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Teaserbild: Down Under einmal anders – 2 verrückte Mädels erkunden im Schnellverfahren die halbe Welt –

Down Under einmal anders - 2 verrückte Mädels erkunden im Schnellverfahren die halbe Welt –

Down Under einmal anders - 2 verrückte Mädels erkunden im Schnellverfahren die halbe Welt –

Frühstück in Lyon, Mittagessen in Madrid, Teatime in London und Abendessen im Flieger auf dem Weg nach Kuala Lumpur. Wer würde da nicht sagen: „Die spinnen doch!“? Aber diese Art des Reisens ist bei genauerer Betrachtung wirklich genial und ich bin gespannt, ob nicht der ein oder andere diesen Weg nachvollziehen wird.

Warum Australien

Der Anfang dieser Reise basiert, wie das meistens so üblich ist, nicht auf einer stundenlangen Recherche nach dem spannendsten Urlaubsort oder der abenteuerlichsten Reise des Lebens, sondern auf einer Kurzblitzaktion. Auf der Internetseite „www.urlaubspiraten.de“ kam plötzlich das Angebot für 500 Euro nach Australien zu reisen (Hin- und Rückflüge). Somit wurde kurzerhand zugegriffen und die Reise nach Perth mit längeren Aufenthalten in Kuala Lumpur und Singapur stand fest.

Little IndiaFremantle PrisonAustralien

Was Sie schon immer über DIE TOUR wissen wollten…

Am Samstag, den 05.03.2016 ging der große Trip um die halbe Welt los. In Leipzig wurde der ICE nach Frankfurt am Main genommen, um dort pünktlich in den Hochgeschwindigkeitszug „TGV“ zu wechseln. In Lyon angekommen, wurde schnell der Osprey Farpoint 55 mit abnehmbarem Tagesrucksack (sehr zu empfehlen bei einer Flugreise) in dem Hotel abgelegt und in ein französisches Restaurant gegangen.
Der Morgen begann mit einem leckeren Frühstück aus Croissants und Cafè au Lait. Danach hieß es auch schon einsteigen in den Rhòneexpress (Tram zum Aeroport für 15,60 Euro), um rechtzeitig am Flughafen zu sein. Zur Mittagszeit meldeten sich pünktlich unsere Mägen, sodass wir im „Mas Q Menos“ im Flughafen von Madrid einkehrten, wo es richtig leckere spanische Köstlichkeiten gibt. Der Salat mit gegrilltem Ziegenkäse, Rosinen, Walnüssen und Salatblättern war großartig und mir läuft noch immer das Wasser im Munde zusammen, wenn ich daran denke.
Mit vollem Magen und zwei Café con leche später ging es zu dem nächsten Flug nach London. In London angekommen wurde auch schon die Teatime mit verschiedenen Teesorten und Scones eingeläutet. Auch hier verging die Aufenthaltszeit wie im Flug.
Next stop: Kuala Lumpur. Nach einem 12-stündigen Nachtflug hatten wir unser Zwischenziel erreicht. Am Flughafen angekommen, nahmen wir den KLIA-Ekspres (Onlinetickets für 2 Personen kostet nur 180 RM), der uns bis zum KL Sentral brachte. Von dort kann man die Stadtbahn nehmen (Singleticket 2,50 RM) und zu seinem Zielort fahren.
