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Teaserbild: Reise in die Vergangenheit – Snickers inclusive

Reise in die Vergangenheit - Snickers inclusive

Reise in die Vergangenheit - Snickers inclusiveInsgesamt verbrachten wir drei Monate in Nepal: Zum Beginn unserer 6 – Monats – Reise bereisten wir Nepal im Oktober/ November 2001. Dabei besichtigten wir die „Königsstädte“ des Kathmandu Valley (Kathmandu, Patan, Bhaktapur), trekkten in der Annapurna – Region, besuchten den „Royal Chitwan National Park“ und die Teraistadt Janakpur. Anschließend reisten wir drei Monate durch Indien, kehrten Ende Februar 2002 nach Nepal zurück und begaben uns dann zum Trekken in die Helambu – Langtang – Region.

Warum Nepal

Nepal bietet eine wunderbare Kombination aus fantastischen Berglandschaften und religiösen Traditionen. Kunstvoll verzierte hinduistische Pagodentempel stehen neben buddhistischen Stupas. Buddhismus und Hinduismus sind Lebensweise und öffentlicher Alltag. Mentalität, Kultur und Lebensart der Nepalis sind fremd und faszinierend zugleich. Reisen, Übernachten und Speisen kosten – aus europäischer Sicht – fast nichts.Wer allerdings außerhalb der Städte Kathmandu und Pokhara europäische Standards in der touristischen Infrastruktur sucht, wird diese kaum finden.

KathmanduReisfelder am Marsyangdi (Annapurna Region)Im Royal Chitwan National Park

Was Sie schon immer über Nepal wissen wollten…

Was muss ich vor einer Trekkingtour unbedingt beachten?
Wichtig ist, sich vor einer Tour umfassend über die Bedingungen auf der jeweiligen Trekkingroute zu informieren. Für die Annapurna – Region und das Langtang – Tal benötigt man beispielsweise Eintrittskarten, da die Wege durch Nationalparks führen. Diese Eintrittskarten sollte man in Kathmandu bzw. Pokhara kaufen, da man beim Kauf am Eingang zum jeweiligen Nationalpark unter Umständen den doppelten Preis bezahlt. Viele Agenturen bieten geführte Trekkingtouren an, denen Porter (Träger) und Guides (Führer) angehören. Das hat zwar den Vorteil, dass man kein Gepäck schleppen muss, kostet oftmals aber unverhältnismäßig viel Geld und ist meines Erachtens nicht unbedingt notwendig, sofern man gesund und nicht allein unterwegs ist. Vom Trekken ohne jegliche Begleitung wird, vor allem für Frauen, abgeraten. Übergriffe auf Trekker sind zwar selten, kommen aber vor. Auf jedem Fall zu empfehlen ist eine großzügige Zeitplanung, die gegebenenfalls notwendige Erholungs-, Akklimatisierungsund Ruhetage berücksichtigt. Vor dem Start in die Berge sollte die Wanderausrüstung komplett und funktionsfähig sein – ein eventuelles Nachkaufen von Ausrüstungsstücken dürfte in den Bergdörfern unmöglich sein.

Wo schlafe und esse ich?
Auf den populären Treks (Annapurna, Helambu, Langtang, Everest) sind in fast allen Orten sogenannte Lodges vorhanden, wo man einfach, aber billig übernachten (Schlafsack vorteilhaft) und essen kann. Ein Zelt ist also nicht notwendig, auch nicht die Mitnahme von Verpflegung. Beim Trekking auf unpopulären Routen oder außerhalb der Saison ist die Mitnahme eines Zeltes die bessere Wahl, da Lodges eventuell nicht vorhanden bzw. geschlossen sein könnten.

