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Daunenschlafsäcke

Optimales Verhältnis von Isolation zu Gewicht und Packmaß. Hervorragendes Schlafklima und unbeschreiblicher Schlafkomfort. Nahezu unbegrenzte Lebensdauer, innovativste Details und beeindruckender Funktionsumfang - Daunenschlafsäcke sind Ausrüstungsgegenstände der Superlative und gehören zweifelsfrei zur Equipment-Elite!

Erstes und wichtigstes Merkmal eines Daunenschlafsacks ist sein geringes Gewicht. Daunen haben im Vergleich zu anderen Füllmaterialien, wie etwa Kunstfasern, eine sehr viel feinere Faserstruktur, wodurch in den Faserzwischenräumen deutlich mehr Luft gehalten wird. Dies resultiert in einer nach wie vor nicht zu schlagenden Isolationsfähigkeit und bedeutet, dass deutlich geringere Füllmengen bessere Komforttemperatur-Leistung bereit stellen können. Mit anderen Worten: Sind ein Kunstfaserschlafsack und ein Daunenschlafsack gleich schwer, so ist der Daunenschlafsack um ein Vielfaches wärmer. Sind sie gleich warm, so ist der Daunenschlafsack ungleich leichter.

Zweites entscheidendes Merkmal, indirekt mit dem geringen Gewicht verbunden, ist das minimale Packmaß eines Daunenschlafsackes. Dieses liegt daran, dass Daune unschlagbar gut zu komprimieren ist. Im entfalteten Zustand bindet sie viel Luft und isoliert, im komprimierten Zustand nimmt sie dagegen kaum noch Platz ein. Gerade diesbezüglich muss nachdrücklich darauf hingewiesen werden, dass es bisher noch nicht gelungen ist, eine Kunstfaser mit auch nur ansatzweise so guter Komprimierungsfähigkeit herzustellen.

Auch hinsichtlich des Schlafkomforts und des Klimas im Schlafsack sind Daunenschlafsäcke mit nichts anderem zu vergleichen. Durch die Fähigkeit der Daune, geringe Mengen an Feuchtigkeit problemlos aufzunehmen, ist das Schlafklima in Daunenschlafsäcken angenehmer und der Schlafsack kann einen größeren Temperaturbereich komfortabel abdecken. Wenn also neben den technischen Details auch der Wohlfühlfaktor eine Rolle spielt, dann ist die Wahl eines Daunenschlafsacks alternativlos.

In Abhängigkeit vom Einsatzzweck kann zwischen verschiedenen Ausstattungsdetails und Konstruktionsweisen gewählt werden. Deckenschlafsäcke eignen sich für wärmere Temperaturen und Hüttentouren, Schlafsäcke in Mumienform isolieren effizienter, sind leichter und oftmals mit mehr technischen Details, wie Konturkapuzen, Wärmekragen und Reißverschluss-Abdeckleisten, ausgestattet, um zusätzlich Wärmeverlust zu unterbinden.

Auch die Fertigung der Daunenkammern ist von einiger Bedeutung. Je nach Bauweise verteilen diese die Daune besonders gut, bzw. verhindern deren Verrutschen und damit die Entstehung von Kältebrücken. Auch die Verbindung zwischen Schlafsackaußen-und Innenmaterial spielt dabei eine Rolle.

Durchgesteppte Kammern bilden im Nahtbereich Kältebrücken, sparen aber Material und Gewicht und sind daher kostensparender herzustellen. Diese Konstruktionsform ist ideal für Sommer- und Reiseschlafsäcke.

H-Kammern stellen die am Weitesten verbreitetste Bauweise dar. Die Daunenkammern besitzen an den Verbindungsstellen zwischen Innen- und Außenstoff senkrecht verlaufende Trennwände. So liegt das Material nicht direkt aufeinander und der Wärmeverlust wird minimiert. Dennoch ist in diesem Bereich kein Daunenmaterial, wodurch leichte Kältebrücken entstehen. Diese Technik wird bei Daunenschlafsäcken eingesetzt, die moderaten Ansprüchen genügen sollen - und dies auch tun! Sie bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, da sie vergleichsweise unaufwendig herzustellen sind und Kältebrücken ausreichen unterbinden.

Trapezkammern sind, wie der Name vermuten lässt, im Querschnitt trapezförmig und garantieren auch im Bereich der Trennwände gute Isolation. Durch den schrägen Trennwandverlauf befinden sich auch im zusammengedrückten Zustand an fast jeder Stelle des Schlafsackinneren Daunen. Die Daune wird hier so gleichmäßig verteilt, das Kältebrücken nahezu ausgeschlossen sind. Diese Konstruktionsweise wird bei Daunenschlafsäcken verwendet, die anspruchsvolleren Einsatzzwecken gerecht werden müssen.

V-Kammern schließlich sind am aufwändigsten zu nähen und gewähren die beste Isolation, da die Daunen bei dieser Kammernkonstruktion perfekt fixiert und verteilt werden. Kältebrücken sind kein Thema. Allerdings wird der Schlafsack bei diese Art der Verarbeitung etwas schwerer, weshalb mitunter auch bei professionellen, Expeditions-tauglichen Schlafsäcken die Trapezkammern-Konstruktion verwendet wird.

Ein weiteres Kriterium ist die Qualität der Daune.

