Hoch hinaus beim 16. Sächsischen Schulcup im Klettern

Am vergangenen Freitag war wieder das “Große Krabbeln” im No Limit angesagt: 35 Schüler-Mixteams machten sich auf, ihren Sachsenmeister in vier unterschiedlichen Altersklassen zu küren. Unter ihnen waren auch bereits bekannte Nachwuchskletterer aus den unterschiedlichen Leipziger Jugend-DAV-Gruppen, Dresdner Kletterprominenz aus dem aktuellen Landeskader des SBB und Mitglieder der KG Kletterbanane. Die längste Anreise hatten die Teams aus Niesky, Bautzen und Zittau, die netterweise vom Veranstalter auch in der Startreihenfolge so eingeteilt wurden, dass sie nicht gleich als Erste in ihren Altersklassen an die Wand mussten. Und nicht nur diese Teams sorgten für viel Spannung in allen Wettkampfklassen.

Die Organisatoren um Reinold Redeniy und Holger Eckardt hatten im Auftrag des Sächsisches Staatsministeriums für Kultus ins No Limit nach Leipzig gerufen und 21 Schulen stellten sich 2012 der Herausforderung.


Mix-Teams heißt, dass jeweils mindestens 1 Junge oder 1 Mädchen im Team sein müssen. Alle Schülerinnen und Schüler können an den Start gehen, ohne vorher irgendeinen Qualifikationswettkampf bestreiten oder Mitglied im DAV sein zu müssen. Wer glaubte, dass mehr Jungs am Start sein würden, wurde schnell eines Besseren belehrt, denn nicht nur im Team des Evangelisches Schulzentrums Leipzig motivierten v.a. die vier Mädels ihren Mitstarter, denn sie erwiesen sich als deutlich sicherer und souveräner in den beiden Qualifikationsrouten. Es gibt in dem Wettbewerb keine Einzelstarter, sondern die besten vier Kletterer aus dem Fünferteam kommen am Ende in die Mannschaftswertung. Im Finale treten dann der beste Junge und das beste Mädel aus dem Team an und in der Summation der drei Kletterrouten (jeder erreichte Griff bedeutet eine bestimmte Punktzahl) wird der Sieger ermittelt.

Schön zu sehen war aber auch, dass es in diesem Jahr wieder Teams gab, bei denen die Teilnahme, also auf Neudeutsch das Event, im Mittelpunkt stand. So starteten zum 16. Cup die Schüler und Schülerinnen aus der SPFZ Chemnitzer Körperbehindertenschule. Sie gingen mit viel Mut, aber auch sichtbar viel Spaß an die Wand – mehr als ein Kletterer aus Chemnitz war erstaunt, wie hoch sie doch gekommen sind – und zeigten voller Stolz, welche Fähigkeiten in ihnen stecken.

Natürlich war genau zu sehen, wer das Klettern intensiver betreibt als ‘nur’ im Rahmen des Schulsportangebots. Traten einige Schüler mit Turnschuhen und ausgeliehenem Klettergurt an, kamen andere Kletterer mit ihrem eigenen Equipment.  Schon in den Qualifikationsrouten zeigte sich dabei, welche Teams am Ende die Platzierungen unter sich ausmachen würden.

Klettern gilt nicht mehr nur als Trendsportart, sondern ist in immer mehr Schulen im Sportangebot angekommen, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. Das Kultusministerium geht von 50 Sportlehrern und Sportlehrerinnen aus, die über die entsprechende Qualifikation für eine Kletterwandbetreuung verfügen – Tendenz steigend. Sieht man sich die Teilnehmerzahlen an, wird schnell deutlich, dass Klettern v.a. in den jüngeren Altersklassen immer beliebter wird. Es ist auch eine steigende Anzahl bei den Schülerinnen zu verzeichnen, die sich nicht nur angstfrei an die Wand trauen, sondern oft in ihren Altersbereichen besser in den Routen unterwegs sind und sich nicht hinter ihren gleichaltrigen Mitschülern verstecken müssen.

Auch wenn es in diesem Jahr nicht für eine Leipziger Schule für das oberste Treppchen gereicht hat und die Ostsachsen traditionell wieder einmal die Siege unter sich aufteilten. Für alle Teilnehmer gilt: „Klettern macht nicht nur Spaß, sondern ist auch gesund, fördert die Konzentrationsfähigkeit und stärkt das Selbstvertrauen“, so die sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth im Vorfeld des 16. Sächsischen Schulcup im Klettern in ihrer Pressemitteilung – dem ist nichts hinzuzufügen und wir freuen uns schon auf die 17. Auflage 2013. Dann vielleicht auch mal mit einem Leipziger Sieg :) .

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