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Teaserbild: Eine schwedisch-norwegische Rundreise

Eine schwedisch-norwegische Rundreise

Eine schwedisch-norwegische Rundreise

Juli/August 2003: Von Rostock aus setzten wir mit der Fähre nach Trelleborg (Schweden) über. Nach Zwischenstopps am Vätternsee und im Tiveden-Nationalpark fuhren wir weiter Richtung Norden zum Siljansee. Danach führte uns unsere Reise entlang der Kupferstraße (70) zum Fulufjäll-Nationalpark. Von dort machten wir uns auf nach Östersund und zum Naturreservat Valadalen. Die anschließenden Tage verbrachten wir in Norwegen. Von Trondheim starteten wir Richtung Süden immer entlang der Fjorde. Der Trollstigveien und der berühmte Geirangerfjord lagen auf unserer Route. Nach Stopps beim Briksdalbre und Nigardsbre (Gletscherzungen des Jostedalsbreen) erkundeten wir die Nationalparks Jotunheimen und Rondane. Über Lillehammer und Arvika erreichten wir den Vänernsee. Ein Aufenthalt in Göteborg war die letzte Station unserer Rundreise und die anschließende Fahrt nach Trelleborg die letzte Etappe.

Warum Schweden & Norwegen

Freunde und Bekannte schwärmten uns von ihren Aufenthalten in Norwegen vor. Damals suchten wir ein Reiseziel, dass wir bequem per Auto erreichen konnten. Außerdem wollten wir auch in der Hauptsaison Juli-August einen ruhigen Urlaub mit viel Natur herum verbringen. Bekannt sind diese Länder für ihre endlosen Weiten, viele Seen und Wälder, so dass uns die Entscheidung für Schweden und Norwegen nicht schwer fiel. Zu guter letzt ist Skandinavien bekannt für seine Camping-Freundlichkeit. Wichtig für uns als Neueinsteiger.

FjordlandschaftJotunheimen NationalparkValadalen Naturreservat

Was Sie schon immer über Schweden & Norwegen wissen wollten…

Ist ein Urlaub in Norwegen und Schweden nicht teuer?
Muss nicht! Es ist alles eine Frage der Gestaltung. Da wir mit unserem Auto unterwegs waren, konnten wir eine Menge an Lebensmittelvorräten mitnehmen, denn diese sind doch ein wenig teurer als in Deutschland. So mussten wir lediglich Frischware in den ersten zwei Wochen nachkaufen. Die Preise für Lebensmittel des täglichen Bedarfs sind in Ordnung. Preisintensiv war beispielsweise Obst, Gemüse und Fleisch. Überrascht waren wir über die Benzinpreise. Entgegen dem Vorurteil der hohen Benzinpreise in Skandinavien, konnten wir feststellen, dass sie fast dem Niveau in Deutschland entsprechen, wobei in Norwegen alles einen kleinen Tick teurer war als in Schweden. Relativ günstig waren auch die Campingplatzgebühren (siehe unten). Neben den größeren Posten (Benzin, Fähre, Campingplatzgebühren und Lebensmitteln) können insbesondere in Norwegen ein nicht unbeträchtlicher Betrag an Mautkosten anfallen. Für neue Autobahnen, Tunnel, Privatstraßen und in einigen Großstädten wurden Mautzahlungen von 2-15 € verlangt. An den Fjorden kamen noch die Gebühren für die kleinen Autofähren hinzu (ca. 8€/Überfahrt). Klingt nicht viel, aber bei mehreren Überfahrten am Tag, kam schon eine gute Summe zusammen.

Zelten: Wo? Wie?
Es gibt zwei Möglichkeiten in Schweden/Norwegen zu zelten. Entweder nach dem altbekannten Jedermannsrecht, d.h. unter Beachtung einiger Voraussetzungen kann man überall sein Zelt aufschlagen. (Info’s dazu gibt es im Reiseführer!) Wir entschieden uns für die zweite Variante, unser Zelt auf einen der zahlreichen Campingplätze aufzuschlagen. Unsere Campingplatzgebühren lagen meist bei 10-15€ pro Nacht (2 Personen, Auto und Tunnelzelt). Ausnahmen hierbei waren die Touristenzentren z.B. die Westküste von Schweden. Ansonsten war es für die gute Ausstattung (Waschmaschinen, Wäschetrockner, gute sanitäre Anlagen) der meisten Plätze ein recht fairer Preis. Als damals werdende Eltern war uns die Familienfreundlichkeit der Anlagen für spätere Reisen wichtig (Spielmöglichkeiten fanden wir auf fast allen Plätzen!).

