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Teaserbild: Steilküsten in der Wüste

Steilküsten in der Wüste

Wir sind im November 1996 zu zweit in einem zum Wohnmobil umgebauten alten LKW des BGS nach Tunesien gefahren. Zunächst nach Genua, um von dort mit der Fähre nach Tunis zu gelangen. Dann südwärts über Kairouan, einer der 4 heiligen islamischen Städte, durch die Gegend des Phosphatbergbaus in Richtung algerische Grenze. Dort gibt es eine wunderschöne Berglandschaft, von der aus wir hinunter zum Chott el-Djerid fuhren. Nach der Umrundung des Chotts zurück nach Norden über Karthago nach Tunis. Kurz gefasst: Tunis-Kairouan-Gafsa-Metlauoi-Tamerza-Chebika-Tozeur-Nefta-Hazoua-Chott-Douz-Feriana-Kasserine-Bulla Regia-Tabarka-Carthage-Tunis.

Warum Tunesien

Der wichtigste Grund für uns war die Sahara.Nachdem ich die Steinwüste des Sinai erlebt hatte, lockte uns die Faszination des Sandes. Wir waren neugierig auf die Farben und Formen der Dünen, auf die Hitze, auf Kamele und Begegnungen in der Wüste. Für den Hanomag von Wolfgang war es eine Bewährungsprobe im Gelände. Das Schönste an der Reise waren die vielen Begegnungen mit Einheimischen, die uns für Reparaturen an ihren Sachen mit Trinkwasser entlohnten, und die Einladung, an einem Film mitzuspielen. Nachts liefen im Mondschein Herden von wilden Kamelen an uns vorbei, eine unglaubliche Silhouette.

Feigenkakteen als kilometerlange Abgrenzung zwischen Olivenplantagen, Feldern, Grundstücken.Eines der Stadttore von Gafsa.Chebika. Eine Gebirgsoase an der algerischen Grenze.

Was Sie schon immer über TUNESIEN wissen wollten…

Gibt es Fatamorganas?

Es gibt sie. Am Chott el-Djerid war die Luft tagsüber so unglaublich heiß und wir sahen oft Steilküsten vor Wasser in der Ferne, die niemals näher kamen, je länger wir auch auf sie zu fuhren. Nichts als Luftspiegelungen, aber es sieht sehr real aus. Zum Abend war die Ebene wieder flach.

Was ist das Chott?

Das Chott ist eine riesige Salzsenke ohne Abfluss, ca. 15-20 m über dem Meeresspiegel. Durch Verdunstung bleiben Salz und Mineralien über dem lehmigen Schlammboden zurück, teilweise mehrere Meter dick. Je nach Mineralgehalt sind die Salzlake und die Platten verschieden gefärbt, rötlich bis grün. Das Befahren ist nur auf ausgewiesenen Strassen und Pisten erlaubt wegen der Gefahr des Versinkens. (siehe Karl May)

Feigenkakteen als kilometerlange Abgrenzung zwischen Olivenplantagen, Feldern, Grundstücken.Eines der Stadttore von Gafsa.Chebika. Eine Gebirgsoase an der algerischen Grenze.

Wie sind die Temperaturen?

Tagsüber war es sehr heiß. In den Wüstengebieten um 40°C und darüber, aber auch im Landesinneren brennt die Sonne sehr. In der Sahara und in den Bergregionen kühlte sich die Luft nachts sehr stark ab und lag bei 5-10°C.

Steht Karthago noch?

Ja und wie. Die Reste dieser ehemals großen Stadt erstrecken sich durch einen ganzen Stadtteil und am Ufer entlang. Es gibt viel zu sehen, z. B. Säulen, Ruinen, Theater, Mosaike und sollte auf keinen Fall ausgelassen werden. Eintrittskarten und Öffnungszeiten gibt es für die Hauptanlage am Meer.

Kann man mit dem Auto durch die Wüste fahren?

Mit dem richtigen ja. Auf der Fähre war eine Auswahl vom edlen, neuesten Rover über W 50 und Unimog bis zu alten Stücken, wie dem unseren. Die Ausrüstung ist wichtig, genug Wasser und Diesel. Man könnte ja doch liegenbleiben. Anstrengend sind die „Waschbrettpisten“, wo irgendwann doch mal ein Wandschrank aufgeht und man völlig durchgeschüttelt wird.

Wie ist das mit dem Essen und Trinken?

Wir hatten Konserven, Nudeln und Suppen dabei. Auch ein paar Flaschen Bier. Das Gewicht spielte ja kein Rolle. In den Ortschaften konnten wir Brot, Marmelade, Früchte und Tee kaufen, teilweise sogar Datteln direkt von der Plantage. Bei privaten Einladungen schmeckte es besonders gut. Den Couscous mit Gemüse als alltägliches Essen sollte man probieren. Zu trinken gab es Minztee, die besondere Minze gibt es extra zu kaufen.

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