Schlafsäcke

Egal ob mehrwöchige Trekkingtour, Klettersteigtour mit Hüttenübernachtung, eine lange Reise oder einfach sommerlicher Camping-Urlaub - mit dem richtigen Schlafsack steht und fällt der Erfolg des ganzen Unternehmens. Nur wer gut ausgeruht in den Tag startet, kann ihn auch genießen. Die Bedeutung des Schlafsackes kann also gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. So unterschiedlich die möglichen Einsatzzwecke und Anwendungsbereiche für Schlafsäcke sind, so vielfältig ist das Angebot an Schlafsacktypen und -formen. Vom Deckenschlafsack, der für den Notfall im Auto liegt, bis hin zum Expeditionsschlafsack, der sich erst bei frostigen -20°C wohlfühlt, ist in unserem Sortiment jeder Schlafsacktyp vertreten.Vorm Schlafsackkauf steht daher die Überlegung, was genau vom Schlafsack erwartet wird und welche Kriterien er erfüllen muss. Die erste Grundsatzentscheidung betrifft hier den Temperaturbereich. Alle Schlafsäcke aus unserem Sortiment werden nach EU-Norm getestet und sind mit Angaben zu Komfort- Komfortlimit- und Extremtemperaturbereich ausgewiesen. Entscheidend sind Komfort und Komfortlimit. Diese geben an, bei welcher Außentemperatur der Schlafsackinsasse, bzw. die -Insassin leicht bekleidet die Nacht durchschlafen kann, ohne aufgrund von Kälteempfinden aufzuwachen. Die Spanne zwischen Komforttemperaturbereich und dem Komfortlimit trägt der Tatsache Rechnung, dass das Kälteempfinden von Mensch zu Mensch leicht differiert. Das Temperaturlimit gibt dabei die Grenztemperatur an, bis zu welcher der Schlafsack höchstens eingesetzt werden sollte. Der Extrembereich schließlich bezeichnet die Temperatur, bei welcher der Kältetod gerade noch vermieden werden kann, wobei mit ersten Erfrierungen zu rechnen ist. Generell gilt: umso tiefer der Komforttemperaturbereich, umso mehr Füllung, umso mehr Gewicht. Die Überlegung bezüglich der Komforttemperatur spielt daher auch für den zweiten wichtigen Entscheidungsfaktor eine Rolle: das Gewicht und das Packvolumen des Schlafsackes. Gerade bei längeren Touren oder bei restriktiver Gepäckbegrenzung empfiehlt sich meist ein Daunenschlafsack, da diese das bessere Verhältnis von Isolation, Gewicht und Packmaß garantieren. Daune ist, in Abhängigkeit von Ihrer Qualität, hervorragend komprimierbar, unfassbar leicht und isoliert im Verhältnis zu Kunststoff deutlich besser. In der Regel wird daher bei anspruchsvollen und etwas extremeren Touren die Wahl eher auf einen Daunenschlafsack fallen. Für Touren in wärmeren Gebieten, wenn die Komforttemperatur nicht entscheidend ist, gibt es aber auch relativ leichte Kunstfaserschlafsäcke. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass ein Kunstfaserschlafsack bei gleichem Komforttemperaturbereich schwerer als ein Daunenschlafsack ist, bzw. bei gleichem Gewicht nicht so gut isoliert. Der Vorteil des Kunstfaserschlafsackes ist, neben dem geringeren Preis, seine Unanfälligkeit für Feuchtigkeit. Das heißt im Klartext: sollte der Schlafsack doch mal völlig durchnässt sein, isoliert er, im Gegensatz zu Daunenschlafsäcken, immer noch so gut, dass starke Unterkühlungen ausgeschlossen werden können. Dies qualifiziert Kunstfaserschlafsäcke für Touren in Gebieten mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit, etwa Süd-Ost-Asien, sowie für Übernachtungen ohne Zelt im Freien und für Wanderungen mit undichten Zelten. Der niedrigere Preis macht sie zudem interessant für klassische Camping-Urlaube, bei denen der Schlafsack nicht selbst getragen werden muss.

Liegelänge und Passform sind weitere entscheidende Kriterien, die beim Kauf eines Schlafsacks berücksichtigt werden sollten. Ein Deckenschlafsack bieten mehr Beinfreiheit und gilt daher als komfortabler, ein Mumienschlafsack überzeugt mit optimiertem Gewicht, besserer Komprimierbarkeit und verbesserter Isolationsfähigkeit.

Ein eigenes Kapitel sind Inletts, auch Travelsheet oder Hüttenschlafsack genannt. Sie kommen zum Einsatz, wenn die Außentemperatur eigentlich keine Rolle spielt, sei es, weil in einer Hütte übernachtet wird, oder weil es im Reiseland auch nachts warm genug ist. Sie dienen daher vor allem hygienischen Zwecken.

Schlussendlich ist darauf hinzuweisen, dass ein guter Schlafsack durch die Wahl der richtigen Isomatte maßgeblich optimiert wird. Auch hier spielen die spezifischen Bedürfnisse, die an die Isomatte gestellt werden, die entscheidende Rolle. Die verschiedenen Modelle unterscheiden sich hinsichtlich ihres Isolationsvermögens, ihres Komforts, ihres Gewichts und ihres Packmaßes.