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Teaserbild: Bouldern vor der Haustür

Bouldern vor der Haustür

Es ist Wochenende und der Wunsch nach ein bisschen Kletterei ist wieder enorm stark. Die übliche Frage: „Wohin geht es?“. Der Anfahrtsweg sollte möglichst nicht zu lang sein und das Areal zum Bouldern oder Klettern muss kinderfreundlich sein. Also erfolgt der Griff zum geliebten Boulderführer ‚Aufschwung Ost ‚. Hm, fast schon alles probiert in Leipzig. So werden wir bei der Suche im Web fündig und machen den alten Bahnhof in Plagwitz zum Ziel.


Hier wurde bis Ende 2013 das alte Gelände rund um den Güterbahnhof Plagwitz rekultiviert und es zog neues Leben ein. Zwischen der Naumburger Straße und der Schwartzestraße entstanden neue Wohnungen, eine attraktive Fläche samt Sitzmöglichkeiten aus alten Bahnsteigkanten, zwei riesige Luftschaukeln, die an die Form eines Stellwerks der Bahn erinnern sollen – und auch drei Boulderfelsen fanden ihren Platz.
Auf Initiative des Vereins Westwand e.V. wurden dort drei Findlinge in ein mit Kies gefülltes Areal gestellt, zum Teil Griffe und Tritte eingesägt und alles kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hier wurde eine Brachfläche im Leipziger Westen auf schöne Weise den Bürgern zum Entspannen und Verweilen neu hergerichtet.

Wie muss man sich die Boulderblöcke vorstellen?
Die drei Findlinge sind unterschiedlich hoch: der höchste knapp drei Meter, der mittlere knapp zwei und der kleinste vielleicht einen Meter. Der kleinste Block kann eher zum Spielen angesehen werden und bietet zum Bouldern keinerlei Möglichkeiten. Der Kies reichte uns vollkommen als Fallschutz aus, auf die Bouldermatte konnten wir komplett verzichten. Auf alle Felsen kann man sich, einmal oben angekommen, setzen und kommt auch recht unkompliziert wieder runter.


Wie ist die Kletterei?
Eins ist gleich zu sagen: Für absolute Cracks und Liebhaber anspruchsvollster Boulderei ist der Bahnhof in Plagwitz sicher nichts. Aber für einen netten Nachmittag mit ein paar Bouldereinheiten ist es dort wirklich angenehm. Über die angesetzten Schwierigkeitgrade ist nichts zu finden. Hier kann sich jeder seinen Weg suchen und dann bouldern. Ein paar Routen scheinen vordefiniert und durch eingearbeitete Tritte und Griffe leicht zu finden. Meist sind es kleine Leisten, die im sandigen, manchmal rutschigen Gestein von Natur aus vorgegeben sind. Die Umrundungen schienen uns von der Ausdauer her am länsgten, ein Minikamin zwischen den beiden größeren Blöcken lädt zu ersten Versuchen der Kaminkletterein ein. Logischerweise versuchen sich am Fels viele ohne Kletterschuhe, sondern einfach mit Straßenschuhen und damit ist der ein oder andere Tritt gut abgenutzt und auch der Abrieb so mancher Sohle hängt am Fels.
In der hitzigsten Sommersonne ist dort kaum Schatten zu finden – also besser an kühleren Tagen hinfahren. Mit dem Rad ist der Güterbahnhof toll zu erreichen, man kann direkt am Kanal entlangfahren. Für’s Auto findet sich sicher ein Parkplatz und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln lassen sich die Blöcke problemlos ansteuern.

Wie ist es dort für die Kinder?
Ich kann es ganz knapp zusammenfassen: ein Traum! Die riesigen Luftschaukeln sorgen für ordentliches Kribbeln im Bauch, sind in Sichtweite der bouldernden Eltern, der Kies rund um die Blöcke lädt zum Spielen mit dem Eimer ein und die zahlreichen Sitzmöglichkeiten können zum Hin- und Herhopsen genutzt werden. Die Straßen sind weit genug entfernt und die Radfahrer, die auf dem Platz vorbeifahren, sind zumindest am Wochenende nicht so zahlreich.
Auch für die kletterfreudigen Kids gibt es am Plagwitzer Bahnhof genug Möglichkeit, sich am Fels auszutoben. Es gibt leichteste Routen, die geklettert werden können.


Fazit
Probiert es aus! Ich habe es schon mehreren empfohlen, dort einen entspannten Nachmittag zu verbringen. Wer keinen langen Anfahrtsweg haben möchte und nicht zwingend im schwierigsten Bouldergrad klettern möchte, hat mit den Boulderblöcken im Leipziger Westen sicher ein neues Ziel gefunden. Das Potential an Routen ist nicht gigantisch, aber das ist bei der spannenden Umgebung vielleicht auch kein Muss.

 

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