Völlig von den Socken! – Testbericht Woolpower Ullfrotte Wildlife 600

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planet tapir tapir | 11. Februar 2014

Schon seit längerem trage ich sehr gern Shirts aus Merinowolle und bin immer wieder stark begeistert von ihrem Tragekomfort gepaart mit Funktionalität. So war es nur eine Frage der Zeit, bis mein Sockenfach um ein Paar Socken aus Merinowolle ergänzt wurde. Für’s erste wählte ich die Ullfrotté Wildlife 600 von Woolpower. Diese versprechen laut Hersteller warme Füße auch im Winter. Für das Wanderwochenende waren beständig um die -10° C vorhergesagt – optimale Testbedingungen! Um den Anspruch auch bewusst höher zu setzen, wurde meine Fußbekleidung um ein paar nagelneue Wanderschuhe von Meindl ergänzt.

 

Erster Eindruck

Das Anziehen der Strümpfe erfolgt unproblematisch. Kein Drücken des Strumpfs am oberen Abschluss und auch kein Gefühl, dass ich vielleicht irgendeine Hilfe dank Kompressionstrumpf auf der Wanderung erwarten dürfte. Da die Socken im Rundstrickverfahren ohne längsgerichtete Nähte gefertigt sind, kann einfach nichts drücken. Auch das Frottématerial fühlte sich angenehm fluffig am Fuß an.


Unterwegs…

Die Wanderung erstreckte sich am ersten Tag auf etwa 10 Kilometer. Unangenehm war, dass wir ab und an längere Stopps einlegten, um dem Geocaching zu frönen. Gerade im hügeligen Land kommt man am Berg schnell auf eine höhere Betriebstemperatur und die Kleidung hat die Aufgabe, die Feuchtigkeit vom Körper wegzutransportieren. Eine anspruchsvolle Aufgabe für die im Schuh verbaute Gore Tex-Membran in Sachen Transpirations- und Wärmemanagement! Am folgenden Tag nutzte ich die Socken auch für die anstehenden 18 Kilometer. Souverän verrichteten sie auch auf dieser Strecke wieder ihren Job ohne Probleme.

 

Bei der Rast und abends

Doch gerade bei den längeren Stops zeigten sich meine Füße erfreulich temperaturstabil. Während ich am Oberkörper fror, steckten die Füße warm und trocken im Schuh. Trotz neuen Schuhwerks verspürte ich auch keinerlei Blasenbildung. Ich war positiv überrascht! Nach der Ankunft auf dem Zeltplatz versorgte ich mich nur mit wärmerer Oberbekleidung, ließ die Füße aber in den Schuhen und damit auch in den Socken. Trotz längeren Stehens beim Kochen und auch anschließend am Lagerfeuer fror ich nicht an den Füßen.

Zum Schlafen wechselte ich die Socken. Ich zog ein modellgleiches, aber neues Paar an und ließ das über den Tag getragene Paar im Zelt auslüften. Am nächsten Tag fühlten sich die Socken aber trocken an und die Geruchsbildung war aus meiner Sicht nicht wahrnehmbar – erfreulich anders, als ich es bei synthetischen Socken gewohnt bin. Auch der Protest meines Zeltnachbars blieb aus, so schien mich meine Nase nicht getäuscht zu haben.


Positives Resümee

Für mich eine sehr schöne Erfahrung, dass man mit einem Paar Socken den ganzen Tag über warme und gefühlt trockene Füße hat. Und auch nach dem zweiten Tag konnte ich bedenkenlos die Strümpfe wieder im Zelt aufbewahren, ohne dass es zur Geruchsapokalypse kam. Bei synthetischen Socken wäre dies nie denkbar! So wird sich mein Sockenfach nun sukzessive auch mit Merinowolle füllen.

 

 

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4 Kommentare

  1. avatar
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    Rabanus | 13. Februar 2014, 19:56

    Ich kann den postiven Eindruck nur bestätigen! Die Socken von Woolpower lassen sich über mehrere Tage hinweg tragen und riechen dabei überhaupt nicht. Insbesondere bei langen Touren finde ich das sehr praktisch, da man so mit ein paar Socken lange über die Runden kommt und Gewicht spart.

    Außerdem sind sie super-kuschelig. :D

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    Klaus | 28. Februar 2014, 15:25

    Ich werde nächste Woche mit einem Freund eine kleine Tour durch Schweden machen, da kommen mir solche Tipps gerade recht.
    Mir wurde öfters gesagt, Socken von Falke sollen gut sein.
    Aber ich denke, für die richtig kalten Temperaturen werde ich diese hier auch noch mitnehmen.
    Wir wollen immerhin auch eine Nacht im Eishotel verbringen :)

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    Anne | 3. März 2014, 13:55

    Hallo Klaus,

    die Lobhudelei auf Woolpower ist nicht als Abwertung von Falke zu verstehen! Wir sind von beiden Herstellern absolut begeistert, die aber jeweils ein bisschen anderes Konzept verfolgen. Die Frotteeschlaufung der Woolpower-Socken hat sich bei unseren Tests im zweistelligen Minusbereich absolut bewährt.
    Viel Freude und zahlreiche Impressionen wünschen wir bei deiner Schwedentour & der Übernachtung im Eishotel!

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    Rabanus | 9. März 2014, 13:50

    Hallo Klaus

    Bei Socken lohnt es sich verschiedene Marken auszuprobieren. Wenn du auf eine längere Tour fährst, kannst du dir z.B. ein Paar Socken von SmartWool, Woolpower und Falke mitnehmen. Jeder mag unterschiedliche Socken und mir hat es sehr geholfen sie einfach alle einmal auszuprobieren um dann meine persönliche Lieblingssocke zu küren. :D

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