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Teaserbild: Vielfältige Klettergebiete

Vielfältige Klettergebiete

Vielfältige Klettergebiete

Gelandet sind wir in Ljubljana (Slowenien), um aber sofort nach Kroatien weiter zu reisen. Also Daumen hoch und schon ging es los, über Zagreb in Richtung Zadar und weiter nach Sibenik, als erste kleine Zwischenstation einschließlich dem Krka National Park. Von dort über Split nach Brela und Omis, zwei kleine Städtchen am Meer, deren Badetourismus man sehr schnell in dem bis zu 1762 Meter hohen Gebirge entfliehen kann. Noch schnell Canyoning in der Cetina-Schlucht und dann mit der Fähre nach Vis, die am weitesten vorgelagerte Insel Kroatiens. Danach folgte der Höhepunkt im Paklenica Nationalpark und dem Traum aller Kletterer und Bergfreunde. Auch der Abstecher nach Rovinj auf Istrien musste noch sein, bevor es nach einem Monat wieder zurückging.

Warum Kroatien

Kletterrouten in Dimensionen von bis zu 350 Metern? Das Gefühl mussten wir einfach selber erfahren. Aber nicht nur Klettern, sondern auch das übrige Angebot wie Canyoning, Raften, Wandern, zahlreiche Inseln, tiefe Schluchten und karge bizarre Felsen waren Grund genug, um Kroatien einen Besuch abzustatten. Wir wussten vom deutschen und italienischen Massentourismus an der Adria, aber wenn man will, kann man sich diesem noch ganz gut entziehen. Die Landschaft hat Bizarres versprochen und gehalten, jedoch muss man sich sehr anstrengen, etwas von den Leuten und ihrer eigentlichen Mentalität mitzubekommen.

Paklenica - kurze SportklettereiSibenik - verwinkelte GassenCanyoning in der Celina-Schlucht

Was Sie schon immer über Kroatien wissen wollten…

Zum Thema Kletterführer?

Ein Kletterführer ist unerlässlich. Der einzige mir bekannte ist „Croatia Kletterführer“,  von Boris Cujic.  Davon gibt es zwei Bände, einen für Paklenica und einen für Gesamt Kroatien. Am günstigsten kommt man beim Kauf direkt vor Ort (siehe Website www.astroida.hr). Er gibt Auskunft über die Routenanzahl und –schwierigkeit, über deren Eigenschaften und Griffarten als auch über die Lage (sonnig, schattig,…) und eine kurze Anfahrtsskizze. Vorsicht jedoch mit der Aussage „Campingplatz in der Nähe“, dem ist nur so, wenn man mobil unterwegs ist. Zu Fuß kann es sich dabei um 1 bis 2 Stunden handeln.

Tipp: Die neueste Ausgabe lohnt sich, da ständig neue Routen gelegt werden, die die Orientierung mit alten Kletterführern nicht gerade einfach machen.

Muss man für den Nationalpark Eintritt bezahlen?

In Kroatien werden Nationalparks und Naturparks unterschieden. Für Nationalparks muss man auf jeden Fall Eintritt bezahlen (liegt so bei 10 Euro, je nach dem wo), für Kletterer gibt es jedoch spezielle Tickets, abhängig von der Dauer (siehe Website www.paklenica.hr). Man sollte sich vorher auch genau informieren, wo man gerne hin möchte. Es gibt eine ganze Menge Nationalparks und Naturparks. Die abgelegeneren sind jedoch mehr zu empfehlen. Die an der Küste liegen, werden vom Massentourismus oft überrollt.

Vis - der Strand KomenizaPaklenica-NationalparkKrka-Nationalpark

Welche Ausrüstung ist zum Klettern nötig und kann man vor Ort noch Kletterzeugs kaufen? 

In den abgelegenen Klettergebieten wie z.B. Omis und Brela (im Süden an der Küste gelegen) gibt es keine Möglichkeit Kletterzeugs zu kaufen. Dort waren wir die Tage alleine am Felsen, wird also auch schlecht, sich etwas zu borgen. In Staringrad (Paklenica Nationalpark) gibt es einen Kletterladen, wo man das Wichtigste kaufen kann, jedoch kommt man zum Teil in Deutschland günstiger. Dort ist es auch möglich Kletterkurse zu buchen, wo die Kletterausrüstung gestellt wird.

In Paklenica ist es ratsam Schlingen und Klemmkeile mitzunehmen, da es mehrere Routen gibt, die nicht mit Bohrhaken gesichert sind. Diese Routen sind weniger begangen und liegen idyllischer. In der Schlucht, wo sich das Sportklettergebiet befindet, sind für die meisten Routen zehn bis fünfzehn Expressschlingen ausreichend, man muss im Sommer jedoch mit großem Andrang rechnen. Einen Helm braucht man im Allgemeinen nicht und wir haben auch kaum jemanden damit gesehen. Kalk kann genutzt werden, wie es einem beliebt. Manchmal ist es aufgrund der Hitze von Vorteil, generell aber nicht unbedingt nötig.

Welcher der unzählig vorgelagerten Inseln sollte man einen Besuch abstatten?

Hier gibt es einen Geheimtipp von uns: Vis. Die kleine Insel befindet sich im südlichen Teil von Kroatien und ist am weitesten entfernt von der Küste. Zu erreichen ist sie mit der Fähre von Split, was auch nicht viel gekostet hat. Komiza ist ein schönes altes Fischerdorf und eher von einheimischen Touristen besucht. In der Nähe liegt ein kleiner, abgelegener Kieselstrand, namens  Komeniza. Oberhalb kann man hinter den Agaven zelten. Es ist zwar kein öffentlicher Zeltplatz, wird jedoch geduldet. Unten gibt es eine Wasserstelle und eine Bar. Früh kann man gemütlich seinen Kaffee schlürfen und sich mit den Leuten unterhalten. Abends verwandelt sich der Strand zur Partylocation. Musik verschiedenster Richtungen, Zigeunermugge bis House, wird aufgelegt. Wenn es ruhiger ist, kann man Stunden mit dem Barkeeper quasseln.
Aber Vis hat nicht nur diesen Fleck zu bieten. Durch das Wasser watend kann man die felsige Küste erkunden und im Hinterland Ausflüge unternehmen. Interessant ist auch die alte Militärbasis, weswegen der Tourismus sich hier noch nicht so extrem entwickelt hat.
 

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