Dein Outdoor-Abenteuer beginnt hier!

Teaserbild: Eine untrennbare Einheit: Mein Atom LT Hoody und ich

Eine untrennbare Einheit: Mein Atom LT Hoody und ich

Drei Jahre ist es nun schon her, dass mir das Atom LT Hoody von Arc’teryx erst auf der ISPO in München und dann bei uns im tapir über den Weg gelaufen ist. Seitdem begleitet die Jacke mich das ganze Jahr über – als zusätzlicher Wärmeschutz bei plötzlichem Wetterwechsel im Sommer in den Bergen, als Alltagsjacke im Herbst und im Frühjahr und als Unterzieher, wenn es mal richtig kalt unterwegs wird. Und hat sich dabei zum absoluten Lieblingsbekleidungsstück entwickelt.

In den vergangenen Wochen sind die neuen Daunen- und Kunstfaserjacken bei uns im tapir eingetroffen und es ist definitv wieder das eine oder andere interessante Modell dabei. Da fallen mir sofort das Thermostatic Jacket Women von Mountain Hardwear oder der überarbeitete Micro Puff Hoody von Patagonia ein. Als tapir hat man ja immer die Möglichkeit, die Jacken vergleichend anzuprobieren, eine Nacht darüber zu schlafen und das Ganze wieder von vorne beginnen. Und es läßt sich trefflich mit anderen tapiren über Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle philosophieren.


Jacken mit einer Kunstfaserfüllung finden sich vermehrt in jeder Winterkollektion der Outdoorfirmen. Man könnte schon fast von einer Renaissance der Kunstfaserjacken sprechen, denn in den vergangenen Jahren hat sich gerade im Bereich der Isolierung mittels Kunstfasern eine rasante Entwicklung vollzogen. Galt zunächst  Primaloft als das Nonplusultra, haben v.a. die innovativen Firmen versucht, neue Wege zu gehen.

Die kanadischen Spezialisten von Arc’teryx haben Coreloft entwickelt und einen Teil ihrer Jacken damit gefüllt. Doch das Atom LT Hoody besticht nicht nur durch sein Innenleben. Die kreativen Köpfe in Vancouver haben zu dem ihre Kapuzenjacke mit seitlichen Stretchfleeceeinsätzen (Polartec Powerstretch Hardface) ausgestattet. Das verhindert nicht nur einen Wärmestau unter den Armen, wenn es mal richtig schweißtreibend wird. Die Jacke sitzt dadurch auch perfekt am Körper, ohne die Bewegung einzuschränken. Und sie trägt nicht auf, passt auch noch gut unter die Hardshell, wenn Wetter oder Kälte es nötig machen. Ist aber erst bei tieferen Minusgraden oder richtigem Schietwetter notwendig. Leichten Schneefall oder feuchtigkeitsintensiven Nebel kann das Atom LT Hoody auch alleine bewältigen.


Ganz Arc‘teryx-typisch verzichtet man bei den Kanadiern auf überflüssigen Schnickschnack. Diesem Minimalismusanspruch ist auch  der Kordelzug an der Kapuze zum Opfer gefallen. Das hat zwar den Vorteil, dass keine Bänder im Wind um die Nase flattern, ist aber auch gleichzeitig das einzige kleine Manko. Die Kapuze sitzt gut, aber bei extrem starkem Wind hält die Kapuze nicht mehr richtig auf dem Kopf bzw. zieht es ganz leicht seitlich herein. Kann aber durch eine darunter gezogene Mütze behoben werden. Oder man dreht sich aus dem Wind. 🙂
Ganz minimalistisch hat man bei den Kanadiern auch darauf verzichtet, einen ‚inneren‘ Stehkragen einzubauen. Macht nichts, denn hat man den Reißverschluss der Jacke bis oben hin geschlossen, sitzt der Kragen perfekt und und schließt am Hals gut ab. Dabei lässt sich der Frontreißverschluss sehr leicht und ruckelfrei öffnen, auch wenn man nur eine Hand frei hat. Die Kanadier bezeichnen dies als ‚automatische Reißverschlussöffnung‘ – mich störte die Leichtgängigkeit des Frontreißverschlusses im Halsbereich bisher nicht, da es auch bei schnellen Bewegungen noch nicht zu einer ungewollten Öffnung gekommen ist.

Die Jacke wird mich auch in diesem Winter bekleiden. Sie trägt nicht dick auf, hält mollig warm und kommt, wenn man sich nicht für die schwarze Variante entschieden hat, auf Fotos gut rüber :). Den Stretcheinsatz unter den Armen möchte ich nicht mehr missen, hatte bisher auch nie den Eindruck, dass es in diesem Bereich zieht oder eine Kältebrücke dadurch entstanden ist. Die Jackenarme sind lang genug und die Armbündchen schließen dank der Stretcheinsätze perfekt ab. Zum Kaminklettern im Sächsischen Sandstein würde ich ihn (vorerst) nicht unbedingt anziehen wollen. Oder ich ziehe, wie auch bei der Hundeschlittentour, einen dünnen alten Windbreaker darüber, der eh schon stark durchlöchert ist.

Der Atom LT Hoody ist für mich zum perfekten Kompromiss zwischen einem Powerstretchfleece- und einer Windstopperjacke geworden. Herz, was willst du mehr!?!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Notify me of followup comments via e-mail. You can also subscribe without commenting.

Weiterschmökern

Absolutes Lieblingsteil: Squamish Hoody von Arc'teryx

Simone 10. Februar 2016

Absolutes Lieblingsteil: Ortovox Fleece Hoody

Simone 11. November 2015

Testbericht: Deviator Hoody Men von Outdoor Research

Ander  7. April 2017

Im Watt und auf'm Rad: Das Vaude Roccia Softshell Hoody im Zweifach-Test

Rabanus 18. November 2016

Gore hat Konkurrenz bekommen...

Simone 21. März 2013