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Teaserbild: Indien, Land der Kontraste

Indien, Land der Kontraste

Indien, Land der Kontraste

Insgesamt waren wir 14 Tage in Indien: Dehli, Mandawa mit den Kaufmannspalästen (Havelis) der ehemaligen Seidenhändler, Bikaner, Jaisalmer, Jodhpur, Ranakpur mit dem Jaintempel und die dazugehörige Anlage, Udaipur, Jojawar im Aravelligebirge, Jaipur und Amber, Fatepur Sikri und Agra. Am Ende steht wieder der Abflug von Dehli.

Warum Indien

Ja, warum Indien? Weil es so kontrastreich gegenüber Europa ist – und das betrifft nicht nur die Farbenvielfalt, die Gerüche und Gewürze, die Landschaften und die Menschen. Indien ist ein Reiseland für Fortgeschrittene, Neugierige und Fotografieinteressierte. Weil Indien zwölfmal größer als Deutschland ist, muss man sich bei begrenzter Urlaubstagezahl auf einen Bundesstaat konzentrieren, um diesen optimal erleben zu können. Wir entschieden uns für Rajasthan wegen der historisch gut erhaltenen Maharadscha-Architektur und der landschaftlichen Vielfalt. Denn Rajasthan ist nicht nur der reichste indische Bundesstaat, sondern kann mit der Wüste Thar und dem Aravelli-Gebirge Besucher in seinen Bann ziehen.

Fort JaisalmerFriseurHändler in Bikaner

Was Sie schon immer über diese TOUR wissen wollten…

Indischer Verkehr
Die Reise startet in Dehli. Hier erlebt der Reisende nach einer langen Flugreise den ersten Eindruck von indischer Lebensart. Eine Stadt, in der offiziell 17 Millionen Menschen leben und die im nördlichen Teil auf typisch-asiatische Weise boomt, mit neuer Hochbahn und unzähligen klimatisierten Hochhäusern; und dann Old Dehli – der komplette Gegensatz.
Hier in Old Dehli heißt es, erst mal den Treffpunkt zu erreichen, denn der Stadtverkehr kollabiert täglich rund um die Uhr. Nur mit einem ansässigen Fahrer von einer zuverlässigen Agentur kann man seinen Urlaubsplan relativ großzügig einhalten. Aus einem achtspurigen Highway wird dann ein doppelt so breiter Highway, jeder überholt, wo sich eine kleine Lücke öffnet und da spielt eine bestimmte Richtung überhaupt keine Rolle. Fahrzeuge jeglicher Coleur und Bauweise geben sich ein Stelldichein.
Wem das noch nicht reicht und wer gerne absolut authentisch und risikofreudig unterwegs sein möchte, der besteigt eine Fahrradrikscha in Old Dehli – „Harakiri“ vom Feinsten, denn in Zeitlupentempo und so nah wie möglich am Geschehen radelt der meist junge Chauffeur kreuz und quer über eine große Straße. Er ist dann schon mal als klassischer Geisterfahrer unterwegs und bringt seine lebende Touristenfracht erstaunlicherweise irgendwann an ihr Ziel, was in unserem Fall der „Spice-Market“ war.

