Abwechslungsreich: Dreiwöchiger Loop im BuzBus

Abwechslungsreich: Dreiwöchiger Loop im BuzBusJuni 2003: Von Johannesburg über die Kleinstadt Waterval Onder ging´s direkt nach Swaziland. Dann zurück nach Südafrika – in den Badeort St. Lucia am Indischen Ozean. Anschließend durch KwaZulu-Natal nach Durban. Letzte Station und einer der Höhepunkte der Reise waren die Drakensberge. Von dort aus zurück nach Johannesburg mit einem kurzen Aufenthalt in Pretoria.

Warum SÜdafrika

Südafrika ist Afrika für Einsteiger: Infrastruktur mit fast europäischen Standard in Verbindung mit afrikanischer Landschaft. Wegen der typischen Tropenkrankheiten braucht man sich in Südafrika keine Gedanken zu machen. Zudem gibt es viel zu erleben: Ob Wandern in den Drakensbergen, Tierbeobachtungen in einem der vielen Wildparks oder Baden im Indischen Ozean – alles war auf unserer dreiwöchigen Rundtour möglich.

In die Drakensberge sollte man sich nur mit entsprechender Ausrüstung wagenKleiner Elefant im Mkhaya-NaturparkDas Bergkönigreich Lesotho hinter den Drakensbergen

Was sie schon immer über SÜDAFRIKA wissen wollten

Wie übernachtet und ißt man günstig?
In Südafrika gibt eine Vielzahl günstiger Unterkünfte für Rucksacktouristen, die sogenannten „Backpacker“. Im Schlafsaal kann dort für etwa 5 Euro übernachten. Es gibt auch Doppeloder Einzelzimmer, die sind dann natürlich etwas teurer. In allen Backpackern gibt es eine Küche, wo man sein eigenes Essen zubereiten kann, was die Reisekasse natürlich enorm entlastet. Die Zutaten können günstig auf dem Markt oder etwas teurer im Supermarkt gekauft werden. Alles in allen ist Südafrika günstiger als Europa.

Wie kommt man im Land herum?
Mietwagen sind in Südafrika ziemlich günstig zu haben. Deshalb wollten wir eigentlich ein Auto mieten. Dummerweise geht das auf keinen Fall ohne eine Kreditkarte und als wir das kurz vor unserer Abreise festgestellt hatten, war es schon zu spät, um noch eine zu beantragen. Theoretisch könnte man auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln reisen, aber es gibt eine bequeme Alternative – den BazBus. Der BazBus richtet sich vorrangig an Rucksacktouristen. Mit einem speziellen „Hop-on, Hop-off“Ticket, kann man, nachdem man sich für ein bestimmtes Ziel entschieden hat, auf der Strecke dorthin so oft einund aussteigen wie man will, bis das Ziel erreicht ist. Der Bus fährt die Backpacker direkt an. Es gibt zwei Routen von Johannesburg nach Kapstadt und zurück. Wir haben uns jedoch für den „Loop“ entschieden – ein Rundkurs von Johannesburg, der über Swaziland, entlang der Küste nach Durban und über die Drakensberge zurück zum Ausgangspunkt führt. Ideal, wenn man nur drei Wochen Zeit hat.

Wasserfall in Waterval OnderIn die Drakensberge sollte man sich nur mit entsprechender Ausrüstung wagen

Welches sind die Highlights auf dem „Loop“?
-Sondzeela Backpacker in Swaziland: Der Rolls Royce unter den Backpackern. Ein bequemes, fast luxuriöses Haus mit Swimming Pool und Kaminzimmer mitten im Mlilwane Wildlife Sanctuary. Abends gibt’s am Lagerfeuer zubereitetes landestypisches Essen. Guter Ausgangspunkt für Tageswanderungen in den Wildpark – dort kann man Nilpferde, Krokodile, Strauße, Zebras und mehr beobachten.
-Drakensberge: Sollte man auf keinen Fall verpassen! Schon J.R.R. Tolkien ließ sich hier inspirieren. Tolles Wandergebiet in beeindruckender Naturkulisse. Von hier aus kann man auch einen Abstecher nach Lesotho unternehmen.

Wie sieht es mit Wanderungen aus?
Die Drakensberge sind ein exzellentes Wandergebiet. Der Monk´s Cowl Naturpark eignet sich besonders für Tagestouren. Etwas weiter nördlich befindet sich das atemberaubende Amphitheater, eine etwa 5km lange, nach innen gewölbte und bis zu 1000m hohe Felswand. Zu den Höhenpunkten gehört eine Wanderung auf das Amphitheater. Nach einem anstrengenden Aufstieg wird man mit einem Blick auf Afrikas höchsten Wasserfall belohnt. Im Winter führt dieser allerdings wenig Wasser und ist teilweise zugefroren.

