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Teaserbild: Mein Kletterschuh: La Sportiva Katana

Mein Kletterschuh: La Sportiva Katana

Wer klettert, braucht Kletterschuhe. So weit, so gut! Die Auswahl der richtigen Schuhe gleicht jedoch oft einer nicht enden wollenden Odyssee. Man probiert und probiert und ist sich nie sicher, ob man eigentlich schnüren oder kletten will, ob der Schuh hält, was er verspricht und ob er nicht vielleicht doch noch kleiner sein kann. Hat man dann den passenden gefunden, bleibt man oft Jahre dabei. Zu einer echten Beziehung kommt es trotzdem eher selten – der Verschleiß ist zu hoch und der neue sieht aus wie der alte. Echte Gefühle könnten da, nüchtern betrachtet, nur geheuchelt werden. Schlimm genug und höchste Zeit, ein paar Worte des Lobes zu verkünden.

In dritter Generation klettere ich mittlerweile den La Sportiva Katana. Damit bin ich nicht allein. Geht man mit offenen Augen durch die Kletterhalle oder an den Fels, kommt man fast nicht umhin, ihn in Aktion zu sehen. Aber was macht diesen Schuh zu einem der Lieblinge der Community?

Gründe für die Schuhwahl sind natürlich individuell, jeder hat da andere Prämissen. Abgesehen von der aphrodisierenden Farbe und dem schnittigen Design ist für mich besonders der Sitz des Schuhs entscheidend. Will man herauszufinden, ob die Passform eines Schuhs für den Fuß geeignet ist, führt kein Weg am Probieren vorbei. Mein Fuß ist relativ breit und der Katana sehr schmal, aber auch sehr anschmiegsam. Einmal drin, komme ich fast nicht mehr raus, so eng umschließt er den Fuß. Vom ersten Einsteigen an einfach ein gutes Gefühl. Nach einem ersten Anprobiermarathon und ausführlichen Testen standen bei mir ebenfalls der La Sportiva Solution und der 5.10 Anasazi in der engeren Auswahl. Den Solution musste ich leider gehen lassen, weil ich ihn nur mit großen Schmerzen im Fersenbereich in einer kleinen Größe nehmen konnte und der Anasazi konnte mir einfach nicht das geben, was ich vom Katana bekam: besten Stand auf kleinen Tritten, gefühlvolles Antreten und eine Kantenstabilität, die ihresgleichen sucht.

So war die Entscheidung gefallen, die Wahl der richtigen Größe aber noch ein Problem. Beliest man sich über den Katana, so stellt man fest: Er dehnt sich noch aus und zwar mehr, als einem vielleicht lieb ist. Wie klein sollte man ihn nun eigentlich nehmen? In Foren kursieren darüber die wildesten Gerüchte, um die 3-4 Größen als der Normalschuh müsse er schon sein, heißt es da. Am Ende entschied ich mich für die goldene Mitte: minus 3,5 Größen also Schuhgröße 37,5.

Der Schritt von einem mittelprächtigen Schuh zum La Sportiva Katana war für mich eine der besten Entscheidungen meiner Kletterlaufbahn. Ich verdanke ihm viele fantastische Touren und denke, ich sollte mir mal wieder ein neues Paar in den Schrank legen – bis zur ersten Sonne ist es ja nicht mehr allzu lange hin!

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