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Teaserbild: Reise in den Libanon

Reise in den Libanon

Reise in den Libanon

Über die Pfingstfeiertage im Mai hatte ich das Glück, für 10 Tage in den Libanon reisen zu können. Die libanesischen Kolleginnen hatten ein Programm für uns zusammengestellt, das sich kurz auf den Nenner bringen lässt: Libanon komplett in 10 Tagen. Demzufolge sah ich alle sicherheitstechnisch machbaren Sehenswürdigkeiten, streifte durch arabische Souks, war Gast beim Konzert der Deutschen Botschaft in Beirut und erlebte das antike Heliopolis in der Bekaaebene.

Warum Libanon

Ich war im Auftrag des Pädagogischen Austauschdienstes dort, um für eine zukünftige Schulpartnerschaft mit einem sächsischen Gymnasium die dortige Region und die deutsch-libanesische Schule in Jounieh kennenzulernen.

Strand von BeirutMoschee von BeirutByblos

Was Sie schon immer über den LIBANON wissen wollten…

Wissenswertes:
Wie vorab informieren?
Um mich auf den Libanon vorzubereiten, informierte ich mich ausschließlich über das Internet, denn Reiseliteratur sucht man in diversen Buchhandlungen vergebens – zu schnell wechselt die Sicherheitslage, zu bedenklich gilt der Libanon noch immer und die komplette touristische Infrastruktur ist nicht existent. Das sollte ich aber erst viel später erfahren.

Infrastruktur?
Zunächst hatte ich eine Vorstellung vom modernen Beirut und der Küstenregion und wusste, dass ich mein rudimentäres Arabisch wieder auffrischen können würde. Außerdem wird der Libanon von der Lufthansa zu moderaten Preisen angeflogen (Ticket ca. 350,-€), also auf ins Abenteuer!
Mein Zielort, die Stadt Juonieh, geht – wie übrigens fast alle Städte an der Küste – nahtlos in Beirut und die benachbarten Orte über. Eine große Autobahn verbindet die Orte des Libanons von Nord nach Süd. Die Hänge des Antilibanon-Gebirgszuges sehen auf den ersten Blick wie die südfranzösische Küste aus, moderne Siedlungen, keine Straßennamen (die Katastrophe für jeden Touristen, dem Taxifahrer seine Unterkunft zu erklären), keine Busse, Bahnen usw., nur private Autos oder preisintensive Taxis.

Unterkünfte?
Ich wohnte privat bei der Schulleiterin, hatte jedoch im Vorfeld über kleinere Hotels nachgedacht und recherchiert. Außerhalb von Beirut wird es schwierig: Die Hotels sind für die reichen Emiratbewohner machbar, der Rest ist nicht ohne Hilfe Einheimischer zu empfehlen. Die Strände sind bis zum Meer betoniert, es gibt eine sehr hübsche Corniche (Strandpromenade in Beirut) und schöne Sandstrände befinden sich südlich von Beirut. Da hier jedoch die muslimische Region überwiegt, badet man dort nicht wie in Europa.

Religionen?
Das Auffälligste für mich war im Libanon die unsichtbare Grenze zwischen den Bevölkerungs- und Religionsgruppen. Im christlichen Libanon grüßt an jeder Straßenkreuzung eine künstlerisch hochwertige Madonnenstatue, die Schulen sind groß und weithin sichtbar, die Geschäfte modern und schick. Man zeigt, was man hat. Ganz anders hingegen der muslimische Teil des Libanons: Betonhochhäuser, verfallene Viertel und in Saida Krieg spielende Kinder, deren Schulen nicht im Mindesten an das Niveau der nördlichen, christlichen Schulen heranreichen.

Eine unübertroffene Gastfreundschaft im gesamten Libanon und ein kulinarischer Höhepunkt nach dem anderen sind die Reise in den Libanon auf jeden Fall wert und machen so eine Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis!

BaalbekDetail in BaalbekCornicheAltstadt von SaidaQuadischatalBeirut

Was sollte man gesehen haben?
Die Jeita Grotte – eine Tropfsteinhöhle, die gigantische Ausmaße besitzt und wunderschön, auch touristisch sehr gut erschlossen und vermarktet ist.
Die Mohammed-al-Amin-Moschee. Sie ist ein muslimisches Kunstwerk von auserlesener Schönheit und ein beeindruckendes Bauwerk im Herzen Beiruts. Als Europäerin gibt es keine Probleme sie zu besichtigen, selbst einen dezenten schwarzen Mantel erhält man am Eingang.
Byblos, die alte phönizische Stadt, die den meisten Vorstellungen der Europäer von einer Mittelmeeridylle entspricht. Man kann eine alte Festung am Hafen besichtigen, durch schöne alte Gassen mit Kunsthandwerksständen bummeln und eine Kirche besichtigen, die das Flair der alten Kreuzritter spürbar nacherleben lässt.
Der Höhepunkt einer Libanonreise ist neben dem Quadischa-Tal der Heliopolistempel bzw. die Anlage in der Bekaa-Ebene, auch bekannt unter dem Namen Baalbek. Die Bekaa-Ebene liegt im Hisbollah-Gebiet und ist nur mit Ortskundigen zu bereisen. Sie wird zurecht vom Auswärtigen Amt als gefährlich für Europäer eingestuft, dafür bietet sich dann dem Touristen eine beeindruckende Zeitreise in die Antike – gigantische Ausmaße in Breite und Höhe der ausgegrabenen Architektur und nur vereinzelt arabische Touristen.
Das Nationalsymbol des Libanons, die Zeder, kann man am Ende des Quadischa-Tales besichtigen, mehrere tausend Jahre sind diese imposanten Bäume alt. Die Eintrittsgebühren sind ähnlich wie in Deutschland: zwischen 6 und 12€.

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