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Teaserbild: Velo – via Baltica – Per Rad entlang der Ostsee

Velo - via Baltica - Per Rad entlang der Ostsee

Velo - via Baltica - Per Rad entlang der OstseeMit der Fähre von Rostock nach Tallinn und von dort per Rad zurück nach Berlin. Eine Reise entlang der Ostseeküste: Tallinn, Riga, Kleipeda, Kaunas und Danzig waren nur einige Städte, die wir durchquerten. Estlands Ostsee-Inseln, der lettische Gauja-Nationalpark und die Kurische Nehrung waren landschaftliche Höhepunkte.

Warum Baltikum

Das Baltikum ist ein Paradies für Radfahrer und Naturfreunde. Mit dem Fahrrad ist man langsam genug und dicht genug dran, um den Umbruch, der sich in den Staaten des Baltikums zur Zeit vollzieht, hautnah zu erleben. Viel Zeit wird dazu nicht mehr sein, denn der Wandel vollzieht sich schnell und wird sich bald vollendet haben…

In der Altstadt von TallinBerg der Kreuze, vom Papst persönlich gesegnetes Kreuz an der Wallfahrtsstätte in LettlandTruiada, Burgrest hoch über dem Gaujatal im Gauja-Nationalpark in Lettland

Was Sie schon immer über das BALTIKUM wissen wollten…

Wie waren die Strassenverhältnisse auf der Tour?
Die Straßenqualität schwankt stark, von nagelneuen Asphaltbelägen, inclusive Leitplanken, auf den einsamen Insel bis hin zu Schotterpisten, die man besser zu Fuß bewältigen sollte. Ein Erlebnis besonderer Art ist es, auf Autobahnen zu fahren. Die Möglichkeiten sind beschränkt, aber man sollte es auf jeden Fall machen (Litauen) und sich nicht wundern, wenn einem Pferdefuhrwerke entgegen kommen (auf unserer Seite). Insgesamt ist das Baltikum sehr radfahrerfreundlich, da es durch seine Lage am Meer nicht viele Steigungen hat.

Und wenn das Wetter so mies ist, dass man nicht mit dem Fahrrad weiterfahren will?
Estland, Lettland und Litauen sind durch ein gut funktionierendes Netz von Busverbindungen erschlossen, so dass man selbst das kleinste Dorf im letzten Winkel der Länder erreichen kann. Auch wenn die Busse nicht sehr oft fahren, man kommt damit problemlos überall hin. Die Fahrradmitnahme im Bus und Zug erwies sich als einfacher als gedacht: Trotz massiver Platzprobleme wurde immer eine Lösung gefunden. Das Bahnnetz ist allerdings nicht halb so gut ausgebaut wie die Buslinien. Man kann (zu sehr günstigen Preisen!!) alle großen Städte erreichen. Nur die Fahrradabteile in den Fernreisezügen in Litauen stellten sich als nicht praxistauglich dar. Zwischen den Hauptstädten des Baltikums und Deutschland besteht auch eine EUROLINES – Verbindung, welche wir auf der Strecke Pärnu – Riga nutzten. Auch hier gab es keine Probleme mit der Fahrradmitnahme (Trinkgeld), aber nicht darauf verlassen.

Bushaltstelle und Notquartier auf HiiumaaAuf litauischen Straßen Richtung Polen...das Herz lacht, denn es scheint die SonneIn der Altstadt von Tallin

War die Verpflegung, z.B. auf den Ostsee-Inseln, schwierig ?
Die Verpflegung war unkomplizierter als erwartet. Überall, selbst in den entlegensten Orten gab es keinerlei Schwierigkeiten an das täglich Bierchen und die nötigen Grundnahrungsmittel zu kommen. Selbst abends und sonntags waren die Geschäfte immer geöffnet und es gab immer alles was das Herz begehrte. Ausländische Nahrungsmittel waren erwartungsgemäß um einiges teurer als bei uns. Preiswerter sind dagegen die vielen guten Blätterteiggerichte und Eissorten, die uns zu häufigen Zwischenstopps verleiteten.

 

Habt Ihr unterwegs noch andere Reiseradler getroffen?
Das hielt sich erstaunlicherweise sehr in Grenzen. Eigentlich zählt da nur ein finnisches Pärchen, welches von Helsinki nach Prag mit dem Rad unterwegs war. Im Gauja-Nationalpark haben wir Thomas und Isa aus Recklinghausen getroffen. Aber die machten ihre Ostsee-Umrundung mit dem VW Bus. Auf der Kurischen Nehrung in Nida waren sehr viele Deutsche, sogar ganze Reisegruppen. Die Europäische Sahara ist mittlerweile ein Touristenmagnet erster Klasse.

Was ist bei der Einreise zu beachten und gibt es Zeitunterschiede gegenüber Deutschland?
Die Einreise ist seit einiger Zeit problemlos mit einem gültigen Reisepass möglich, ein Visum wird nicht mehr gebraucht. Es ist natürlich ratsam sich vor Reisebeginn nochmals zu versichern, da diese Dinge sich schnell ändern können. Wichtig ist auf jeden Fall ein Auslandskrankenversicherung, die zwar niemand sehen wollte, aber so stand es im Reiseführer. Zeitunterschiede gibt es sogar innerhalb der Länder. In Lettland gingen die Uhren eine Stunde schneller. Sonst herrscht MEZ, aber auch dies ist Schwankungen unterlegen.

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