Kuala Lumpur ist eine Millionenstadt (1,5 Mio. Einwohner) und begeistert mit ihrem Facettenreichtum. Neben gewaltigen Hochhäusern und Wolkenkratzer stehen heruntergekommene und verlassene Gebäude, die ihre Blütezeit schon länger hinter sich haben. Sehenswert sind vor allem die Petronas Tower (unbedingt Onlinetickets erwerben) und der Bukit Nanas, ein Forrest Trail mit wunderschöner Hängebrücke unweit des Stadtkerns. In Chinatown befinden sich 3 verschiedene Gotteshäuser, die besonders von außen sehr beeindruckend sind. Wer die religiösen Stätten von innen besichtigen möchte, sollte am besten eine Zip-off-Hose dabei haben, denn die Häuser dürfen nur mit langer Bekleidung trotz extremer Hitze (Juni: 39 Grad) betreten werden.
Um mal der Stadt zu entfliehen, lohnen sich die Batu-Höhlen. Zugfahren ist in Kuala Lumpur sehr preisgünstig, aber man muss mit längeren Fahrzeiten rechnen. Die Abfahrtzeiten der Züge ändern sich ständig nach keinem einleuchtenden System.
Die Höhlen sind ein absolutes Highlight. Auch wenn man für die Tempelhöhle über 270 Stufen hochlaufen muss. Oben angekommen, erlebt man einen wunderschönen Gebetsraum, der sogar von Affen und Hühnern sehr gut besucht wird. Schade ist nur, dass selbst die Tempelhöhle nicht von Souvenirständen verschont bleibt. In einer weiteren Höhle, „Dark Cave“, kann man das Treiben der Tiere in einer Höhle erleben. Mit Schutzhelm und Taschenlampe werden die Höhlengänge zum Teil kriechend als auch rutschend erkundet.
Bei den kulinarischen Spezialitäten kann man sich streiten. Das einheimische Porridge ist Reisbrei, der mit verschiedenen Toppings wie roter Bohnenpaste, Sojasauce oder Erdnüssen gegessen wird. Die Foodstände in der Jalan Alon sind fantastisch. Die Straße erinnert einen an die Backpackerstraße "Khao San Road" in Bangkok und ist genauso verlockend mit ihren Obstständen und den verschiedenen Garküchen.
Es gibt hier auch ein spezielles Eis, welches aus gecrushtem Eis besteht, das mit verschiedenen Zuckersaucen, Erdnüssen, Kondensmilch und Mais bzw. roten Bohnen serviert wird. Man muss es mal probieren, aber es ist sehr gewöhnungsbedürftig.
Bilder zu den traditionellen Speisen und ebenso ihrer Zubereitung sind u.a. im Lonely Planet „Südostasien für wenig Geld“ (China Williams, 2014) aufgeführt. Dieser Reiseführer empfiehlt sich besonders, wenn der Geldbeutel nicht so prall gefüllt ist.
Nach einem 3-tägigen Aufenthalt in der Stadt – und die Zeit war wirklich ausreichend für alle Sehenswürdigkeiten und das Kennenlernen der Kultur – ging es auf direktem Weg nach Australien.

