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Teaserbild: Teide auf Teneriffa

Teide auf Teneriffa

Teide auf Teneriffa

Wir beschlossen eine Tour auf den höchsten Berg Spaniens zu unternehmen. Von vielen Leuten, die schon oben waren, haben wir gehört, dass das schönste Erlebnis überhaupt der Sonnenaufgang auf dem Pico del Teide wäre. Und so stand unser Entschluss schnell fest, wir würden den Teide erklimmen und uns vom höchsten Berg Spaniens den Sonnenaufgang ansehen. Das hieß am Nachmittag des ersten Tages bis zum Refugio de Altavista 3260m aufzusteigen und von dort aus die letzten Höhenmeter früh am Morgen anzutreten, um rechtzeitig auf dem Gipfel stehen zu können.

Warum Spanien

Zum einen haben wir uns für Teneriffa und den Teide entschieden, weil wir dort ein halbes Jahr studiert haben und zum anderen weil Teneriffa ein wahrer Spielplatz für Outdoorfanatiker ist. Die Insel bietet sowohl für die Liebhaber der Vertikalen als auch für die Wanderer viele Möglichkeiten, auch Surfer kommen hier voll auf ihre Kosten. Durch ihre einzigartige Landschaft, mit dem Anaga-Gebirge im Norden, den riesigen Schluchten im Süden, welche bis zum Meer hinuntergehen, sowie dem Teide als Mittelpunkt der Insel, stellt Teneriffa für mich eine einmalige Faszination dar. Der Teide ist dabei auf der ganzen Insel allgegenwärtig, da man sich nur umdrehen braucht um einen Blick auf ihn zu werfen.

Montana BlancaDie Sonne am FirmamentDer Blick auf den Teide im Sommer

Was Sie schon immer über TENERIFFA wissen wollten…

Der Weg zum Gipfel
Um die letzten 160m von der Seilbahn-Bergstation bis zum Gipfel erklimmen zu können, muss man sich vorher im Oficina del Parque Nacional, Calle Emilio Calzadilla 5, 4. Stock, in Santa Cruz eine Sondergenehmigung holen (Pass und Pass-Kopien von Begleitpersonen nicht vergessen). Diese Maßnahmen wird aus Naturschutzgründen erhoben, damit man die Besucherzahlen auf dem Gipfel so gering wie möglich hält, und wenn man sieht wie viele Touristen täglich mit der Seilbahn auf den Teide kommen, versteht man diese Begrenzung.

Wie anspruchsvoll ist die Tour?
Die ersten paar Kilometer läuft man auf einer breiten Schotterpiste leicht bergauf, vorbei an den Huevos del Teide bis zum Montaña Blanca, ab dort beginnt der steile Aufstieg über Vulkangestein bis zum Refugio Altavista. Man muss vorsichtig treten, da das Vulkangestein den Weg nach oben extrem erschwert und das Gestein sehr scharfkantig ist. Da wir uns den Sonnenaufgang vom Gipfel aus anschauen wollten, sind wir früh halb fünf aufgestanden und haben uns auf die letzten paar hundert Meter zum Pico del Teide gemacht. Oben auf dem Gipfel weht ein kräftiger Wind und die letzen paar Meter bis zur Spitze sind sehr exponiert, man sollte also schwindelfrei sein. Der Sonnenaufgang ist atemberaubend schön und es lohnt sich in jedem Fall die Strapazen des Aufund Abstiegs in Kauf zunehmen. Der Abstieg ist nicht sonderlich spektakulär, nur sehr langwierig und man muss natürlich noch viel mehr als beim Aufstieg das lose Gestein unter einem im Kopf behalten.
In den Sommermonaten kann es auf dem Vulkan auch schon mal mächtig heiß werden. Das liegt nicht etwa daran das der Teide ein Vulkan ist sondern an der extremen Sonneneinstrahlung zu dieser Jahreszeit. Man darf nicht vergessen, dass Teneriffa auf gleicher Höhe wie Marroko oder Ägypten liegt.

Auf dem höchsten Punkt Spaniens und TeneriffasKurz vorm Sonnenaufgang auf 3718m HöheDer Schatten des Teide, ein faszinierendes Naturschauspiel

Kann man höhenkrank werden bei 3718m?
Ja, denn der Schwellenwert liegt bei 2500m, ab dieser Höhe ist eine Erkrankung durch zu schnelles Aufsteigen möglich. Wenn während des Anstieges Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel auftreten, sollte man eine Pause einlegen – wenn keine Besserung eintritt, kehrt man besser um. Auch wir hatten einen Fall von Höhenkrankheit in unserer Gruppe, die Person blieb im Refugio und ist später mit uns zusammen wieder abgestiegen.

Muss man sich vorher im Refugio anmelden um eine Schlafmöglichkeit zu erhalten?
Man muss ein Schlafplatz im Refugio reservieren, wenn man sicher gehen will ein festes Dach über dem Kopf zu haben. Ansonsten gibt es auch Möglichkeiten, Zelte in der Nähe des Refugio aufzustellen. Auf dem Refugio gibt es Kochmöglichkeiten und einen Gemeinschaftsraum, man muss allerdings das Essen selber mit hochbringen, das Refugio ist nicht bewirtschaftet.

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