Dein Abenteuer beginnt hier!

Teaserbild: Camino Inca – Inka Trail

Camino Inca – Inka Trail

Camino Inca – Inka Trail

Unzählige Besucher aus aller Welt kommen jedes Jahr nach Peru nicht nur um Machu Picchu zu sehen, sondern auch um auf dem Inka-Trail zu wandern, dem berühmtesten Wanderweg Südamerikas. Nach vielen Besuchen in Peru, Cuzco und Machu Picchu durfte auch ich im Jahre 2011 endlich einmal den Inka-Trail laufen.

Warum Peru

Peru beherbergt aufgrund seiner Gröβe und geographischen Einteilung (in Costa, Sierra und Selva) eine unglaublich groβe Varietät an Klima- und Vegetationszonen. So unterschiedlich die Naturräume, so verschieden sind auch die Menschen und Kulturen, die in Peru zusammen leben. Dies spiegelt sich in Trachten, in der Folklore, in der Sprache und in Gebräuchen wieder. Von jeher (d.h. seit mehreren Tausend Jahren) war Peru ein Besiedlungspunkt für Volksstämme und Kulturen; die Bekanntesten sind sicherlich die Inka, die mit Machu Picchu ein beeindruckendes Zeugnis ihrer (architektonischen) Fertigkeiten hinterlassen haben und damit für einen der meistbesuchten Punkte in Lateinamerika gesorgt haben. Die touristische Erschlieβung des Landes ist im lateinamerikanischen Vergleich sehr gut. Zudem ist Peru wahrscheinlich das Land in Lateinamerika, das die gröβte Vielfalt an Speisen bietet. Hier findet sich für jeden – sogar für Vegetarier – das richtige Mahl!

Machu Picchu - der alte BergRuncu Raccay (3800m)Zeltplatz Phuyupatamarca (3650m)

Was Sie schon immer über den INKA-TRAIL wissen wollten…

Was ist das Besondere am INKA-TRAIL?
Unter Inka-Weg (spanisch: Camino Inca) versteht man heute die von den Inkas angelegten Wege und Straßen in Südamerika. Der Wichtigste verlief auf dem Rücken der Anden – vom Süden Kolumbiens durch Ecuador, Peru, Bolivien, Argentinien bis nach Chile. Eine zweite Route verlief parallel zur Küste, der heute die Panamericana folgt. Zusammen mit vielen Verbindungsstraßen, Haupt- und Nebenwegen ergab sich ein Straßennetz von mehr als 30.000 Kilometern, auf dem Nachrichten (per Chasqui), Waren (per Lamas) und Soldaten (per pedes) bewegt wurden.
Einer der heute bekanntesten Inkawege befindet sich in Peru in der Nähe von Cuzco und führt zur ehemaligen Inka-Stätte Machu Picchu. Erst 1942 wurde dieser Inka-Pfad von einer schwedischen Expedition wiederentdeckt und danach freigelegt. Seitdem hat sich vieles getan und über die Jahre hat sich dieser Weg zum beliebtesten und berühmtesten Wanderweg in ganz Südamerika entwickelt. Der Weg darf seit 2001 nur noch im Rahmen einer geführten Wanderung begangen werden. 2004 wurde zusätzlich die Zahl der Touristen, die zum Pfad aufbrechen können, auf 500 Personen pro Tag begrenzt, um den Erhalt des Original-Inka-Weges zu gewährleisten und die Umweltprobleme, insbesondere durch Abfälle, zu minimieren.
Frühzeitige Anmeldungen (d.h. Monate im Voraus) sind daher dringend erforderlich! Auch wenn der Inka-Trail nur einer von vielen Inka-Wegen im großen Inka-Reich war und nur einer von mehreren Inka-Pfaden, die in Machu Picchu enden, so lohnt sich seine Begehung doch besonders ob der gebotenen Vielfalt an Kultur und Natur.
Bevor man die große Inkastadt Machu Picchu erreicht, passiert man mehrere Inka-Ruinen, die teilweise direkt am Weg liegen. Bei der Wanderung über etwa 45km werden 3 Pässe (4215 m, 3950 m, 3700 m) überquert, von denen man atemberaubende Blicke auf schneebedeckte Berge und in Schluchten mit tropischer Vegetation genießen kann. Das „Santuario Histórico Mach Picchu“ schützt neben den Kulturgütern auch die beeindruckende Flora & Fauna

Was ist wichtig für die Wanderung?

