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Teaserbild: Neu in unserer Bücherecke: Free – Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich …

Neu in unserer Bücherecke: Free - Der Cerro Torre, das Unmögliche und ich ...

… ist der Titel des neuen Buches von und eigentlich auch über David Lama. Könnte auch glatt als Filmtitel durchgehen. Erschienen ist es im Dezember 2013 und bereichert nun auch unsere Bücherecke, in der sich neben Kletter- und Wanderführern sowie Lehrbüchern auch die ein oder andere spannende Berg-Belletristik findet. Und in der Vorausschau auf die beginnende Buchmesse und die Lesungen im tapir wollen wir Euch heute einen unserer Neuzugänge in der Bücherecke vorstellen.

Der Name David Lama ist heute untrennbar mit alpinen Höchstleistungen verbunden. Das frühere Kletterwunderkind aus Österreich hat sich frühzeitig aus dem aktiven Wettkampfsport zurückgezogen. Er suchte (und fand) neue Herausforderungen im Alpinen. Sein Credo derzeit: „Alpinismus ist nicht nur eine Haltung gegenüber einem Berg, sondern auch eine Haltung gegenüber sich selbst.“ Sicher, gemessen an seinen Lebensjahren (Jahrgang 1990) hat er noch viel vom Leben vor sich. Sicher auch, dass sich seine Lebensphilosophie später im Alter ändern mag. Doch man kann es sich kaum vorstellen, dass er eines Tages freiwillig seinen Bergen den Rücken zukehren wird.

Doch im Buch geht es nicht nur um ihn, es geht auch um das Phänomen Cerro Torre und die von allen Seiten sehr engagiert geführte Diskussion über Kletterethik und den Stil, heute Berge zu besteigen. Seit Jahren zog es David immer wieder nach Patagonien, an den Cerro Torre. Und dann, das hatte er im Vorfeld seiner ersten Reise auch durchblicken lassen, wollte er auf den Berg in Patagonien nicht durch irgendeine Route steigen – nein, die Kompressorroute sollte es sein, und dann auch noch frei. Eine Filmcrew begleitete sein Vorhaben. Die Diskussionswelle, die er mit seinem Vorhaben auslöste, hatte wohl nicht nur ihn selbst überrascht. Es geht um die Show am Berg und das Einhalten der Regeln im Alpinismus. Es geht um viele zusätzliche Haken, die im ersten Jahr gesetzt worden sind, damit die Filmcrew am Berg ihre Arbeit machen kann. Seine Traum wurde teils mit sehr harscher Kritik auf den Boden der Realität zurückgeholt.

Wie hart es für ihn in den drei Wintern, in denen er immer wieder an den Berg zurückkehrte, wirklich war, davon erzählt er im Buch. Wie das so ist mit dem Wetter, den typischen Wetterkapriolen in Patagonien, von denen alle berichten können, die es immer wieder an den Südzipfel Amerikas zurückzieht. Und man kann nachlesen, nachspüren, wie ihn der Berg, wie ihn der Umgang mit den Alpinisten vor Ort und in der Heimat in dieser Zeit verändert hat. Natürlich fehlt auch nicht das Happy End, als ihm mit Peter Ortner gegen alle Zweifler, Nörgler und Besserwisser die erste freie Besteigung über den Südwestgrates des Cerro Torre gelang. Zurück bleibt auf den letzten Seiten ein eher nachdenklich wirkender David Lama. Er hat (s)einen Lebenstraum erfüllt – und nun?

Das Buch bietet die Chance, mal einem „beim Klettern“ über die Schulter zu schauen, der sich auskennt mit dem alpinen Bergsteigen und mit all den Wetterlaunen Patagoniens. Es ist eines der authentischeren Bücher über’s Bergsteigen und man möchte sich eigentlich im Winter selbst einmal auf den Weg ans Ende der Welt machen. Und wer dann von der ganzen Geschichte noch nicht genug hat – am 13. März kommt der dazugehörige Film in die Kinos, wie uns Cerro Torre – der Trailer verspricht.

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