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Teaserbild: Das Dach der Welt

Das Dach der Welt

Das Dach der WeltOktober/ November 2001: Start in Kathmandu zu einer 5-tägigen Anreise nach Lhasa über teilweise frisch gesprengte und äußerst staubige Pisten – der Friendship „Highway“. Gebirgspässe zwischen 4500 und 5200 m waren zu überwinden. In Lhasa dann 4 Tage aklimatisieren, danach Trekkingtouren an den Nam-Tso Lake, durchs Ganden Valley, nach Yamdrok-Tso und zur Samye Monastry. Nach 5 Wochen begann der Rückweg auf gleiche Art und Weise mit Unterbrechung und Trekking zur Rongphu Monastery, zum Mount Everest Basislager und schließlich zum Rongphu Gletscher (ca 5600 m) des Everest.

Warum Tibet

Was ich wollte: Trekkingtouren jenseits ausgetretener Pfade, die Möglichkeit in kleinen Klöstern Ruhe zu finden und am wirklichen Alltag von Mönchen teilzunehmen und letztendlich auch eine Kultur kennenzulernen, die sich von den anderen, bereits erlebten, asiatischen Ländern unterscheidet. Außerdem, wenn auch nicht auf dem Gipfel, so zumindest in seiner Nähe, den aus zahlreichen gelesenen Büchern mystifizierten Everst zu erleben. Das waren einige der Gründe die mich auf`s Dach der Welt zogen. Was ich bekam: Genau das.

Berg bleibt Berg... auch auf 5000m Höhe.Yak-Kot... kneten, klatschen, verbrennen.Kleine Mönche.

Was Sie schon immer über TIBET wissen wollten…

Wer sollte das Land bereisen ?
Nun, dieses Land ist vielleicht nicht gerade als Einstieg in den asiatischen Kontinent zu empfehlen. Es lebt vor allem durch die übermächtige Wirkung seiner Gebirgsszenerie – die jedoch, wer es gerne abwechslungsreich hat, auch eintönig wirken kann. Es gibt keinen Strand, keine Bäume, kein Nachtleben…es gibt eigentlich nichts. Aber dieses Nichts ist es, was Tibet ausmacht – und die freundlichen und aufgeschlossenen Menschen. Also, wer Ruhe und Frieden sucht und seine Gedanken am endlosen Horrizont verschwinden lassen will, ist hier richtig.

Wie komme ich rein…
Die Einreise ist per Flugzeug über China möglich (aber nicht empfehlenswert, da der plötzliche Höhenunterschied auf ca 3500 m den meisten die sofortige Rückreise aufzwingt), per Bus von China oder von Kathmandu aus machbar, aber anstrengend. Bei letzterem ist die Gerüchteküche immer am Kochen. Als wir in Kathmandu ankamen, hieß es: „Individualeinreise in Gruppe möglich“. Was ist eine „Gruppe“?! Wilde Spekulationen: 4, 5, 6? Naja, man kann über die in den unzähligen Unterkünften in Kathmandu aushängenden Pinboards Mitreisende suchen. Klappt wunderbar (ca 2-3 Tage einplanen), Einreise ist dann aber noch nicht garantiert. Wir wurden zurückgeschickt und mußten vorher einen von China gestellten Jeep anmieten (nur mit Fahrer). Kostet 100 $ pro Person (4 sind ok, bei mehr Personen wirds eng). Übernachtet wird in Dörfern. Anfahrt nach Lhasa (empfiehlt sich als Stützpunkt) dauert 4-5 Tage. Trampen funktioniert sehr schlecht (überall Kontrollposten und Strafe für Fahrer) und wenn (vor Posten aussteigen, rumlaufen, einsteigen) dann nur innerhalb des Landes (nicht über die Grenze). Noch ein Tip zum „Niemandsland“ zwischen Nepal und China (Tibet). Das ist ein etwa 3 km langer extrem steiler, schottriger Anstieg von der Brücke im Tal die Schlucht hoch zum chinesischen Kontrollposten. Man kann das zwar laufen, besser ist aber, nach harten Verhandlungen mit einem der großen Trucks für ungefähr 2 Euro hoch/runterzufahren. Frauen dürfen vorne sitzen. Männer spüren hinten auf den eingegitterten Stahlladeflächen, wie sich Tiere beim Transport zum Schlachter fühlen.

Gebetsfahnen auf einem 5200m-Pass.Potala in Lhasa.Berg bleibt Berg... auch auf 5000m Höhe.

