Dein Outdoor-Abenteuer beginnt hier!

Teaserbild: Land der Seefahrer

Land der Seefahrer

Land der SeefahrerSommer 2000: mit dem Flieger über Brüssel nach Lissabon. Von dort startete unsere 14tägige Rundreise mit Rucksack und Zelt. Zuerst fuhren wir mit dem Zug nach Coímbra, der majestätischen Universitätsstadt. Nicht weit von Coímbra entfernt befinden sich die Ruinen von Conimbriga, eine der am besten erhaltenen romanischen Ruinen auf der iberischen Halbinsel. Mit dem Zug weiter nach Guarda, ein mittelalterlich wirkendes Städtchen. Die letzten Tage verbrachten wir wieder in Lissabon, um dort z.B. das maritime Museum zu besichtigen. Zum Abschluss ein Ausflug nach Sintra und einen Besuch am Cabo da rocas, dem westlichsten Punkt Europas.

Warum Portugal

Nachdem ich insgesamt schon fünfmal in Spanien Urlaub gemacht hatte, war Portugal fast der einzige Zipfel der Iberischen Halbinsel, der mir bis dato unbekannt blieb. Reizvoll machte Portugal sein warmes Klima im Süden und das feuchte, abwechslungsreiche Klima in den nördlicheren Teilen des Landes und vor allem die kurzen Entfernungen zum Meer, da das Land ja relativ schmal ist. Eine Herausforderung bildete auch die Sprache, denn wir konnten nur Spanisch und Französisch und hofften, die wichtigsten Worte ableiten zu können. Und letztendlich wollten wir natürlich den guten Portwein probieren.

Turm von Belém im LissabonBlick auf die Hauptflaniermeile in Lissabon.Stadtaussicht Coimbra

Was Sie schon immer über PORTUGAL wissen wollten…

Wenn Du Spanisch kannst, verstehst Du auch Portugiesisch?
Irrtum! Erstens hören die Portugiesen Spanisch überhaupt nicht gern und ignorieren einen notfalls. Zweitens sind im Portugiesischen viele Wörter dem Spanischen sehr ähnlich, jedoch ist die Aussprache sehr, sehr unterschiedlich, deshalb kann der Spanischsprechende zwar portugiesische Schriftsprache leicht übersetzen, wird aber mit der gesprochenen Sprache große Probleme haben. Viele Portugiesen sprechen Französisch, deshalb wird man mit Französisch weiter kommen als mit Spanisch.

Wie sind die Zeltplätze ausgerüstet?
Zelten ist in Portugal sehr verbreitet und die billigste Übernachtungsmöglichkeit. Die Zeltplätze sind weniger komfortabel als in Deutschland. Für warme Duschen muss extra gelöhnt werden. Auf den meisten Zeltplätzen sind kleine Kioske, in denen man Lebensmittel und auch Brennspiritus oder Gas für den Kocher kaufen kann. Ab Mitte September wird es auf den Zeltplätzen in der nördlichen Gegend sehr leer. Die meisten schließen am 30. September, einige erst Ende Oktober (vorher erkundigen!).

Historische Straßenbahn in LissabonTurm von Belém im LissabonBlick auf die Hauptflaniermeile in Lissabon.

Wie groß ist die Diebstahlgefahr in Portugal?
Auf sein Gepäck sollte man natürlich immer und überall aufpassen, dennoch ist die Gefahr bestohlen zu werden vor allem an der Algarve und den nördlichen Gebieten sehr gering. Vorsicht ist jedoch im Stadtzentrum von Lissabon geboten. Vor allem Marokkaner laufen den Touristen bis an einen Kartenstand oder in ein Geschäft hinterher und versuchen mit ihren Langfingern unbemerkt in die hintere Rucksacktasche oder Hosentasche zu greifen.

Was gibt es zu besichtigen, wenn man sich für die Entdeckungsund Eroberungsfahrten im 15. Jahrhundert interessiert?
Erster Anlaufspunkt ist das weitläufige Schiffsmuseum (Eintritt frei) in Lissabon mit seinen Modellschiffen aus dem Zeitalter der Eroberungen bis zur Neuzeit, darunter die Santa Cruz, die die erste Atlantiküberquerung im Jahre 1922 vollbrachte. Im Souvenirshop des Museums kann man viele verschiedene Nachdrucke von Navigationskarten und eine Reihe attraktiver Flaschenschiffe erwerben. Des weiteren sehenswert ist das Seefahrerdenkmal am Rio Tejo, etwas außerhalb vom Stadtzentrum Lissabons sowie der Turm Belém, der von Manuel dem Ersten errichtet wurde und zum Schutz der Hafeneinfahrt diente.

Fisch oder Fleisch?
Fisch natürlich und Meeresfrüchte, denn die Städte und Dörfer werden mehrmals täglich mit frischem Seefang (Krabben, Thunfisch, Schwertfisch, uvm.) versorgt. Vor allem in Lissabon sollte man sich genügend Zeit nehmen, um sich ein Restaurant seines Vertrauens rauszusuchen. Die Anzahl ist groß, die Preise und der Service sehr unterschiedlich.

Was bringe ich Freunden und Bekannten aus Portugal mit?
Stets ein dankbares Mitbringsel ist eine Flasche guter Portwein (falls diese noch Platz im Rcksack findet). In Lissabon gibt es mehrere ausgezeichnete Fachgeschäfte und Restaurants, die zu einer Weinprobe laden und die guten Tropfen anschließend verkaufen. Einfach die Augen offen halten, den Reiseführer nach Adressen durchforsten, den Herbergsvater oder einen Einheimischen um Rat fragen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Notify me of followup comments via e-mail. You can also subscribe without commenting.

Weiterschmökern

Mit dem Fahrrad durchs Land

Peter  2. Mai 2007

Valle Maira

Jan 22. April 2009

Natur, Kultur und Geschichte im Elsass

Melanie  2. Mai 2007

Östliche Lebensweise mit westlichem Komfort

Marco 28. Februar 2005

An der Ostseeküste...

Sebastian 23. September 2005