AustralienBatu HöhlenBusseltonGarden by the BayGarden by the BaySingapur

Perth, die viertgrößte Stadt des Kontinents und die Hauptstadt Westaustraliens, ist ideal, um das Outback zu erkunden. Mit einem geräumigen Geländewagen fuhren wir durch das Land.
Unsere erste Unterkunft war ein ehemaliges Gefängnis in Fremantle und dort kann man die Geschichte hautnah miterleben. Absolut empfehlenswert, wenn man außergewöhnliche Übernachtungen mag. Die Küche ist sauber und perfekt ausgestattet, sodass man dort ohne Bedenken seine Mahlzeiten zubereiten kann. In dem großen Kühlschrank kann man mittels Boxen seine Sachen verstauen. Zum Frühstücken bietet sich aber der Fremantle Market in der Markthalle unweit des Gefängnisses, an. Dort gibt es alles, was man möchte. Die Energy Balls sind extrem lecker und das Fruchtangebot ist wirklich günstig.
Viele Sehenswürdigkeiten gibt es in dem Vorort nicht, dennoch ist ein ruhiger Spaziergang durch die Stadt sehr schön. Ein absolutes Highlight sind die Nachtmärkte am Sunset Beach. Dort wird immer leckeres Street Food aus allen Länder angeboten und Locals tanzen und singen. Es ist ein Fest, zu dem alle eingeladen sind und bei dem man sich heimisch fühlt.
Die Hauptstadt Perth mit all ihren Sehenswürdigkeiten wie dem geschichtsträchtigen Bell Tower oder dem London Court, wo man zurück in längst vergessene Zeiten versetzt wird, ist einen Aufenthalt wirklich wert. Verliebte können an dem angrenzenden Geländer des Bell Towers ihr Liebesschloss anbringen. Ruhepausen und Erholung von der Stadt findet man im nahe gelegenen Kings Park. Dort kann man verschiedene Trails gehen und anhand von Infotafeln mehr über die einheimische Natur lernen. Auch in Perth wird in der Woche der "Twilight Hawkers Market" veranstaltet mit Livemusik und Street-Food-Ständen. Nachdem wir nun die beiden Städte ausreichend gesehen hatten, ging unser Road Trip los.
Von Fremantle nach Margaret River mitten durch das Land und dann von Margaret River über Yallingup, Dunsborough, Busselton, Bunburry, Rockingham mit Endziel Perth sollte unsere Route verlaufen. Margaret River ist ein kleiner Ort mit einer wunderschönen Bäckerei, die unbedingt zu besuchen ist. Das Hostel „Margaret River Backpackers YHA“ mitten in der Stadt hat nur Dorms (Schlafsäle) und es ist eher unterer Standard, weshalb es auch ratsam ist, einen Hüttenschlafsack zu benutzen. Von dem Ort aus kann man verschiedene Wineries und Companies mit Verkostung besuchen. Ein Traum für jeden Süßschnabel ist die Nougatfabrik „Bettenay's“. Aber auch für den herzhaften Gaumen ist etwas dabei. Zu meinen Highlights zählen die Chesse Company, die Winery Habbs mit einem fruchtigen Weißwein und das selbstgebackene Brot in Yallingup, „Yallingup Woodfired Bread“.
Yallingup ist zwar klein, aber für Erholung gold wert. Wir hatten das große Glück, auf der Internetseite „www.booking.com“ das "Cave House Hotel" zu einem sehr günstigen Preis zu bekommen, sodass wir dort gleich zwei Nächte geblieben sind. Für die zweite Nacht haben wir ein kostenloses Upgrade bekommen, sodass zwei Backpackerinnen in einem noblen Hotel in einer kleinen Suite gewohnt haben. Schon sehr geil! Yallingup selbst besteht eigentlich nur aus dem Hotel, einem Tante-Emma-Laden und einem Backwarenladen, der uns noch ins große Staunen versetzen sollte. Der Strand ist nur 5 min Fußweg entfernt und ist für Surfer als auch für Badefreunde sehr geeignet. Jedoch an Mückenschutz (z.B. NoBite) in den Abendstunden denken, sonst könnt ihr die nächsten Tage, ebenso wie wir mit über 100 Stichen, mit Jucken und Fluchen verbringen. In dem angrenzenden Park stehen zwei sehr gut erhaltene Elektrogrills, die wir auch ausgiebig nutzten. Beim Fleischer wurden frische und ausgefallene Produkte gekauft wie Hühnchenbratwurst mit Feta und getrockneten Tomaten. Auch die hiesige Brauerei ist nicht zu vergessen; das Lagerbier mit Chili ist ein Erlebnis.
Nichtsdestotrotz ist meine Top 1 meiner vielen Empfehlungen in diesem kleinen Ort die Gugelhupf-Bäckerei. Die Kreationen wie Oliven-Walnuss-Gugelhupf oder Schinken-Käse-Gugelhupf sind der Wahnsinn!
