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Teaserbild: Brocken – Trekkingtour im Harz

Brocken – Trekkingtour im Harz

Brocken – Trekkingtour im Harz

Im Juli 2016 sind wir im Harz von Walkenried über den Brocken bis nach Torfhaus gewandert. Auf unserer dreitägigen Trekkingtour erwarteten uns 53 km mit 1400 Höhenmetern. Wir waren auf den Wegen „Harzer Grenzweg“, „Rund um den Brocken“ und dem „Harzer Hexenstieg“ unterwegs. Der Eckerlochstieg durfte natürlich auch nicht fehlen.

Warum der Harz

Wir wollten gerne den Brocken mit seinen 1142m bezwingen. Einmal auf der Spitze des höchsten Berges Norddeutschlands stehen. Eine Tagestour war uns zu wenig. Daher schnappten wir uns die großen Rucksäcke mit Zelt und Schlafsack und machten uns bereit für eine Trekkingtour im Harz.

die BrockenbahnDer 971 Meter hohe WurmbergEckerlochstieg

Was Sie schon immer über diese TOUR IM HARZ wissen wollten…

Eine Trekkingtour im Harz, wie geht das denn?
Mitte Juli stiegen wir vormittags in Walkenried aus dem Zug. Wir sahen nicht nach den üblichen Wanderern aus, die eine Tagestour vorhaben. Unsere Rucksäcke mit außen befestigter Isomatte sahen nach mehr aus. Ja, es sollte eine Trekkingtour im Mittelgebirge werden. Von Zeltplatz zu Zeltplatz und dann über den Brocken! Im Harz gibt es viele größere Wanderwege, jedoch lässt sich keiner dieser Wege vernünftig von Campingplatz zu Campingplatz laufen. Daher hatten wir uns eine Route über verschiedene Wanderwege zu unseren Schlafplätzen gebastelt.

Der Harzer Grenzweg
Direkt in Walkenried ging es los mit dem geschichtsträchtigen Harzer Grenzweg. Dieser Wanderweg führt entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze und wird auch „Grünes Band“ genannt. Endlose Kilometer führen Betonplatten, auf denen die Grenztruppen patrouillierten, durch den Wald. Am Wegesrand wurden wir regelmäßig durch Infotafeln, Gedenksteine oder Relikte aus vergangener Zeit an die deutsche Teilung erinnert. Für einen wie mich, der die alte Grenze nur aus Berlin kannte, sehr interessant! In Hohegeiß auf dem Zeltplatz angekommen, bauten wir schnell unser Zelt auf, um uns anschließend im angrenzenden Waldbad abzukühlen. Für Gäste auf dem Campingplatz „Am Bärenbache“ ist der Eintritt kostenlos. Also ab in die Fluten! Das Wandern und Schwimmen machte hungrig. Daher gab es abends Nudel-Fertiggerichte und zum Nachtisch Milchreis, den wir mit Milchpulver anrührten.

Auf dem Gipfel vom BrockenDie alte innerdeutsche Grenze mit WachturmDie Sonne brannte auf dem Harzer HexenstiegIm Hintergrund ist der Brocken schon zu sehenWaldbad in HohengeissPatrouillenweg am Grünen Band

Der Wanderweg ‚Rund um den Brocken‘ samt Dampflok
Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück weiter über den Harzer Grenzweg, entlang am Grünen Band. Durch schöne Waldstücke ging es vorbei an alten Wachtürmen, Stacheldrahtzäunen und ehemaligen Mienenfeldern. In der Nähe des kleinen Örtchens Sorge wechselten wir auf den Wanderweg „Rund um den Brocken“. Dieser Weg sollte uns bei 25°C und strahlendem Sonnenschein zu unserem nächsten Zeltplatz nach Schierke bringen. Der Weg führt dicht an den Schienen der Brockenbahn entlang. Eine Dampflok auf einer Schmalspurbahn aus dem 19. Jahrhundert bringt täglich viele Touristen auf den Brocken. Es dauerte nicht lange, da hörten wir bereits das Schnaufen und Pfeifen der historischen Bahn. Schnell die Kamera ausgepackt, ergatterten wir unseren ersten Schnappschuss der 700 Ps Dampflok. Eine einfache Fahrt auf den Brocken kostet ca. 25€. Wir sparten uns das Geld, denn wir waren auf einer Trekkingtour und nicht auf einer Kaffeefahrt!
Gestern und heute sind wir bereits 36 km gewandert. Dementsprechend müde kamen wir am Zeltplatz „Schierker Stern“ an. Der Platz liegt auf 625 m und ist somit der höchste Campingplatz im Harz. Uns gefiel es hier richtig gut. Endlich mal ein Platz ohne Dauercamper und ein gut sortierter Kiosk mit allem, was man auf einer Trekkingtour braucht. Nudelgerichte, kleine Päckchen Marmelade, Nutella, Kaffeesticks… Die Zeltwiese befindet sich unter großen Bäumen und man schlägt sein Zelt dort auf, wo es gerade hinpasst. Und das Beste ist, dass wir unser Ziel, den Gipfel vom Brocken, direkt von unserem Zelt aus sehen konnten!

Gipfelglück
Da es am nächsten Tag knapp 30°C heiß werden sollte, brachen wir bereits um 9 Uhr auf, um vor der großen Hitze den Gipfel des Brockens zu erreichen. Der Weg „Rund um den Brocken“ führte uns weiter durch schöne Waldstücke, vorbei an kleinen Gebirgsbächen und schließlich zum Eckerlochstieg. Dies ist ein ca. 1 km langer Weg über große Felsen, Holzstege und Granitbrocken. Am Ende dieses Weges landeten wir auf der Brockenstraße. Ab hier waren wir der brennenden Sonne gnadenlos ausgesetzt. Über die Teerstraße schleppten wir unsere Rucksäcke weiter in die Höhe, bis wir endlich den Gipfel erreichten. Wir standen bei strahlendem Sonnenschein auf 1142m und genossen den Blick vom höchsten Berg Norddeutschlands!

Harter Abstieg
Nach einer kleinen Stärkung im Restaurant machten wir uns an den Abstieg in Richtung Torfhaus. Wir liefen über den Harzer Hexenstieg, entlang der Gleise der Brockenbahn. Hier gibt es aufgrund der Höhe und des sonst so rauen Wetters kaum Bäume, dadurch keinen Schatten. Die Hitze und der teilweise sehr steile Abstieg machten uns ziemlich zu schaffen. Desto schöner war es, als uns endlich zwei andere Trekker mit schwerem Gepäck entgegenkamen. Wir waren also nicht allein. wink Im weiteren Verlauf ging es durch ein landschaftlich sehr schönes Moorgebiet mit vielen Infotafeln zu Flora und Fauna. Nach letztendlich 53 km und 1400 Höhenmetern kamen wir in Torfhaus an einer Bushaltestelle an. Von hier ging es mit dem klimatisierten Bus Richtung Bad Harzburg von wo wir mit der Bahn unsere Heimreise angetreten haben…

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