  • frühe Reservierung der Eintrittskarten (Permits) sowohl für den Inka-Trail als auch für den Besuch von Machu Picchu: Seit 2004 ist die Anzahl an Genehmigungen für den Inka-Trail auf 500 Personen pro Tag beschränkt (ungefähr 200 Touristen und 300 “Service-Kräfte” (Guides, Köche, Träger)).
  • Seit 2011 ist nun auch die Besucher-Anzahl für die Ruinen von Machu Picchu auf insgesamt 2500 pro Tag beschränkt!
  • rechtzeitige Reservierung der Bahn-Tickets für die Rückfahrt nach Cuzco: Auch wenn es mittlerweile gleich 3 Bahn-Betriebe auf der Strecke zwischen Ollanta und AguasCalientes gibt, kann es besonders in der Hauptsaison (Juli/August) zu Engpässen bei den Sitzen kommen. 
  • Busfahrt AguasCalientes – Machu PicchuAguasCalientes: Es gibt einen Bus von AguasCalientes zu den Ruinen von Machu Picchu. Der Preis beträgt 14USD (Hin- und Rückfahrt) und 7USD für die einfache Fahrt. Es gibt auch einen Fußweg (Treppen!) zu den Ruinen!
  • Reisepass im Original: Sowohl für den Inka-Trail (Diverse Kontrollpunkte sind zu passieren!) als auch für die Bahnreise ist der Reisepass im Original unbedingt vorzuweisen.
  • Verhalten im „SantuarioHistórico Mach Picchu“: z.B.: Flora & Fauna nur angucken!; Markierte Pfade nicht verlassen!; Camping nur auf ausgewiesenen Plätzen und niemals in den archäologischen Stätten; Kein Feuer; Müll bis zum Ende der Wanderung aufbewahren und mitnehmen…
  • Gepäck: Das Hauptgepäck, welches die Träger einen abnehmen, darf 7kg Gewicht haben! Es sollte in einer regensicheren Hülle stecken. In ihren Tagesrucksack sollten Dinge wie Regenzeug, wärmere Kleidung, Sonnen- und Insektenschutz, 1,5 Liter Wasser, Klopapier, Snacks, Taschenlampe und Foto-Ausrüstung reinpassen.
  • Geld… sollte auch mit im Gepäck sein, da es zum einen an fast jedem der Zeltplätze noch Snacks und Getränke zu kaufen gibt und zum anderen die Begleit-Gruppe (Guide, Koch, Träger) auf ein Trinkgeld angewiesen ist.
Blick von Phuyupatamarca auf den Apu Salkantay (6271m)Begegnungen auf dem WegPanorama bei Wiñay Wayna

Wie läuft die Wanderung im Detail ab?
1. Tag:
km 82 (2750m) – Patallacta (2680m): (Gehzeit ca. 2,5h; 5km; 100 m↓)
In der von mir bevorzugten Variante verbringen sie den Vormittag komplett in Ollantaytambo (Anreise am Vortag – ca. 2h von Cuzco entfernt). Dort können sie die faszinierende Ruinenanlage von Ollanta besuchen. Gegen Mittag brechen Sie per Bus zum Ausgangspunkt Ihrer Wanderung auf, dem sogenannten Kilometer 82 (82.km auf der Bahnlinie Cuzco-Aguas Calientes). Dort treffen Sie auf ihre Träger, den Guide und den Koch, der Sie mit einem kleinem Mittagessen (Suppe) begrüßen wird. Bevor Sie den Urubamba überqueren dürfen, kommen Sie zum 1. Kontrollpunkt. Nachdem dort der Papierkrieg der Permits erledigt ist und sie ihren ersten Stempel ergattert haben, kann die Reise auf dem Inka-Trail beginnen.
Zunächst laufen Sie entlang des Urubambatals, bis Sie nach ca. 2-3 Stunden zunächst die Ruinenanlagen von Patallacta, kurz danach auch den Zeltplatz in der Nähe der Ruinenanlage erspähen. Am späten Nachmittag besteht die Möglichkeit die Terrassen und Gebäude von Patallacta zu besichtigen. Der Zeltplatz vor Ort bietet einfache Toiletten und diverse Bäche als Waschmöglichkeit.