In Busselton kann man auf einem Steg am Meer entlang wandern. Wer es lieber gemütlicher mag, kann auch die kleine Stadteisenbahn nehmen. Am Ende des Stegs hat man eine herrliche Aussicht auf die Stadt und kann seinen Gedanken bei dem Anblick des Meeres freien Lauf lassen. Für einen Zwischenstopp lohnt sich auch Mandurah, wo es großzügige Portionen von Fish & Chips an einem wunderschönen Hafen gibt. Nach gefühlt wenigen Tagen, dafür aber sehr gut erholt, da unter anderem in Australien die Uhren langsamer ticken und man sich dort auch mal Zeit lassen kann, geht nun unser Trip nach Down Under dem Ende entgegen.
Mit einem Rucksack voller Erfahrungen, Lebenseindrücken und natürlich Souvenirs geht es zurück nach Perth. Unsere letzte Nacht verbringen wir bei Locals. Über Airbnb konnten wir eine günstige Unterkunft nahe des Flughafens finden und die Vermieter waren sehr gastfreundlich und hilfsbereit. Der Abschied am Flughafen von dem wunderschönen Land fiel uns unendlich schwer. Obwohl wir schon viele Länder mit dem Rucksack durchquert haben, hatten wir für einen kurzen Augenblick das Gefühl, angekommen zu sein und somit beschlossen wir, bald wieder den Kontinenten zu besuchen.
Unser letzter Zwischenstopp war Singapur und im Gegenteil zu Kuala Lumpur sind hier die Unterkünfte und auch die Lebensmittel sehr teuer. Das "5footway.Inn Project“-Hostel in Boat Quay hat keine bzw. nur selten Fenster im Zimmer, aber es liegt sehr zentral und mit der Dachterrasse nahe dem Stadtfluss gar nicht mal so schlecht, da man direkt auf die Marina Bay Sands schauen kann. Chinatown ist auch hier sehr laut und quirlig aber der Bezirk „Little India“ ist sehr schön – mit seinen bunten Häusern in kleinen, engen Gassen.
Die Sultan-Moschee bringt einen ins Träumen und erinnert an die Märchen von 1001 Nacht. Die Kaffeekultur in Singapur ist sensationell! Da wir beide totale Freunde des Kaffeetrinkens sind, war das genau unser Part. Angefangen von den Kopi (Kaffee, Milch, Zucker & Wasser) bis Kopi O Kosong (Kaffee und Wasser) sind alle Varianten mit den 4 Zutaten möglich und erstaunlich. Wenn der Magen knurrt, sollte man unbedingt Laksa probieren, das zu jeder Tageszeit gegessen wird. Laksa ist eine traditionelle Suppe des Landes mit Nudeln, Meeresfrüchten, Pilzen und Fleisch. Mit Chili kann es auch noch im Geschmack verschärft werden und ist echt grandios. Aber auch Chicken Satay, zum Beispiel im Satay by the Bay, einem Foodcourt, ist extrem lecker und man kann dort mit den Einheimischen essen.
Die beste Abendbeschäftigung in Singapur ist der „Garden by the Bay“. Dieser künstliche Garten wird in der Abenddämmerung zu einem funkelnden Meisterwerk. Zu Soundtracks aus Walt-Disney-Filmen wechseln die Bäume ständig ihre Farbe, sodass eine wunderbare Show entsteht, die zudem auch noch kostenlos ist. Auch der Skywalk in den Baumgipfeln ist nicht schlecht und man hat einen guten Ausblick auf den Park.
Eine Reise, die so einen Anfang genommen hatte, musste natürlich auch gebührend beendet werden. So wurde die A380 in Singapur bestiegen und bequem nach London geflogen. Dort angekommen, besuchten wir zuerst das Gleis 9 ¾ (Bahnhof King's Cross), um uns anschließend im „Leon“ eine leckere Portion Porridge zu gönnen.
Die Speisekarte des „Leon“ ist einmalig, sodass man in einem Becher das traditionelle englische Frühstück bekommt oder wie wir Porridge mit verschiedenen Toppings. Nach dem Zwischenstopp ging es dann mit dem Eurostar weiter, der uns bis nach Brüssel brachte. Von dort und mit belgischer Schokolade schwer beladen, nahmen wir anschließend den ICE und nach ein paar Stunden hieß es dann auch schon: „Willkommen zurück in der Heimat!“.

Rückblickend war diese Reise um die halbe Welt wirklich ein sehr erlebnisreiches Abenteuer, das ich nur jedem Weltenbummler wärmstens ans Herz legen kann. Ich bin schon auf meine nächste Reise gespannt. Mal schauen, was mich da erwarten wird.

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