Wie kommt man am besten hin?
Mit der Fähre der Color Line kann man in nur vier Stunden direkt von der Spitze Dänemarks (Hirtshals) nach Kristiansand in Norwegen fahren. Wer eher Lust auf eine längere Seefahrt mit einer Besichtigung Oslos hat, kann schon ab Kiel mit der Fähre abfahren und gelangt in 20 Stunden nach Oslo. Nimmt man sein Auto mit auf die Fähre, hat man die Möglichkeit, im Anschluss ganz einfach die letzten Höhenmeter ins Landesinnere zu fahren und gelangt so zum Einstiegspunkt. Alternativ kommt man aber auch mit dem Bus hin, wodurch man am Ende der Tour nicht wieder zum Startpunkt zurück muss.
Wo kann man übernachten?
Wir hatten zwar Isomatten und Schlafsäcke für Minusgrade dabei, doch waren die eher für das Notbiwakieren gedacht, falls mal etwas nicht nach Plan laufen würde. Der Plan war nämlich, jeden Tag eine neue Hütte des DNT (Den Norske Turistforening) zu erreichen. Das sind meist Hütten für gut 30 Personen, wobei es Zimmer mit Betten und meistens noch ein Matratzenlager gibt. Generell gibt es sogar Decken und Kissen in den Hütten, wodurch ein Hüttenschlafsack voll ausreichen würde – allerdings wäre man so nicht für Notfälle ausgerüstet. Die Küchen und Aufenthaltsräume sind so groß, dass man sich auch nicht eingeengt fühlt und eigentlich fast wie zu Hause – allerdings mit Gasherd und keinem fließenden Wasser – kochen kann. Das Wasser bekommt man selbstverständlich aus dem Schnee oder von an der Hütte liegenden Bächen.
Wie sieht es mit der Verpflegung aus?
Für diesen Punkt haben wir uns bereits in Deutschland überlegt, was man kochen könnte und was dafür nötig wäre. Die Produkte haben wir letztlich auch in Deutschland gekauft, weil die Preise hier ein ganzes Stück niedriger sind als in Norwegen, wo man übrigens mit Norwegischen Kronen zahlt. Natürlich haben wir darauf geachtet, nicht zu viel Gewicht mit den Lebensmitteln zu transportieren, weswegen es zum Beispiel Milchpulver, getrocknetes Gemüse, Reis, Nudeln und Haferflocken gab. Mit den richtigen Gewürzen lassen sich damit wirklich gute Mahlzeiten zubereiten. Diese gab es bei uns immer abends auf der Hütte. Morgens stand täglich Haferbrei in verschiedenen Variationen sowie ganz viel Tee auf dem Speiseplan und sorgte auch jeden Tag aufs Neue für ein sättigendes und schmackhaftes Frühstück.
Wer dagegen nicht noch weitere 5 kg Essen mit sich tragen möchte – Supermärke und auch kleinere Läden gibt es auf der gesamten Tour absolut nicht! – kann sich auf den Hütten etwas kaufen. Dort gibt es fast immer eine Speisekammer mit Brot, Reis und vielen Dosengerichten. Allerdings ist es nicht einfach, die Produkte dorthin zu transportieren, weswegen die Preise dafür auch sehr hoch sind (mindestens der doppelte Supermarktpreis).
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2 Kommentare
Anne | 03.Nov.2025, 12:13
Hallo Andreas, nun sind die Bilder wieder sichtbar! Bei unserem Blog-Relaunch haben wir Berichte vor einem bestimmten Zeitpunkt im alten Format beibehalten. Wenn du eine ähnliche Tour planst, daher der Hinweis, dass dieser Bericht von 2014 ist und die Informationen ggf. veraltet sind! Beste Grüße aus dem tapir!
Andreas | 13.Okt.2025, 09:18
Hallo, das klingt immer noch sehr interessant! Schön wäre es, wenn die Bilder sichtbar wären! Könntet ihr das wieder einrichten? Danke & Gruß, Andreas