Vielfalt auf allen Ebenen
Hier nun entfaltet Indien sein ganzes Potenial: Blumen, Gewürze, Nüsse, Teesorten – alles da und die Auswahl ist, wie vieles in Indien, grenzenlos. Die rote Freitagsmoschee eröffnet den Reigen der Steinmetzkunst indischer Baukünstler, ihr folgen noch Varianten in Goldgelb (Jaisalmer), Dunkelrot (Bikaner), Ocker (Jodhpur) und Terrakotta (Jaipur) bis hin zu dem weißen Marmor des Taj Mahal in Agra. Die Forts der Maharadschas in Rajasthan sind absolut fantastisch gebaut, bemalt und verziert. Nach zwei Wochen jedoch erlebt der Besucher ein Gefühl von Wiederholung, so ähneln sich dann doch die Wahrzeichen der ehemaligen Herrscher. Wenn man sich, wie wir, den Luxus leisten kann, nur zu zweit (zwei Frauen) mit einem Chauffeur unterwegs sein zu können (der Agentur sei Dank), erhält man Einblicke in Regionen, die Touristen nur sehr selten sehen. Zum Beispiel den Basar von Bikaner, einer Stadt der ehemaligen Seidenkarawanenhändler im Westen von Rajasthan. Mit einem lokalen Guide, natürlich einem Mann, kann man sich in das Gewimmel von Tuk Tuks (motorisierten dreirädrigen Fahrzeugen), Motorrädern, Kühen und schlafenden Hunden sowie Menschen vor und hinter den Verkaufsständen einlassen.
Dieser Cocktail aus Gestank und Lärm, faszinierenden Farben, Hektik, Gelassenheit und tropischer Schwüle bleibt unvergesslich. Kein Foto oder Video gibt diese Impressionen annähernd wieder. Abends im Heritage Hotel, einem von der Maharadschafamilie noch bewohnten Haus, kann man seine Energiereserven auftanken. Es ist eine Oase der Kultur, Kunst und der Gastfreundschaft, verbunden mit einem Hauch zeitloser Eleganz.

HaustierJaisalmerDer Markt in BikanerOld DehliTaj MahalTransport in BikanerAmber FortJaisalmerJodhpur in der Nacht

Eine alte Karawanenstadt in der Wüste
An der pakistanische Grenze liegt Jaisalmer, einst eine wichtige Stadt auf der Seidenroute. Nun in Zeiten politischer Vorsicht hat Indien hier verstärkte Militärpräsenz aufgebaut, was den Tourismus aber kaum beeinträchtigt. Hier findet man so etwas wie saubere Gassen, kleine Souvenirangebote und stilvolles Kunsthandwerk ebenso wie größere europäische Reisegruppen. Das Fort Jaisalmer ist tatsächlich noch komplett bewohnt und man muss es sich so vorstellen, dass auf einem Berg eine kleine Stadt in der Stadt existiert.

Die Highlights
Mein Höhepunkt auf der Reise war das Aravelligebirge mit den Languren und der tropischen Flora und Fauna. Für andere Reisende bleibt das Taj Mahal unvergessen. In weißem Marmor mit kunstvollen Intarsienarbeiten stellt es einen Anziehungspunkt dar und das heißt es wörtlich zu nehmen: Tausende indische Gäste zieht es in das Innere des legendären Grabmals. So sehr, dass einem Europäer mit anderem Distanzverhalten schon mal unwohl sein kann.

Wie sicher ist die Reise?
In Indien gibt es auch in der Gastfreundschaft Kontraste. In einem Land, in dem 65 % lesen und schreiben können, wird sehr schnell deutlich, wie man als Europäerin wahrgenommen wird. Die gebildete Mittelschicht ist überaus interessiert und herzlich, die anderen Schichten weit darunter sehen das pragmatischer: Jeder Tourist wirft mit Geld um sich, glauben sie und sind unfreundlich, wenn sich dieser Glaube in Luft auflöst. Hält man sich an die Ratschläge seiner lokalen Guides und seines Fahrers, reist man als Frau sehr sicher und exklusiv durch das facettenreiche Land.
Wer seine Gesundheit schätzt und einen typischen Zeitplan für seine Reise hat, weiß nach Besuchen auf dem afrikanischen Kontinent und im Himalaja, dass er niemals das Wasser aus dem Wasserhahn zum Zähneputzen benutzt. Nehmt nie die Willkommensgetränke an und seien sie auch noch so gut gemeint. Meidet jegliche Salate und Jogurte und reist nach der alten Regel: Cook it, peel it or forget it. Dazu gehört auch, jede Trinkwasserflasche auf ihren Verschluss zu prüfen. Hat man das alles beachtet und glaubt, auf dem Heimflug könne nichts mehr passieren, sollte vor den Desinfektionssprays der Airlines gewarnt sein, die beim Abflug die Maschine wie im Kriseneinsatz vernebeln – nichts für Allergiker!

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