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Teaserbild: Mit dem Kajak durch die unberührte Wildnis der östlichen Masuren

Mit dem Kajak durch die unberührte Wildnis der östlichen Masuren

Mit dem Kajak durch die unberührte Wildnis der östlichen Masuren

Kajakwandern auf der Czarna Hańcza – ein ursprüngliches Naturerlebnis im äußersten Nord-Osten Polens. Wir starteten in Stary Folwark am Wigry-See bei Suwałki, paddelten auf der Czarna Hańcza bis zur Mündung in den AugustówKanal und erreichten die Stadt Augustów nach 6 Tagen. Strahlender Sonnenschein, wunderschöne, einsame Zeltplätze und berauschend viel Grün und Blau begleiteten uns.

Warum die MASUREN

Eine scheinbar unendliche Seenplatte, Himmel und Wiesen von unglaublicher Weite, von Störchen bevölkert – die Masuren faszinierten uns schon lange. Dieses alles aus der KajakPerspektive zu erleben, schien uns besonders reizvoll. Wir bekamen von polnischen Freunden den Tipp, die wilde, touristisch noch nicht so erschlossene Kajakund Kanuwanderstrecke auf der „Czarna Hańcza“ zu wählen.

Ein typischer Ausblick - ohne große WorteUrig durch unberührte NaturJezioro Sniardwy

Was Sie schon immer über eine Kajaktour in POLEN wissen wollten…

Auf was für einen Komfort / Nicht-Komfort muss ich mich einstellen?
Zum Teil waren wir mehrere Tage auf keinem Campingplatz mit WC, geschweige denn Dusche. Aber es ist eben eine andere Art von Luxus, wenn man ab und zu am Ufer des Flusses anhalten kann, weil eine alte Bauersfrau frisches Hefegebäck mit selbst gesammelten Blaubeeren verkauft. Häufig gibt es sog. „Biwak“, auf denen man entweder umsonst schlafen kann, oder abends der Besitzer der Wiese gefahren kommt und ein bis zwei Euro pro Person Platzmiete einsammelt. Es gibt aber auch immer wieder größere Campingplätze mit Duschen, zum Teil sogar mit richtigen Zimmern.

Was mache ich, wenn es regnet?
Das ist eine schwierige Frage. Denn dann gibt es wirklich nicht viele Möglichkeiten. Die beste Möglichkeit: Man paddelt zum größten Campingplatz der Umgebung, und harrt dort, besser geschützt, einer Wetterbesserung. Wenn keine Änderung in Sicht ist, findet sich sicherlich jemand unter dem Personal des Campingplatzes, der einem weiterhilft. Wir hatten großes Glück: Die erste Nacht fiel ein bisschen Regen, danach wurde es immer wärmer.

Was ist das besondere an dieser Strecke?
Vor allem die wunderwunderschöne Natur. Die Czarna Hańcza ist in ihrem Lauf vollkommen naturbelassen. Keine Begradigung, Schleuse oder künstlich angelegte Uferböschung trübt das Naturlebnis. Ins Wasser gestürtzte Bäume stellen Anfängern wie Fortgeschrittenen Knobelaufgaben in angewandter Physik, anderorts lässt sie die schnelle Strömung denken, sie seien reif für Peking 2008. Die Strecke ist abwechslungsreich: Erst der wilde Fluss, dann der Kanal Augustowski, der auch durch verschiedene Seen führt.
Am Wigry-See in Stary Folwark gibt es außerdem das Camaldulenser Kloster zu sehen, das auf einer leichten Anhöhe gelegen ist. Wie schon vorher gesagt, sind Hefegebäck und andere frische Lebensmittel, die am Ufer immer wieder angeboten werden, etwas ganz Besonderes. Mit etwas Glück kann man den anstrengenden Tag in einer historischen russischen Dampfsauna ausklingen lassen.

Sollte ich Polnisch sprechen? Wie sind die Polen?
Man kommt schnell in Kontakt. Wenn es auf einer der kleinen Biwaks am Flussufer einen Lagerfeuerplatz gibt, trifft man sich am Abend bei Piwo (Bier) und Kielbasa (Wurst) in geselliger Runde. Ein paar Brocken Polnisch sind hilfreich und schnell gelernt. Insgesamt sind die Polen sehr hilfsbereit, offen und freundlich.

Kanai AugustowskiWir kämpfen mit dem GestrüppEin typischer Ausblick - ohne große Worte

Woher bekomme ich Grundnahrungsmittel wie Wasser und Brot, äh., Bier und Wurst?
In den kleinen Siedlungen am Flussufer gibt es Läden in denen es alles Nötige zu kaufen gibt. Hier empfiehlt es sich, bei Unkenntnis der polnischen Sprache, ein kleines Wörterbuch zur Hand zu haben. Läden sind meist durch einen Wegweiser mit der Aufschrift „sklep“ (polnisch für: Laden) ausgeschildert bzw. können (zur Not mit Händen und Füßen) bei wissend aussehenden Menschen erfragt werden.

Wie lange dauert die Tour?
Wir waren insgesamt von So (1. Paddel-Tag) bis Sa (letzter Paddel-Tag) unterwegs. Jeden Tag sind wir zwischen 4 und 6 Stunden gefahren.

Wie schwierig ist die Strecke?
Wir als Anfänger waren körperlich beansprucht, aber es war nicht zu anstrengend. Besonders die Strecken auf dem Kanal (praktisch ohne Strömung) und das Durchqueren der großen Seen sollte man nicht unterschätzen. Für die Streckenplanung wichtig: Auf der Czarna Hańcza schafft man deutlich mehr Tageskilometer als auf dem Kanal Augustowski oder den Seen. Unser Tipp: Immer schön mit dem Strom schwimmen, also in Stary Folwark starten.

Überlebe ich die Mückenplage?
Wir hatten Glück. Keine einzige Mücke hat uns gestochen (davor war es längere Zeit ungewöhnlich kalt gewesen). Wir trafen einen Kanufahrer, der im gleichen Jahr im Juni von Mücken beinahe „aufgefressen“ worden wäre. Aber eine generelle Regel ist daraus wahrscheinlich nicht abzuleiten.

Wichtige Adressen und Tipps zum Schluss:
Die des Touristen-Büros in Suwałki: ul. Kociuszki 37, Juni-Aug.: 8-18 h (Mo-Fr), 10-14h (Sa, So). Hier hilft man euch bei der Organisation vom Kanuverleih und mindestens eine Person kann dort Englisch oder Deutsch sprechen. Ein Zweier-Kajak zu mieten kostet ungefähr 20 bis 30 zł pro Tag.  Viele Verleihe bieten auch den Rücktransport der Kajaks zum Ausgangsort an, der ungefähr 1 zł pro km kostet. Des Weiteren gibt es auch ein PTTK-Büro mit Übernachtungsmöglichkeiten in Stary Folwark am Wigry-See . Tel.: 0048 -(0)66-427-30-15.

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