimmer gefunden. Das ist ein Tausendfühler mit Panzer, dessen Stich genauso gefährlich ist wie von einem Skorpion. Nicht anfassen! Wir haben ihn mit einer Machete getötet. Ich glaube, jede Familie dort hat solch ein Messer für eben diese Zwecke. Es gibt auch eine giftige Pflanze, der Manchionilbaum. Alleine das Anfassen verursacht starke Verätzungen. Einige dieser Bäume haben wir gesehen, besonders auf Les Saintes. Sie sind durch eine Absperrung und Warnschilder mit aufgemaltem Totenkopf gekennzeichnet.
Das klingt alles sehr gefährlich, aber wir haben die drei Wochen gesund überstanden. Wenn man sich der Gefahren bewusst ist, dann verhält man sich dementsprechend, so dass nichts passiert.

Wie ist es zur Regenzeit auf Guadeloupe?

Es kann gut und es kann schlecht sein. Wir hatten Glück, d.h. geregnet hat es viel, aber in der Nacht. Das war immer sehr erfrischend. Eine ganze Woche lang trieb ein Hurrikan in der Nähe von Guadeloupe sein Unwesen, aber er ist Richtung Martinique gewandert. Trotzdem hatten wir ein paar Mal Stromausfall deswegen. Während der Regenzeit sind die Temperaturen im Durchschnitt nicht ganz so hoch, aber heiße Tage hat man genügend. Das Wasser, sowohl im Meer als auch in den Flüssen und Lagunen hat eine angenehme Temperatur.

Schwarzer VulkansandstrandUnser Hängemattestrand auf Les SaintesWasserfall Saut de la Lézarde

Was kann man auf der Insel machen?

Trotz das Guadeloupe ein relativ kleines Archipel ist (1400m²), kann man locker drei Wochen dort verbringen und jeden Tag etwas Neues sehen und erleben. Die Insel besteht aus zwei Teilen, Grande-Terre im Norden und Basse-Terre im Süden. Grand-Terre ist flach und dort wird überwiegend Zuckerrohr angebaut. Basse-Terre ist eine Vulkangebirgsinsel mit der höchsten Erhebung, den noch aktiven Vulkan La Soufrière, den man besteigen kann. Entlang der Ostküste gibt es große Bananenplantagen. Der größte Teil dieser Vulkaninsel ist bewaldet. Es gibt ein gutes Wanderwegenetz. Viele Wege führen zu Wasserfällen. Die Lagunen laden zum Baden ein. Viele Flüsse und Urwaldseen bilden auch ein Wanderziel.
Die Ausschilderungen sind sehr gut. Sowohl im Norden als auch im Süden gibt es natürlich wunderschöne Karibikstrände. Besonders schön fand ich die schwarzen Strände, deren Sand aus Vulkangestein bestand. An vielen Stränden gibt es Korallenriffe, die man unbedingt erkunden sollte. Das beeindruckendste Riff ist am Strand Pointe des Chateaux. Dort bilden die Korallen wunderschöne, bizarre Formen und erreichen nicht selten die Größe eines kleinen Baums. Anziehungspunkte sind auch die vielen botanischen Gärten und die Rumbrennereien, in denen Führungen mit Verkostungen angeboten werden. Die wenigen Städte die es gibt, sind eher weniger besichtigenswert.

Wie ist das mit der Hängematte unter Palmen?

Für drei Tage waren wir auf der zu Guadeloupe gehörenden Nachbarinsel Les Saintes. Sie ist so klein, dass man sie in einem Tag umlaufen kann. Im Süden von Basse-Terre fahren täglich Fähren nach Les Saintes. Die Überfahrt dauert nur 30 min. Übernachtet haben wir in einer zwischen zwei Palmen gespannten Hängematte, die wir uns vor Ort gekauft hatten. Wir hatten einen traumhaften Blick auf das Meer. Die drei Tage haben wir mit Schnorcheln und Erkunden der Insel verbracht. Alles natürlich ganz tranquille (ruhig), wie der Franzose sagt. Historischer Höhepunkt der Insel ist das Fort Napoléon, das hoch auf einem Berg liegt. Von dort hat man einen fantastischen Blick über die Insel und auf Guadeloupe. Zoologischen Höhepunkt bilden die frei lebenden Leguane, die man sehr oft zu Gesicht bekommt.

Wie sieht es aus mit Mücken?

Man braucht unbedingt ein Antimückenmittel. Am besten vor Ort kaufen, damit es auch wirklich gegen die einheimischen Mücken wirkt. Ein Moskitonetz ist auch empfehlenswert. Sobald es am Abend kühler wird, gibt es eine regelrechte Mückeninvasion. Keine Fenster und Türen mehr auflassen. Wir hatten zusätzlich noch ein Raumspray. Mit all den Hilfsmitteln sind wir gut über die Runden gekommen. Aber eine lästige Angelegenheit ist es schon.

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