New York (und Boston): $$$ Eine Reise wert $$$.

New York (und Boston): $$$ Eine Reise wert $$$.

Rückblick: März 2005, Faltbootkauf in St. Peterburg. Es sollte die letzte Reise dieser Art sein. Drei Jahre war ich abstinent. Habe mich mit Leichtgewichtswandern abgelenkt und keinen Tropfen (Wasser) angerührt. Dann kam der Rückfall. Der schwache Dollar. Er hat auch mich schwach gemacht. Eine Firma in Alaska baut wildwassertaugliche Schlauchboote mit einem Gewicht von unglaublichen 2 kg. Auch das Packmaß entspricht dem eines leichten Zeltes. Drei Jahre Ultralight hatten zumindest ihre Spuren hinterlassen. Der Begriff Bootswandern bekommt eine neue Dimension. Eine schöne Synthese. Nur gibt es leider keinen Importeur in Deutschland. In Zeiten der Globalisierung kein Problem, denkt man. Gerechnet, getan. Im Direktflug über Berlin an die Ostküste der USA, nach New York.

Warum New York

Kürzer, schneller und günstiger kommt man nicht in die USA, fertig. Und wenn schon Handelsreise, dann wenigstens ins Herz der Geschäftswelt. New York! Auch als Städtemuffel kann man sich dem Gigantismus und 60iger Jahre Charme nicht entziehen. Und N.Y. macht es einem gar nicht so schwer. Begrenzt auf Manhattan Island ist es relativ überschaubar und geordnet. Deutlich einfacher und weniger stressig als bspw. London. Dazu lecker, günstig und vielfältig essen. Man kann es auch Urlaub nennen.

Typisch New York I (5th Ave)Typisch NY II (Subway)Times Square

Was Sie schon immer über NEW YORK wissen wollten…

Was soll ich als Outdoormensch in einer 8 Mio. Metropole?
Den Himalaja der Städte erklimmen (Empire State, Rockefeller Center … ohne Fahrstuhl)? Den Rennsteig der Boulevards erwandern  (Broadway … in seiner gesamten Länge)? Den Nationalpark der Urbanität erkunden (Central Park … mit Inline Skates)? Außerdem: mit Outdoorbekleidung liegt man genau richtig. TNF und Keen trägt jeder zweite New Yorker.

Wie lange sollte ich mindestens in N.Y. bleiben?
Zumindest solange der Jetlag noch nicht überwunden ist. Aber auch nicht so lange bis man nach dem Weg gefragt wird. Bei mir hat sich beides nach einer Woche eingependelt.

Dem starken Euro sei dank, was lohnt sich, außer Wassersportartikeln, noch einzukaufen?
Finger weg von elektronischen Geräten und allem was auch international gehandelt wird. Die Differenz liegt unter 10%. Dafür bekommt man amerikanische Stecker, Tastaturen, Bedienungsanleitungen und Freude bei Umtausch, Garantie und Zoll (welcher ein gutes Auge für solche Sachen hat). Der Wechselkurs zahlt sich vor allem bei Kleidung und lokalen Dienstleistungen (Taxi bis Essen) aus, alles was sich eben schlecht international und online handeln lässt. Auch der Bootskauf ist alles andere als unkompliziert. Es bleibt ein Versandgeschäft an eine Adresse vor Ort (Freund, Hotel etc.), da Alpacka (siehe weiterführende Links) kein klassisches Vertriebsnetz hat. Wem New York also völlig fern liegt, sollte nicht wegen dem Wechselkurs in die USA fliegen.

Inklusive, auf der kostenlosen Fähre nach Staten IslandColumbia University CampusGut 2 kg, Zeltpackmaß

Gut, was sollte ich also an Sightseeing mitnehmen?
Das Untouristische und Normale. Z.B. eine der Universitäten (Columbia, NYU). Alleine die Atmosphäre auf dem Campus lohnt sich. Noch besser, sich seine Fachrichtung raussuchen und als Gasthörer in eine Vorlesung gehen (einfach direkt um Erlaubnis fragen). Bekommt man gleich Lust noch mal zu studieren. Ich war überrascht von der studentisch lockeren Stimmung. Auch die Vorlesungen waren nicht so abgehoben. Letztlich wird  hier auch nur mit Wasser gekocht. Im Ernst, der Wert einer N.Y. Reise liegt in der beruhigenden Normalität. Wall Street, 5th Avenue, Times Square oder Ground Zero – all den bekannten Begriffen ein realistisches Bild zuordnen und es damit auch gut sein lassen.

Das ist alles was New York zu bieten hat?
Aus meiner Sicht ja, wem das nicht reicht, der nimmt N.Y. als Ausgangspunkt für die Ostküste der USA. Der beliebteste Ausflug führt nach Boston und ist in der Tat ein schönes Kontrastprogramm. Europäisch, gediegen, ruhig. Günstig zu erreichen (siehe Links).

Weiterschmökern:


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Short Cuts New York

Beste Reisezeit: JETZT! Flüge sind kurzfristig immer noch für gut 300 € zu bekommen, der Dollarkurs ist weiter im Allzeittief, die Jahreszeit perfekt! [Stand März 2008].

 

Anreise: Über Berlin Tegel im Direktflug (Delta, Air France, KLM …).

Einreise: 6 Monate gültiger Reisepass und die Bereitschaft sich eine Menge komischer Fragen stellen zu lassen und diese auch noch zu beantworten. 

Geld: Über Geld spricht man nicht.

Sprache: Mit Amerikanisch kommt man durch. Nur in Chinatown wird es schwierig. Siehe auch Hinweis unter Literatur.

 

wwwo beginnen

alpackaraft
Man nennt es Packrafting. Wer mehr Infos braucht, auch ob irgendwann in DE erhältlich, kann sich gerne bei mir melden. 

expedia

Trotz (eher wegen) der Buchungsgebühr die größte Sicherheit einen günstigen Flug zu bekommen.

luckystarbus

Chinese take over. Schnell (4 h) und günstig (15$) nach Boston.

USA

Nicht vergessen

Beautycase und Anzug natürlich

Regenschirm oder ähnlich dichte Bekleidung und gut isolierende Kleidung für Wintertrips

- bequeme, isolierende, wasserdichte Schuhe [wahlweise auch von KEEN]

Literatur

Der praktischste Stadtplan für Manhattan hier: Wasserfest, einfach gefaltet, übersichtlicher Maßstab, anschauliche Grafik, inkl. U-Bahn Netz. In einem Wort: straßentauglich.

Reiseführer:
Auch hier bin ich der Meinung, man sollte es einfach mal ohne probieren. Die Bewertungen eines solchen dominieren häufig das eigene Erleben. Außerdem gibt es jede Menge guter Broschüren/ Touristeninformationen vor Ort.

Sprachführer und Wörterbuch:
…sind nie verkehrt. Englisch ist eine globale und genau dadurch eben auch eine sehr lokale Sprache mit vielen regionalen Eigenheiten. Jeder, und sei er noch so „fluent“, findet neue Ausdrücke und Begriffe. Es lohnt sich diese nachzuschlagen