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Teaserbild: Wasserwandern in Meckpomm

Wasserwandern in Meckpomm

Wasserwandern in MeckpommPfingsten 2003: Lange hatten wir überlegt, wo wir die vier freien Tage im Juni verbringen könnten: die Masuren waren im Gespräch, eine Wandertour durch die Alpen oder doch lieber Paddeln im Spreewald? Am Ende stach die Paddeltour in Brandenburg/ Mecklenburg sogar die Radtour entlang des Elbe-Radwanderweges aus. Und so verbrachten wir (3 Männlein, 5 Weiblein und Hund Charly) ein verlängertes Spätfrühlingswochenende im Kanadier auf wellenreichen Seen, idyllischen, teilweise aber auch von Motorbooten stark frequentierten Flüssen und in Schleusen. Auf Tagestouren, an denen wir bis zu 7 Stunden im Boot unterwegs waren, schafften wir es bis nach Mirow, Fleeth, Canow und zurück bis zum Ausgangslager in Granzow.

Warum MECKLENBURG-VORPOMMERN

Die Mecklenburgische Seenplatte setzte sich letztendlich durch, weil der Interconnex preisgünstig und in erschwinglicher Zeit von Leipzig bis nach Fürstenberg (Brandenburg) fährt. Auch hofften wir, dass sich die bootsfreudigen Menschen in den Mecklenburgischen Gewässern besser verteilen würden als im Spreewald, was leider nicht ganz der Fall war. Na ja, und irgendwie ist in Mecklenburg auch das Lieblingsziel aller Sachsen – die Ostsee – schon in spürbarer Nähe.

Frühstück: Letzte Stärkung vor der Tagesetappe.Nach dem Umtragen an der Fleether Mühle stehen die Boote zum Einsetzen bereit.Ein Gruppenfoto.

Was Sie schon immer über die SEENPLATTE wissen wollten…

Kajak oder Canadier: Wo ist da der Unterschied?

Grundsätzlich gibt es zwei Typen von Paddelbooten. Zum einen die Kajaks, die geschlossen sind und die man mit einem Doppelpaddel vorwärts (oder auch rückwärts) bewegt. Für Anfänger die schwierigere Variante, da die Boote sehr sensibel auf Richtungsänderungen reagieren und man daher Gefahr läuft, ständig im Zickzack zu fahren (was über einen Zeitraum von vier Tagen mitunter recht anstrengend werden kann).
Der zweite Bootstyp ist der Kanadier. Kanadier sind fast offen, im Gegensatz zum Kajak relativ breit und lassen daher viel Platz für lange Beine und viel Gepäck. Man betreibt sie mit einem Stechpaddel. Für Anfänger auf alle Fälle die bessere Variante, da sich dieser Bootstyp leicht steuern lässt und man kaum kentern kann. Meiner Meinung nach der einzige Nachteil eines Canadiers: Er ist beim gefürchteten Umtragen tierisch schwer und für zwei Frauen alleine auf dem Landweg nur ein paar Meter vorwärts zu bewegen.

Bootfahren: Wird dabei das Gepäck nicht nass?

Das Reisegepäck wird während der Bootsfahrt in wasserdichten Packsäcken oder Tonnen verstaut, die man sich entweder vorher kauft oder gegen eine Gebühr beim Bootsverleih mieten kann. Sonnencreme, Mineralwasser, Handtuch (und alle anderen Dinge, die man dringend im Boot benötigt und auf die man im Falle eines Kenterns verzichten kann) bringt man am besten in einem Plastikbeutel unter.

Lange Wartezeiten in der Schleuse.Frühstück: Letzte Stärkung vor der Tagesetappe.Nach dem Umtragen an der Fleether Mühle stehen die Boote zum Einsetzen bereit.

Von A nach A oder von A nach B oder von A nach B und wieder zurück nach A: Welche Streckenführung sollte ich wählen?

Einen Rundweg (von A nach A) zu fahren hat den Vorteil, dass man am Ausgangspunkt wieder ankommt und sich unterwegs nicht zweimal über den selben Fluss oder See quälen muss. Es ist aber auch kein Problem, von A nach B zu paddeln. Die meisten Bootsverleihs bieten einen Rückholservice an, bei dem die Boote sowie die Paddelcrew in einem Auto mit Anhänger wieder zum Ausgangspunkt zurückgefahren werden. Diese Variante ist jedoch nicht unbedingt preisgünstig.
Eine weitere Variante ist eine Tour von A nach B und wieder zurück nach A. Der Vorteil: Man kommt wieder am Bootsverleih an und kann die Boote ohne Aufpreis zurückgeben. Der Nachteil: Man muss die Strecke zweimal abfahren, nämlich einmal hin und einmal zurück. Diese Streckenführung lässt sich aber vor allem bei kurzen Strecken kaum vermeiden.

Wer hat Angst vorm Motorboot?

Viele Flüsse in der Mecklenburger Seenlandschaft sind für Motorboote gesperrt, weil sie entweder zu schmal oder zu flach sind oder als Naturschutzgebiet gehandelt werden. Auf großen Flüssen wird man jedoch um die eine oder andere Welle der motorisierten Wassermonster nicht herum kommen und kann in seiner kleinen Nussschale ganz schön ins Wanken geraten. Hier hilft nur eins: Sich im senkrechten Winkel auf die Wellen zubewegen, die Paddel nach rechts und links flach auf die Wasseroberfläche drücken und der Dinge harren, die da auf einen zukommen. Wenn möglich: Nicht kentern!

Muss ich auch die Nächte im Boot verbringen?

Nachts auf dem Wasser unterwegs zu sein, mag einen besonderen Reiz haben. Wir entschlossen uns jedoch dazu, auf Zeltplätzen zu übernachten. Die meisten Zeltplätze verfügen über eine Bootsanlegestelle und haben für Wasserwanderer gesonderte Plätze reserviert, damit man die Sachen vom Boot aus nicht so weit tragen muss. Die Übernachtungen kosten längst nicht soviel wie auf den überteuerten Ostseezeltplätzen.

Kann ich während der Tour baden gehen?

Ja, auf alle Fälle! Und dazu muss man nicht einmal einen Strand aufsuchen, denn ein kurzer Sprung ins kühle Nass vom Boot aus, ist der schönste Moment während des gesamten Tripps. Um unnötiges Umziehen im Boot zu vermeiden, sollte man die Badesachen schon drunter haben. Unbedingt ausprobieren!

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