…rum…
Wenn man drin ist, ist es noch lange nicht vorbei mit der Bürokratie – im Gegenteil. Abgesehen von Lhasa, sieht man (als chinesischer Besatzer) es nicht gerne, wenn Ausländer alleine reisen. Also, für fast jede einzelne Region muß man sich in Lhasa Permits beschaffen. Nicht immer notwendig, wenn man einkakuliert, nach dem Erwischen ein paar Stunden festzusitzen bei der Polizei. Unterwegs kann man Yaks „mieten“ (büffelähnlich). Einfach zum Hirten gehen und fragen (ca 1,50 $ pro Tag). Meistens will der Hirte oder ein anderer aber mit seinem Tier mit. Also Rucksack selbst tragen oder einen Einheimischen als Begleiter haben. Zelten geht, auch wenn’s mitunter bitterkalt werden kann. Die Unterkünfte unterwegs sind aber meist zugiger und ungemütlicher als das Zelt.. Bei weiter entfernten Sachen kann man wieder einen Jeep (mit Fahrer) mieten. Reisepartner zum Autoteilen zu finden ist (über Pinboard) sehr einfach.

Vieeeeeel Trinken unterwegs (ca 7-8-Liter pro Tag). Ansonsten ist Höhenkrankheit garantiert!!! Wasser fließt unterwegs überall – klar und trinkbar. Wer sich keines selber aus den Bächen holt, der sollte in Lhasa, bzw. umgekehrt gleich an der Grenze sich mit Unmengen von großen (!!!) Flaschen Wasser eindecken. unterwegs in den Dörfern oder Städten gibt es immer nur kleine 0,5 Liter Flaschen für Unmengen von Geld. Es kommen jedes Jahr auf der Strecke Leute um, weil sie die Symptome mit Tabletten unterdrücken. Wer Angst hat, Sauerstofflaschen kaufen (sieht aus wie Haarspray). Hilft allerdings nur 20 Minuten (also gar nicht, außer für die Nerven). Nasenbluten, höllische Kopfschmerzen und Erbrechen etc. einplanen, muß aber nicht kommen (Trinken!). Wir hatten vorher Skrupel, dann aber nichts bemerkt.

In Lhasa ist besonders das Restaurant „Snowland“ zu empfehlen. Lecker! Noch ein Tipp zum Übernachten in den 3 großen Städten (Lhasa, Gyantse, Shigatse). Gerade wenn man mit einem Fahrer unterwegs ist, hört man öfters, das nur die staatlichen Unterkünfte benutzt werden dürfen. Das ist Unsinn und man sollte, wenn der Fahrer in seine Unterkunft fährt, einfach weitergehen, sich eine eigene Unterkunft suchen (siehe Lonely) und mit dem Fahrer am nächsten Tag eine Uhrzeit zum Treffen ausmachen. So bekommt keiner Ärger – und der Fahrer auch nicht.

Noch ein Tip für Benzinkochernutzer. Da eigenes Fahren nicht möglich ist, ist es auch schwierig Benzin zu bekommen. Am besten ist dann, man fragt einen Einheimischen mit Auto bzw. meistens kleinen Ackergeräten, ob er etwas absaugen kann.

…und raus?
Für die Abreise Zeit einplanen, denn da wirds noch mal echt problematisch. Wer mit dem Flugzeug rausfliegt sollte Geld zum Schmieren dabei haben, ansonsten wird man auch mal schnell trotz reconfirmation rausgekickt. Die Plätze sind rar. Besser wieder mit dem Auto raus. Auch dann ist allen bewußt, daß man das muß – entsprechend sind die Preise. Normalerweise ist man nämlich wieder auf die staatlichen Jeeps angewiesen. Aber auch hier gilt – suchen, rumhorchen, schmieren etc. und man findet jemand, der einen rausfährt (Kontrollpunkte werden dann vom Fahrer geschmiert). Kurzum ein Großteil der Zeit vergeht für Permits etc. Aber man ist nie allein.

Was sollte man unbedingt gesehen haben:
per Jeep einreisen und den Mt. Everest und seine Brüder und Schwestern direkt neben sich sehen

Potala (Fotos vergessen, jeder Raum kostet extra bis 200$!!)

Nam-Tso Lake (wahnsinnig blauer See auf ca 4700m und eine kleine Nonne die dort seit 8 Jahren in einem Felsspalt lebt)

Trekking von der Ganden Monastery aus

wild diskutierende/gestikulierende Mönche in der Samye Monastery in der Nähe von Lhasa

Mt. Everest Trekking Tour

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