2. Tag:
Patallacta (2680m) – Huayllabamba – 3 Piedras – Llulluchapampa (3750m): (Gehzeit ca. 6-8h, 1150 m↑)
Der Weg führt zunächst leicht ansteigend durch das Tal des Cusicacha, bis sie nach ca. 2 Stunden in Huayllabamba auf den 2. Kontrollpunkt treffen. Von dort aus wird der Weg bedeutend steiler und führt zum Teil über Original-Inka-Treppen. Nach ca. 1,5 Stunden erreichen sie die 3 großen Steine von “3 piedras”. Im Schatten der Steine oder eines der mächtigen Tropenbäume wird ihnen das Mittagessen serviert. Danach sind es noch ca. 2 Stunden im Schatten / über Treppen bis zum schön gelegenen Camping-Platz Llulluchapampa. Dieser Ort bietet ein herrliches Berg-Panorama, Toiletten, einen kalten (Wasch-) Bach und eisige Nächte.

3. Tag:
Llulluchapampa (3750m) – 1. Pass (4215m) – Pacaymayu (3500m) – 2. Pass (3950m) – Chaquiccocha (3660m) – 3. Pass: Phuyupatamarca (3700m): (Gehzeit ca. 6-8h, 950 m↑, 1000 m↓)
Der heutige Tag ist sicherlich der anstrengendste, aber auch schönste Abschnitt des Trails. Nach zeitigem Start (gegen 6:00 Uhr) wartet zunächst der 1. Pass (4215m) auf sie, von welchem Sie bei gutem Wetter einen herrliches Bergpanorama beobachten können. Hinauf (ca. 2h) und auch wieder herunter (ca. 2h) bringen sie Original-Inka-Treppen! In Pacamayu (3500m) befindet sich neben einem weiteren Zeltplatz (Toiletten etc.) auch der 3. Kontrollpunkt! Nach einer halben Stunde Aufstieg durchschreiten sie die runde Ruinenanlage von Runcu Raccay (3800m), die als Tempel, Raststätte und Militärstützpunkt diente. Bis zum 2. Pass (ca. 1,5 Stunden) werden sie die Inka-Treppen zu hassen gelernt haben! Nach dem Pass (3950m) geht es – wiederum auf Treppen – steil hinab in Richtung Chaquiccocha (3660m), wo auf sie ein spätes, aber verdientes und lang ersehntes Mittagessen wartet. Bevor Sie nach Chaquiccocha kommen, haben Sie vorher noch die Möglichkeit zu einer weiteren Ruinenanlage – Sayac Marca (3600m) – abzubiegen, um diese zu besichtigen. Nach dem Mittagessen wartet der vielelicht schönste Streckenabschnitt auf sie – gut begehbare Wege (mit Original-Inka-Steinen), tropischer Bergnebelwald (mit Orchideen, Bromelien etc.) um Sie herum und immer wieder atemberaubende Aussichten auf die umliegenden Berge.
Ein 360°-Berg-Panorama erwartet Sie denn dann auch auf ihrem Zeltplatz (Phuyupatamarca (3700m))! Die Zelte werden auf einem nahezu frei stehenden Bergrücken errichtet, von dem aus man besonders am Abend und am frühen Morgen wunderbar in die Weite blicken kann.

4. Tag:
Phuyupatamarca (3700m) – Intipata – Wiñay Wayna (2700m) – Inti Punca (2700m): (Gehzeit ca. 5-6h, 1100 m↓)
Nach dem Frühstück und der obligatorischen Verabschiedung der Träger beginnt der Tag mit der Besichtigung der Ruinen von Puyopatamarca. Ein langer Abstieg durch den Bergnebelwald führt zunächst zu den faszinierenden Ruinen von Intipata, weniger später nach Wiñay Wayna. In Wiñay Wayna gibt es das letzte Essen des Kochs und wiederum eine große Ruinenanlge zu besichtigen! Nun ist es nur noch ein kurzes Stück bis zu Ihrem Ziel. Am berühmten Sonnentor (Inti Puncu) liegt Machu Picchu (UNESCO-Weltkulturerbe), die sagenhafte und geheimnisvolle Inkastadt, plötzlich in voller Größe vor Ihnen. Das Panorama, das sich hier bietet, ist unvergleichlich! Nach einer kurzen Rast am Sonnentor steigen sie bis zur Ruinenanlage hinab, später dann bis nach Aguas Calientes.

5.Tag:
ausführliche Besichtigung von Machu Picchu und Rückkehr per Zug & Bus nach Cuzco

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