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Teaserbild: Die Ostküste Afrikas mit dem Moped

Die Ostküste Afrikas mit dem Moped

Die Ostküste Afrikas mit dem Moped

Nachdem ich bereits einen LKW von Namibia nach Tansania gefahren habe, wollte ich nach Abschluss meines Studiums weitere Länder in Afrika kennenlernen. So entschloss ich mich, meine bereits vorhandene Honda XL 600V Transalp mit Zelt, Isomatte und Schlafsack und dem absolut Überlebensnotwendigsten zu packen, um von Deutschland über Griechenland, die Türkei und Syrien nach Ägypten und dann entlang der Ostküste 25.000 Kilometer bis nach Südafrika zu fahren.

Warum Afrikas Ostküste

Nachdem ich bereits so viele spannende Dinge über Afrika gehört und gelesen hatte, wollte ich diesen spannenden Kontinent nach Bestehen meines Abiturs unbedingt einmal selber bereisen. Mit dem LKW bin ich zuvor bereits von Namibia bis Tansania gefahren. Nun wollte ich auch die anderen Länder Afrikas kennenlernen.

Äthiopien: Man ist nie alleine3 Tage Wüste im Nord Sudan. Hier gibt es keinen AsphaltWinter in Deutschland: Zeit in wärmere Länder zu reisen

Was Sie schon immer über diese TOUR wissen wollten…

Meine Tour in Etappen:
Über das Internetforum horizonsunlimited kam ich in Kontakt mit zwei Leuten, die eine ähnliche Tour planten. Wir entschlossen uns, dieses Wagnis gemeinsam zu unternehmen und trafen uns ein halbes Jahr später bei Beginn unserer Reise das erste Mal. Ich war erstaunt, wie viel mehr Dinge als ich meine Reisepartner zum Überleben brauchten. Ich hatte weder eine Kaffeemaschine noch einen Klappstuhl oder gar Reifenmontierpaste mit dabei.

Gemeinsam reisten wir relativ zügig nach Griechenland und durch Syrien nach Ägypten. Das Wetter in diesen Ländern spielte verrückt. Es regnete fast die ganze Zeit und in Syrien, einem Land in dem ich wüstenartige Verhältnisse erwartet hatte, schneite es. Unsere Visa für Syrien und Ägypten hatten wir uns bereits in Deutschland besorgt. Trotzdem war die Einreise nach Ägypten eine Herausforderung. Wir mussten jede Menge Arabische Formulare ausfüllen, eine arabische Versicherung abschließen und arabische Kennzeichen mit regenwurmartiger Schrift erwerben. Das alles kostete pro Nase mehr, als ein normaler einwöchiger Pauschalurlaub. Trotzdem wurden wir von den Grenzbeamten wie lästiges Ungeziefer behandelt. Als wir schließlich in Ägypten waren, wollten uns viele Polizeiblocks daran hindern, nach Kairo zu fahren. Wenige Tage zuvor war hier eine Autobombe explodiert. Wir ließen uns jedoch nicht von unserem Plan abbringen, wie andere Touristen auch die Pyramiden zu besichtigen. Die ganze Mühe bisher hatte sich gelohnt, als wir schließlich diese imposanten Bauten der Urzeit erreichten. Wir hatten es tatsächlich geschafft.

Außerdem besorgten wir in Kairo unsere Visa für den Sudan. Von Kairo aus folgten wir dem Nil Richtung Süden. In Aswan mussten wir unsere arabischen Kennzeichen zurückgeben und unsere Motorräder auf eine Fähre verladen, die uns in den Sudan brachte. Hier stellten uns die Einreiseformaltäten erneut vor eine große Herausforderung. Wieder mussten zahlreiche Formulare in arabischer Sprache ausgefüllt werden. Außerdem war eine Registration bei der Polizei notwendig. Da hier die Asphaltstraße aufhörte und Weichsandfelder begannen, entschied sich einer meiner Reisepartner, wieder zurück nach Europa zu fahren. Er hatte gehofft, Afrika komplett auf Asphalt durchqueren zu können. Mit schwer beladenen Motorrädern machten wir uns einige Tage später auf den Weg, die Wüste zu durchqueren. Jeder von uns transportierte neben Benzin auch viele Liter Trinkwasser. Selbiges war im Sudan teurer als Sprit. Nach drei Tagen Weichsand, erreichten wir schließlich die schnurgerade Asphaltstraße Richtung Karthoum, der Hauptstadt vom Sudan.
Hier musste ich mein Lenkkopflager austauschen, welches dem feinen Sand der Wüste erlegen war. Da wir keinen Ersatz auftreiben konnten, entschloss ich mich, das obere Lenkkopflager unten einzubauen und oben ein ganz normales Lager einzusetzen. Während ich einen Mechaniker dabei fotografierte, wie er die Reste meines alten Lagers vom Lenkkopf flexte, griff sich plötzlich ein Polizist in Zivil meine Kamera, forderte meinen Pass und nahm mich mit auf die Wache. Ich war festgenommen weil ich Fotos gemacht hatte. Fotografieren ist im Sudan ohne spezielle Erlaubniss verboten! Es dauerte Stunden, die Beamten davon zu überzeugen, dass ich nicht bereit bin, Schmiergeld zu bezahlen, dass ich meine Kamera ebenfalls nicht dort lassen werde, dass die Kamera keinen Film habe den man herausnehmen können und dass ich die Speicherkarte auch nicht zerstören sondern einfach nur löschen werde. Schließlich durfte ich jedoch wieder gehen. Zum Glück besaß ich bereits ein Backup meiner Fotos.