Und wo kann man wilde Tiere sehen?
Südafrikas bekanntester Wildpark ist der Krüger Nationalpark. Ohne Mietwagen kann ein Besuch allerdings recht teuer werden, da man sich einer geführten Tour anschließen muß. Eine günstigere Alternative ist eine Tagestour im Mkhaya Naturpark in Swaziland. Dort kann man Naßhörner, Elefanten, Giraffen und andere Tiere aus nächster Nähe bewundern. Ein weiterer Wildpark an der BazBus-Route ist der Hluhluwe-Park.

Welchen Gefahren ist der Tourist ausgesetzt?
Die Kriminalitätsrate ist sehr hoch in Südafrika, konzentriert sich allerdings auf die Städte. Nachts sollte man nicht allein draußen herumspazieren und auch tagsüber sollte man unsichere Stadtteile meiden.
Was wilde Tiere betrifft, haben nicht etwa Löwen oder Schlangen die meisten Touristen auf dem Gewissen, sondern die so friedlich scheinenden Nilpferde. Abstand halten ist daher das Motto! Beim Wandern sollte man immer ein Auge auf den vor einem liegenden Weg werfen, weil es sich die Puff-Otter dort gerne bequem macht. Diese Giftschlange bildet sich ein, besonders gut getarnt zu sein, weshalb der Fluchtreflex bei ihr außer kraft gesetzt ist. Unachtsamkeit wird daher mit einem Biß in die Wade bestraft.
Probleme mit unhygienischen gelagerten Lebensmitteln gibt es eigentlich nicht. Sogar das Leitungswasser läßt sich bedenkenlos trinken.

Weiterschmökern:


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Short Cuts SÜdafrika

Beste Reisezeit: Das ganze Jahr über. Im Sommer (also im Winter in Europa) kann es recht heiß werden, im Winter herrschen tagsüber angenehme Temperaturen, während es nachts recht kalt werden kann. Die Temperaturen sind weiterhin von der Höhe abhängig: während in KwaZulu-Natal am Indischen Ozean ganzjährig ein tropisches Klima vorherrscht, kann es im Winter in den höheren Lagen der Drakensberge sogar schneien.
Anreise: Mit dem Flugzeug nach Johannesburg. Der zu unserer Reisezeit günstigste Flug ging mit Emirates über Dubai. Lufthansa bietet auch Direktflüge an, die allerdings teurer sind.
Einreise: Ein für 90 Tage gültiges Touristenvisum erhält man am Flughafen. Außerdem muß man nachweisen, daß man über ausreichend finanzielle Mittel verfügt. Eine Kreditkarte wäre sicherlich ein gutes Argument. Reiseschecks und EC-Karte schienen der Dame am Einreiseschalter bei unserer Einreise etwas suspekt. Nach kurzer Diskussion erhielten wir dann aber doch den ersehnten Stempel in den Paß.
Sprache: Englisch, Afrikaans und neun weitere Sprachen.
Geld: Die Landeswährung ist der Rand. Die EC-Karte funktioniert an allen Geldautomaten. Kreditkarte schadet nie, für Reiseschecks werden ziemlich hohe Gebühren fällig.

wwwo beginnen

bazbus.com
Internetseite des Baz Bus mit allen wichtigen Informationen

coastingafrica.com
Hier versteht jemand was von den Notwendigkeiten des Individualreisenden: Infos zu Transportmöglichkeiten, preiswerten Unterkünften, Trails etc.

Amphitheatre
Internetseite eines guten Backpacker-Hostels in den Drakensbergen

Game Parks Swaziland
Informationen zu Wildparks und Wandertouren in Swaziland

SÜdafrika

Nicht vergessen

Warme Kleidung: Auf den ersten Blick scheint es etwas merkwürdig den warmen Wollpulli oder die dicke Fleece-Jacke für eine Reise nach Afrika einzupacken. Im Winter wird es abends jedoch saukalt, so daß wir viele Abende vorm Ofen oder Kamin verbracht haben.

Sonnencreme: Tagsüber brennt die Sonne - auch im Winter.

Mückenmittel: Malaria ist zwar kein Problem, aber Mücken und andere Plagegeister gibt es trotzdem zur Genüge.

Wanderschuhe: Für Bergtouren in den Drakensbergen unverzichtbar.

Literatur

Martin Pabst: Südafrika. Beck´sche Reihe, München 1997.
Alle Informationen zu Südafrika: Geographie, Geschichte, Kultur.

Henning Mankell: Die weiße Löwin. Dtv, München 1995.
Spannender Krimi, der teilweise in Südafrika spielt. Die ideale Reiselektüre.

Coast to coast. The fine art of backpacking in South Africa.
Toller kostenloser Reiseführer der in fast allen Backpackern erhältlich ist.