Valadalen NaturreservatNigardsbreRondane Nationalpark (Rondevassbu am Gebirgsee)

Highlights unserer TourSchweden:
Der Tiveden-Nationalpark ist ein empfehlenswertes Ziel für Reisende in Südschweden. Er liegt zwischen den Vänern- und Vätternsee. Hier fanden wir das erste Mal die typische Ruhe und Einsamkeit Schwedens. Mitten im Nationalpark befindet sich ein Badesee mit einem super Sandstrand (Vitsand). Wir hatten das Problem diesen aufgrund der mangelnden Ausschilderung zu finden. Aber die Suche hatte sich gelohnt. Von dort aus haben wir zwei kleine Wanderungen gemacht und dabei tiefe Wälder und wilde Natur entdeckt.
Der Fulufjäll-Nationalpark liegt 30 km westlich der Stadt Särna (Nord-Dalarna). Hier lohnt sich insbesondere der leichte Aufstieg zu Schwedens höchster Wasserfall „Njupeskär“. Ringsherum findet man tolle Wanderwege. Wir haben einen Aufstieg zum oberen Teil des Wasserfalls gewagt. Bei sommerlichen 25 °C ist es ein beschwerlicher Weg. Aber echt lohnenswert. Oberhalb des „Njupeskär“ befindet sich ein Plateau. Über Geröllwege gelangt man hier zu einem idyllisch gelegenen Gebirgssee (sehr kalt). Aber echt super!
In Jämtland fanden wir die himmlische Ruhe, sogar auf der Autofahrt. Wir mussten uns öfters daran erinnern, dass wir auf einer Hauptstraße fuhren. Hier liefen uns auch die ersten Rentiere über den Weg. Lohnenswert ist ein Stopp im Valadalen-Naturreservat. Hier kann man bei den verschiedensten Touren Gebirgsseen, Moore, wilde Flüsse und gigantische Natur erleben. Auch hier befindet sich ein kleiner Badesee mit Sandstrand. Ein gemütlicher Campingplatz ist in Valadalen. Ihn kann man als idealen Ausgangspunkt für die zahlreichen Touren nutzen. An der Rezeption des Platzes deckten wir uns mit Lebensmitteln ein und erhielten Wandertipps gratis dazu. Wer ein wenig Trubel in der Provinz Jämtland sucht, kann nach Are fahren. Hier haben im Sommer die Mountainbiker den Hausberg fest im Griff. Super interessant, wie die sich den Berg runterstürzen! Unweit von Are befindet sich ein weiterer sehenswerter Wasserfall der Tännforsen. Bei guten Wetterbedingungen kann man in der regenähnlichen Gischt ein Regenbogen sehen. Wir hatten das Glück! Traumhaft!

Norwegen:
Wer nach Norwegen fährt, sollte wenigstens ein Fjord gesehen haben. Wir entschieden uns bei unserer ersten Norwegenreise für die Fahrt südwärts entlang der Fjorde. So kamen wir mehr oder weniger beabsichtigt am Trollstigveien (bekannte Passstraße mit tollem Panorama) vorbei und am berühmten Geirangerfjord. Leider waren wir hier in der Hochsaison unterwegs und im Hafen lagen drei Kreuzfahrtschiffe mit entsprechender Passagieranzahl. Dementsprechenden Andrang erlebten die beliebtesten Aussichtspunkte. Trotzdem, eine beeindruckende Kulisse!
Die Gletscherzungen des Jostedalsbreen sollte sich keiner entgehen lassen. Wir waren gleich an Zweien, den Briksdalsbre und Nigardsbre. Leider ist Norwegen hier nicht ganz so einsam in der Hochsaison, wie gewohnt. Am besten ist es, in der Nähe zu übernachten, um am Morgen gleich aufzubrechen. Zum Briksdalsbre führen zwei Wege vom Parkplatz (Achtung, Parkgebühren!) nach oben: ein relativ steiniger Wanderweg und ein befestigter breiter Weg. Touristen können in kleinen Pferdekutschen hoch gekarrt werden. Der Nigardsbre ist durch einen abenteuerlichen Felsblockweg zu Fuß (gutes Schuhwerk unerlässlich) erreichbar. Der schwierigere Teil des Weges kann durch eine kleine Bootsfahrt auf dem Gletschersee umgangen werden. Bei der Zufahrt zum Parkplatz wird eine kleine Gebühr fällig. Jede Gletscherzunge hat ihren unverkennbaren Charakter und ihre eigene Faszination, besonders wenn die Sonne das Gletschereis so richtig zum Strahlen bringt. Für Mutige werden auch Gletscherbesteigungen in den verschiedensten Kategorien angeboten. Übernachten konnten wir unweit der Gletscherzungen auf einen der zahlreichen Campingplätzen, wobei die Auswahl am Nigardsbre sehr eingeschränkt war.
Der Jotunheimen-Nationalpark – ein Highlight für alle Bergfans! Wir hatten leider zu wenig Zeit für ausgiebige Touren. Deshalb haben wir uns nur einen kleinen Überblick per Auto verschafft. Hierzu eignet sich die Touristenstraße 55. Eine Postkartenansicht nach der anderen!
Der Rondane-Nationalpark liegt unweit von Jotunheimen. Er ist geprägt durch seinen Mittelgebirgscharakter und weiten Hochebenen. Es sind ausgiebige Touren möglich. Ein Ausgangspunkt ist die Touristenhütte Rondevassbu auf 1.165 m Höhe. Die Touristenhütte erreicht man vom Parkplatz Spranget (Auffahrt von Mysuseter-mautpflichtig!) zu Fuß oder per Fahrrad.

 

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