Ich war froh als wir schließlich nach Äthiopien einreisten. Die Welt änderte sich hier komplett. Die Frauen liefen nicht mehr verschleiert herum, sondern waren bunt gekleidet und Kinder lachten wieder. Wo auch immer wir anhielten, gab es ein großes 'Hallo'. Kinder kamen von überall her angerannt und fragten nach Sweets. Wir waren nie alleine und es gelang uns in Äthiopien nicht, einen Platz zum wilden Zelten zu finden. Es gab jedoch zahlreiche günstige Hotels in denen wir auch unsere Motorräder sicher parken konnten.

Traditioneller Markt in ÄgyptenAuch ohne Sprache zu verstehen: Ob ich Bananen kaufen möchte?Giraffen an der Hauptstraße in Tansania (Mikumi National Park)Äquartor in KeniaUfo Landeplätze oder auch Pyramieden genannt in ÄgyptenEinfamilienhaus in Jordanien

Die Einreise nach Kenia war total einfach. Wir erhielten unser Visum für 50 Dollar direkt an der Grenze, füllten einige Formulare auf Englisch aus und durften weiterfahren. Ab hier auf der linken Straßenseite. Wieder waren die ersten 300 Kilometer bis nach Marsabit unasphaltiert. Da die Straße zudem bekannt für Überfälle war, beeilten wir uns, diese hinter uns zu bringen. Mein Reisepartner übertrieb es etwas und fuhr so schnell, dass ihm der Rahmen seiner Suzuki DRZ400 brach. Da wir das Aluminium erst in Nairobi schweißen lassen konnten, musste ich auch noch einen Teil seines Gepäcks transportieren, als wir den Äquator überquerten.
Kurz hinter Nairobi, der Hauptstadt von Kenia, konnten wir uns am wunderschönen Campingplatz „Tivi Beach“ von den Strapazen der Reise erholen. Hier trafen wir auch andere Reisende, mit denen wir Informationen über Straßenzustände etc. austauschen konnten. Leider beschloss mein Reisepartner aus persönlichen Gründen, von hier aus zurück nach Europa zu fliegen.

Ab sofort setzte ich meine Reise daher alleine fort, was kein Problem war. Mein Visum für Tansania erhielt ich ebenfalls an der Grenze. Ich verbrachte einige schöne Tage am Strand bei Dar es Salaam und folgte dann der Straße durch den Tsavo Nationalpark Richtung Grenze von Malawi. Der Tsavo Nationalpark war einer der wenigen Parks, die ich mit dem Motorrad betreten durfte. Hier gibt es keine Löwen, ich sah jedoch jede Menge Affen, Elefanten, Impalas, Gnus und Giraffen am Straßenrand. Es war wirklich toll. In Malawi konnte ich das Leben wieder so richtig genießen. Es gab zahlreiche Campingplätze an denen man verweilen und im tollen Süßwassersee schwimmen konnte. Wirklich ein Geheimtipp für Urlauber. Außerdem bettelte die Bevölkerung in Malawi weniger sondern versuchte statt dessen, schön gefertigte Handarbeiten am Straßenrand zu verkaufen.

Die Reise durch Mosambique war ebenfalls ein Genuss. Vor allem im Süden gab es zahlreiche tolle Strände, die hauptsächlich von Touristen aus Südafrika besucht werden. In Südafrika, dem Ziel meiner Reise, arbeitete ich einige Monate zusammen mit jungen Leuten aus Deutschland, die hier ein soziales Jahr leisteten, auf einem Camphill bei Kapstadt. Hier kümmerte man sich um alte und behinderte Menschen, baute Gemüse an, machte Marmelade und allerlei Handarbeiten. Ich wollte gar nicht mehr zurück nach Deutschland…

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