Annapurna MassivStupa von NamobuddhaKathmandu

In welche Höhenlagen kommt man beim Trekking? Wie verträgt man die Höhe?
Der höchste Punkt des Annapurna – Circuits ist der Thorong La, ein Pass auf 5416m Höhe. Auch auf einigen anderen Treks erreicht man Höhen von mehr als 3500m. Jeder Mensch reagiert anders auf den geringen Sauerstoffgehalt der Höhenluft. Die Höhenkrankheit kann ab einer Höhe von 3000 Metern zu einem Problem werden. Sofern man sich aber an einige wichtige Grundregeln (langsam laufen, viel trinken, Akklimatisierungstage einlegen, nicht zu schnell aufsteigen) hält, stehen die Chancen, keine Höhenkrankheit zu bekommen, gut. Treten Anzeichen der Höhenkrankheit (Übelkeit, Atemnot, Herzrasen, Schlaflosigkeit, Orientierungsprobleme etc.) auf, ist ein zügiger Abstieg um mindestens 300 – 400m Höhe erforderlich. Ein erneuter Aufstieg sollte erst erfolgen, wenn alle Symptome verschwunden sind!

Welche Temperaturen erwarten mich?
In den tieferen Lagen (unterhalb 2000m) wird es von Mitte März bis spät in den Herbst durchaus tropisch warm und auch nachts sinken die Temperaturen nicht allzu tief. In Höhenlagen (ab ca. 3000m) hingegen wird es nach Sonnenuntergang empfindlich kalt. Während hier tagsüber die intensive Sonnenstrahlung für angenehme Temperaturen sorgt, fällt das Thermometer nachts vor allem im zeitigen Frühling und im Herbst deutlich unter 0°C. Da die meisten Lodges nicht oder nur spärlich beheizt werden und oftmals recht windschlüpfrig sind, sollten warme Sachen und ein dicker Schlafsack unbedingt zur Ausrüstung gehören.

Lohnen sich denn diese Strapazen?
Aber sicherlich! Zum einen ist der Fußmarsch die einzige Möglichkeit, die abgelegenen Bergund Talregionen sowie die winzigen Dörfer mit ihren freundlichen Bewohnern zu erkunden. Befestigte Straßen und Räder sind in vielen Gegenden Nepals noch unbekannt. Jeglicher Transport wird auf den Rücken der Maultiere oder der Porter (Träger, hierzulande oft fälschlich als Sherpas bezeichnet) abgewickelt. Zum anderen ist die Landschaft gigantisch und extrem vielfältig. In tieferen Lagen liefen wir durch terrassierte Reisfelder und Dschungel, später durch Rhododendrenwälder, die vor allem während der Blüte im Frühjahr wunderschön sind. Die Waldzone geht stellenweise bis weit über 3000m. Auch die karge Landschaft oberhalb der Waldzone hat ihre Reize und erlaubt oftmals phantastische Bergoder Gletscherblicke! Kurz und gut: Trekken in Nepal ist nicht nur eine Reise in einzigartige Landschaften, sondern zugleich eine Reise in die Vergangenheit, in der Snickers und Coca – Cola aber (fast) überall zu haben sind.

Was sollte ich außerdem keinesfalls verpassen?
Ganz klar: Die drei „Königsstädte“ des Kathmandu Valley: Kathmandu, Patan und Bhaktapur! Für Bhaktapur allerdings werden 10 Dollar/ 750 NRS Eintritt fällig, dafür bekommt man dann einen recht gut erhaltenen und aufgeräumten Stadtkern zu sehen. An sich sehr schön, aber das typisch nepalesische Straßenleben fehlt an manchen Stellen. Wer sich in Kathmandu und Patan umsieht, findet sicher ähnlich schöne architektonische Kleinodien. Außerhalb dieser drei Städte lohnen sich auch Abstecher in die ländlichen Randgebiete des Kathmandu Valley, wo man abseits der Großstadthektik nepalesische Lebensweise und herrliche Landschaften erleben kann. Besonders empfehlenswerte kleine Orte im Valley sind Dhulikhel (wegen der schönen Sonnenaufgänge), Panauti und Namobuddha. Ja, und dann gibt’s sicher auch noch eine ganze Reihe anderer schöner Plätze in Nepal, die wir (noch) nicht gesehen haben…

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