Diese hängt vom einzelnen Tier, dessen Herkunft sowie Aufzucht und der Sortierung ab. Grundsätzlich ist Gänsedaune wesentlich dichter als Entendaune. Sie gilt als hochwertiger, da sie trotz geringer Füllmenge sehr hohe Isolationswerte erreicht. Entendaune ist hingegen in der Regel etwas günstiger. Allerdings sind Tiere aus kalten Regionen mit wesentlich größeren, kräftigeren Daunen ausgestattet als Tiere warmer Klimazonen. Es muss daher nicht immer Gänsedaune sein, wenn die betreffende Ente ihr Dasein in kalten klimatischen Verhältnissen fristet. Bei den allermeisten Qualitätsschlafsäcken wird jedoch Gänsedaune verwendet.

Die Qualität einer Daune besteht vor allem in Ihrer Fähigkeit, sich aus komprimiertem Zustand wieder vollends zu entfalten. Hierbei spricht man von Bauschkraft, oder Loft, welche in ‘cuin‘ angegeben wird. Man misst das Volumen der Daunen im Verhältnis zum Gewicht. Eine amerikanische Unze der Daunenmischung wird im Messzylinder für 24 Stunden zusammengepresst. Anschließend wird das Volumen gemessen, auf das sich die Probe ausdehnt, und in der Einheit cuin (cubic inches, Deutsch: Kubikzoll; zur Vorstellung: 1 Kubikzoll = 16,39 Kubikzentimeter) angegeben. Ein hoher cuin-Wert garantiert also eine besonders feine und flexible Daune die auch nach häufigem Komprimieren sehr viel Luft binden kann und daher trotz geringer Füllmenge hervorragend isoliert. Schlafsäcke sollten mindestens 500 cuin haben, die meisten Schlafsäcke aus unserem Sortiment haben jedoch ca. 675 cuin und bieten damit ein optimales Verhältnis von Daunenqualität, Wärmeleistung und Preis. Bei Schlafsäcken der niedrigsten Gewichtsklasse sowie Modellen für den Einsatz unter Extrembedingungen werden Daunen mit bis zu 875 cuin eingesetzt. Nur so kann gewährleistet werden, dass ein Schlafsack, der bis -20°C zuverlässig warm hält, auch noch in den Rucksack passt.  

Daunenfüllungen werden immer als eine Mischung aus Federn und Daunen verarbeitet. Die Federn verleihen der Füllung mit ihrem stabilen Federkiel Stabilität, weswegen zumindest ein kleiner Federanteil unerlässlich ist. Daunen bauschen die Füllung auf und garantieren das tatsächliche Isolationsvermögen. Das Mischungsverhältnis wird in Gewichtsprozenten angegeben. Die Angabe 90/10 bedeutet zum Beispiel: 90 Prozent Daune und zehn Prozent Federn. Je höher der Daunenanteil ist, desto besser ist die Isolationsfähigkeit, jedoch sollte der Federanteil nie weniger als 5 Prozent betragen.  

Die Synthese aus Bauschkraft als auch Mischungsverhältnis bedingt somit die endgültige Qualität der Daunenfüllung und damit die Leistungsfähigkeit des Schlafsacks. Die bestmögliche Kombination wäre daher also ein Schlafsack mit einer Bauschkraft von 875 cuin und einem Mischungsverhältnis von 95/5.

Einziger Nachteil von Daune ist deren Eigenschaft, bei Nässe zu verklumpen und folglich nicht mehr zu Isolieren. Dies wird jedoch oft überbewertet. Die Daune muss hierfür nämlich schon richtig nass werden und längere Zeit nicht trocknen können. Wer also nach Skandinavien, Patagonien oder Schottland fährt, sollte keines Falls auf einen Daunenschlafsack verzichten. Das dabei zu erwartende Feuchtigkeitsaufkommen (v.a. durch Kondensation) in einem dichten Zelt steckt dieser allemal locker weg! Nur wenn es in Regionen mit dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit geht, sollte auf einen Daunenschlafsack verzichtet werden. Auch bei romantischeren Aktivitäten, die häufige Übernachtungen unterm Sternenhimmel (also ohne Zelt) beinhalten, ist der Griff zum Kunststoffschlafsack ratsam. Regelmäßiger Morgentau kann der Daunenfüllung zumindest auf lange Sicht ziemlich zusetzen. Darüber hinaus sind Daunenschlafsäcke uneingeschränkt zu empfehlen!

Bliebe noch der Preis, der bei Schlafsäcken aus Daune deutlich höher zu Buche schlägt, als bei Ihren Kunststoff-Geschwistern. Dieser ist aber mehr als berechtigt. Entscheidet man sich für einen Daunenschlafsack, wird man lange Freude an ihm haben. Denn wer heute noch Omas Federbett nutzt, weiß, dass Daunen ein Leben lang halten, vielleicht sogar zwei. Bei guter Pflege und regelmäßiger Reinigung spricht nichts dagegen, sich schon mal für lange Zeit an den Daunenschlafsack zu gewöhnen. Der vermeintlich hohe Anschaffungspreis amortisiert sich zusätzlich durch die Fähigkeit der Daune, ihren ursprünglichen Loft, bei professioneller Wäsche durch eine ausgewiesene Daunenschlafsack-Wäscherei, auch nach langer Zeit nahezu vollständig regenerieren zu können. Zudem kann im Rahmen dieser Behandlung bei Bedarf neue Daune nachgefüllt werden.

Umso höher also der Anspruch an Temperaturleistung, Einsatztauglichkeit und Langlebigkeit sowie die Qualität von Material und Verarbeitung ist, umso mehr lohnt sich die Anschaffung eines Daunenschlafsacks.