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Teaserbild: Wandern unter Europas sternenklarstem Himmel

Wandern unter Europas sternenklarstem Himmel

Wandern unter Europas sternenklarstem HimmelEnde Mai 2002: Wir hatten uns wieder ein kleines Häuschen und ein Auto gemietet, da man so die Insel am besten erkunden kann. Wir unternahmen diesmal die Wanderung zu Höhlen der Altkanarier, zu einer Schmugglerbucht, auf den Pico Bejenado (1854 m), 2 Tage in der Caldera de Taburiente und in 2 Tagen die große Caldera-Rundwanderung über 7 Gipfel.

Warum LA PALMA

Aufmerksam wurden wir auf die „grünste der Kanarischen Inseln“ durch einen Bekannten, der sie als Wanderparadies, mit einem tollen Gebirgszug (teilt die Insel), imposanten Vulkangebieten und einer immer sonnigen Seite beschrieb. Die Insel ist ideal für Wanderungen durch eine einzigartige, abwechslungsreiche Natur und für gelegentliches Baden. Abends kann man bei einer Flasche Wein die Seele baumeln zu lassen.

Steilküste bei TijarafeDie Kirche von El Paso, im Hintergrund zieht gerade die Passatwolke über die Cumbre Nueva.Auf dem Grat der Caldera de Taburiente.

Was Sie schon immer über LA PALMA wissen wollten…

Sollte man lieber die Ostoder die Westseite bereisen?
Da die Westseite das ganze Jahr über sonnig und warm ist, empfiehlt es sich, dort eine Finca zu mieten. Bei Wanderungen auf dieser Seite gibt es fast immer tollen Ausblicke, das Baden ist angenehmer und abends kann man es sich ohne Wolken zum Sonnenuntergang gemütlich machen. Bei Wanderungen oder einem Hauptstadtbummel auf der Ostseite kann es kühl und wolkenverhangen werden und manchmal regnen. Dadurch wachsen allerdings viele Pflanzen und die Wanderungen führen staubfrei durch üppiges Grün!

Rucksackreise oder Massentourismus?
La Palma lässt sich durchaus mit Rucksack bereisen – die öffentlichen Busverbindungen sind besser geworden und auch trampen ist eigentlich kein Problem. Unterkünfte gibt es überall, aber nicht immer in allen Klassen. Es gibt viele (oft kostenlose) Zeltplätze, für die man sich allerdings vorher eine Genehmigung erteilen lassen muß. Der Massentourismus hat bislang nur dezent Einzug gehalten, da die Insel keine weißen Traumbadestrände mit Palmen hat.

Eines der vielen Observatorien über den Wolken und unter dem „sternenklarsten Himmel Europas“.Nördliche Landschaft mit typischen tausendjährigen Drachenbäumen.Steilküste bei Tijarafe

Übernachtung – aber wo?
Unser Favorit sind Häuschen aus dem Tourismo-rural-Projekt. Alte kanarische Landhäuser wurden hier in landschaftlich schöner Gegend restauriert (alle Preiskategorien). Die Reservierung geht ohne Probleme von Deutschland aus (z.B. Elke Janke Reisen in Berlin, Tel.: 030/ 47 43 997).

Ist ein Mietwagen empfehlenswert?
Wir sagen: unbedingt! Für die meisten Wanderungen braucht man ein Auto, um an die Ausgangspunkte zu gelangen. Geländegängige Fahrzeuge sind dabei nicht zwingend notwendig. Für extreme Touren (Anfahrt zur Casa del Monte bei der Tunnelwanderung s. u.) lohnt es sich allerdings, für eine Tag ein geländegängiges Fahrzeug anzumieten. Man kann Geld sparen, indem man sein Auto einfach für eine Tag eintauscht und so nur den Differenzmietbetrag zahlt. Wenn man das Auto bereits in Deutschland mietet, steht es schon am Flughafen bereit und ist trotzdem nicht teurer als ein auf der Insel gemieterer Wagen.

Kann man baden gehen?
Klar! Zwar ist La Palma eine Wanderinsel, aber es gibt trotzdem nette Strände auf der Westseite und an der Südspitze mit feinem schwarzen Sand. Auf der Ostseite sind Naturmeeresbecken entstanden, die man einfach ausprobieren muss. Es gibt einen FKK-Strand (Playa las Monjas), der sehr schön ist, aber zunehmend beliebter wird (sehr voll). Toll baden kann man auch in den „Gumpen“ (große Wasserlöcher), die durch den Gebirgsbach in der Playa de Taburiente entstanden sind – ein prickelndes Vergnügen und ganz einsam, da man etwas kraxeln muss!

Caldera de Taburiente – was hat es damit auf sich?
Die C.d.T. ist der Ursprungsvulkan, aus dem die Insel entstand. Er brach dann später zusammen und bildete so einen tiefen Kessel. Die C.d.T. bietet diverse Vegetationsformen, Wasserfälle und ist ein Nationalpark. Dort ist auch die höchste Erhebung der Insel mit 2426 m (Roque de los Muchachos). Im Kessel befindet sich ein schöner Zeltplatz und der prickelnde Gebirgsbach. Deshalb ist die C.d.T. ein Muss für jeden Besucher und ein Traum für jeden Wanderfreak.

Die große Caldera-Rundwanderung – Traum oder Albtraum?
Weder noch! Die Rundwanderung führt über 7 Gipfel und bietet den sternenklarsten Himmel Europas. Sie dauert mindestens zwei Tage und man steigt von 600/700 m bis 2400m hoch, fast nur über loses Vulkangestein. Die Sonne brennt (Kopfschutz und Sonnenmilch!!!) und es gibt nur eine Stelle zum Wasserauffüllen (Roque de la muchachos!!). Deshalb muss man viel Wasser mitnehmen (mindestens 2 l p.P./Tag). Dazu noch Proviant, Isomatte und einen Schlafsack. Ein Zelt ist nicht notwendig, da es auf einigen Bergen geschützte Felsnischen gibt (Pico del la Cruz). Wichtig ist es, den Wetterbericht zu schauen (gerade den Wintermonaten) – sonst kann es sein, dass man den Aufstieg im Nebel absolviert. Die Bergroute liegt zum größten Teil über der Wolkengrenze, so dass hier fast immer mit strahlendem Sonneschein zu rechnen ist. Wenn man dann mit all seinem Gepäck auf dem Kamm rundwandert, fällt einem auf, dass die Ausblicke sich sehr ähneln und der nördliche, landschaftlich karge und staubige Bogen auch noch von einer Asphaltstraße begleitet wird, die die „Autowanderer“ zu den Aussichtspunkten bringt! Spätestens dann wird klar, dass es lohnender ist, die schönsten Abschnitte als Tageswanderung zu planen, so wie sie in den meisten Wanderführern auch beschrieben sind.

Die Top-6-Wanderungen
abenteuerliche Tour durch Wasserkanal-Tunnels (Startpunkt: Casa del Monte)

in die Caldera zum Zeltplatz (Startpunkt: Los Bresitos)

zum Schmugglerhafen von Tijarafe

die große Vulkanroute

vom Pico del Nieve bis zur Punta de los Roques

malerische Schluchtenwanderung in der Nähe des Dorfes El Tablado

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