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Teaserbild: Neues von der ISPO in München – Wer sind die Gewinner 2014 im Bereich Outdoor?

Neues von der ISPO in München - Wer sind die Gewinner 2014 im Bereich Outdoor?

Pünktlich zum Wintereinbruch öffnete am Sonntag die ISPO in München, der weltgrößte Branchentreff für den Sport- und Outdoorbereich. Laut Messeangaben haben mehr als 2.500 Aussteller  aus über 50 Ländern den Weg nach München gefunden, um ihre neuen Produkte, Trends und Innovationen rund um Bekleidung und Ausrüstung zu präsentieren. Und das auf einer Fläche von  mehr als 25 Fußballfeldern.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Messe stand auch wieder die Verleihung der ISPO Awards. Einige Firmen hatten bereits im Vorfeld der Messe über den Erfolg ihrer Produkte berichtet. In München konnte man die Sachen dann endlich auch einmal selbst in Augenschein nehmen und sich im Vergleich mit den Pros und Contras auseinandersetzen.

Die Jury stand auch 2014 vor einer schwierigen Aufgabe: Sie musste aus 418 eingereichten Produkten das Product of the Year und die Träger der Gold Awards auswählen sowie weitere Produkte mit einem Preis auszeichnen. Da kann man schon mal schnell den Überblick verlieren…

Neben neuen Materialzusammenstellungen setzt sich auch auf der ISPO 2014 der Trend der letzten Jahre fort: Gewichtsoptimierung. Einige Firmen beweisen auch in diesem Jahr, dass ein Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Natürlich geht es der Fachjury dabei auch um das vieldiskutierte Thema Nachhaltigkeit. Die Juroren betonten immer wieder, dass ein immer stärker werdendes Engagement der Unternehmen im Bereich nachhaltiger Produktion auffällig ist. Tendenz anhaltend.


Los ging es bei den Preisen mit dem Brandnew Award, wobei in dieser Kategorie für uns zwei Produkte herausstechen. Zum einen ist es der Brandnew-Sieger 2014 über alle Kategorien hinweg, der auch zum Product of the Year in der Kategorie Outdoor gewählt wurde. Anton Willis, Architekt und Produktdesigner aus San Francisco versuchte es mit Origami einmal anders: Sein Oru Kayak ist ein faltbares, 11,8 kg leichtes Kajak, das einfach in 5 min aufzubauen ist. Die Konstruktion ist dank Origamitechnik sehr stabil und abseits vom Wasser wird das Kajak als Tasche zusammengefaltet durch die Gegend getragen. Ein weiterer spannender Preisträger kommt aus der Kategorie Digital. Eine zunehmende Anzahl alpiner Unfälle war der Ausgangspunkt einer Idee von Uepaa, die eine Rettungs-App programierten, bei der mit einem Smartphone Hilfe geholt werden kann, auch ohne dass ein Mobilfunksignal anliegt.
Ob die insgesamt 9 Sieger aus den unterschiedlichen Kategorien in Produktion gehen bzw. bleiben, wird die Zukunft zeigen. Auf jeden Fall haben die 264 Bewerber aus 31 Ländern einmal mehr bewiesen, wieviel kreatives Potential noch immer in der Outdoor- bzw. Sportbranche steckt.

Unter den weiteren Gold-Gewinnern und Preisträgern in der Kategorie Outdoor finden sich die arrivierten Verdächtigen: edelrid und Salewa in der Unterkategorie Climbing Equipment, MSR und Tubbs in der Unterkategorie Snow Shoes und bei den Backpacks Deuter, Osprey und Lowe Alpine. Dazu kommen noch bei den Accessories Woolpower und Buff, bei den Hardshells – 3 Lagen sind es Arc’teryx, Mountain Hardwear und Polychrome, bei den Daunenprodukten Arc’teryx, Millet und Polychrome und bei den Mid Layers Klättermusen, Smart Wool und Vaude. Auch ein Handschuh von Mountain Hardwear und ein Stuhl von Helinox, wahrscheinlich für’s Sonnenbaden an der Skihütte, gehören zu den Preisträgern.

Und ein Blick über den Outdoortellerand zeigt: Auch Garmin darf sich über einen Preis freuen. Sie bekamen den Gold Award in der Kategorie Performance (Devices).
Und was gibt es sonst noch Neues von der ISPO zu berichten? In allen Hallen und somit auch im Outdoorbereich, setzen sich die Trends der letzten Jahre fort: weitere Verbesserung von Materialien, Innovationen im Bereich Design und die Ausrichtung von Bekleidung und Ausrüstung auf ganz spezielle Bedürfnisse. Dabei werden auch immer mehr Materialien miteinander gemixt.

Ein gutes Beispiel dafür und eines meiner Highlights der diesjährigen Messe ist der Gold Award-Gewinner Alpha Comp Jacket von Arc’teryx, der unter der Materialangabe 3L GORE®-Technologie zwei Materialphilosphien perfekt miteinander kombiniert. Die Jacke ist ein Mix aus Hardshell- und Softshelltechnologie und damit ideal an die Bedürfnisse von Eiskletterern und Hochtourengehern angepasst. Die Designer aus Kanada verarbeiten bei der Jacke eine Kombination aus wasserdichtem, hoch atmungsaktivem dreilagigem GORE®-Laminat an Kapuze, Schultern, Oberarmen und Saum zusammen mit Fortius™ 1.0 Softshell-Gewebe im Rumpf und im Unterarmbereich. Das heißt: Wetter-(Nässe-)schutz bei Schnee oder Schmelzwasser und Eis an den besonders gefährdeten Stellen und volle Bewegungsfreiheit und sehr gutes Jackenklima durch das Stretchgewebe (Softshell) im Rumpfbereich. Da schlägt das Herz des Alpinisten schon mal schneller.

Im Hardwarebereich dreht sich wieder alles um das Thema Sicherheit und einfaches Handling am Berg. Die Palette der Innovationen reicht hier von der Neuentwicklung von Eisschrauben, der Weiterentwicklung von Sonden und Schaufeln bis zur Verbesserung der ABS-Rucksäcke. MSR und auch Tubbs haben ihre Schneeschuhe teils komplett überarbeitet. Jetzt kommt man schneller in den Schuh, der sich außerdem besser an den Fuß anpasst. MSR überzeugte beispielsweise durch seine Hybridkonstruktion aus Aluminium und Kunststoff bei seinen neuen Rexo Explore-Schneeschuhen.
Doch auch außerhalb der Messehallen, in denen die Outdoorfirmen ihre Innovationen und Produkte für den kommenden Winter vorstellen, hört man viel Neues: Aus dem Sportbereich kommt eine immer stärkere Verbindung von einzelnen Produkten – nicht nur im Hardwarebereich, sondern auch bei der Bekleidung – mit elektronischen Elementen. Die Palette reicht von Eispackungen an den Gelenken, über Datenerfassung beim Bewegen bis hin zu Kameras, die eine neue Sichtweise auf sportliche Aktivitäten geben. Daneben werden an den Messetagen, also noch bis zum 29.01. als übergreifende Themen Fitness und Gesundheit  und Gesundheit am Arbeitsplatz in den Fokus gerückt. Vor allem der Bewegungsmangel unserer heutigen Jugend und die daraus resultierenden Folgen sind ein Schwerpunkt in den Diskussionen.

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