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Teaserbild: Wandertour von Marburg über Premiumwanderwege nach Westerburg

Wandertour von Marburg über Premiumwanderwege nach Westerburg

Wandertour von Marburg über Premiumwanderwege nach Westerburg

Die Wandertour ging von Marburg über den Lahn-Dill-Berglandpfad nach Gladenbach – Bad Endbach – Herborn. Dort war Übergang zum Westerwaldsteig Herborn /Burg – Heisterberger Weiher mit Campingplatz – Fuchskaute (höchster Punkt des Westerwaldsteiges und Naturschutzgebiet rund um den Gipfel) – Rennerod – Holzbachschlucht (seit 1961 bestehendes Naturschutzgebiet mit kurzer,aber tief in den harten Basalt eingeschnittener Schlucht) und dann Westerburg. Dies markierte auch das vorläufige Ende.

Warum Deutschland

Ein wichtiges Kriterium für diese Tour war für mich eine kurze bis keine Anreise, um möglichst viel Zeit für die Tour an sich zu haben und auch um unnötige Reisewege zu vermeiden zwecks Entlastung meines Budgets und auch der Umwelt. Somit startete ich die Tour direkt von zu Hause aus. Meine Idee war und ist in Etappen Deutschland zu durchwandern von West nach Ost und von Nord nach Süd.

ein Waldpfad bei MarburgBlick auf das Marburger Schloss

Was Sie schon immer über diesen PREMIUMWANDERWEG wissen wollten…

Vorbereitungen:
Das Erste war nun möglichst schöne aber auch recht direkte Wanderwege in die jeweilige Himmelsrichtung zu recherchieren. Hierbei gab es schon die erste große Verblüffung: ich stellte fest, dass Deutschland geradezu durchzogen ist von einem Netz von Wanderwegen. Bislang war ich der Meinung, es gäbe vorwiegend nur lokale Wanderwege und wenige überregionale Wege wie zum Beispiel den Jakobsweg. Aber nein, ich entdeckte, dass es ein weitreichendes Wanderwegenetz, das unterschiedlichste Aspekte einer Tour (möglichst schnell, möglichst naturnah, an Kulturstätten entlang, Themenwege,…) abdecken kann. Ich persönlich entschied mich dafür, möglichst Premiumwanderwege zu gehen. Premiumwanderwege müssen bestimmte Kriterien bezüglich Ihrer Tourenbeschaffenheit und Attraktivität aufweisen (siehe premium-wandern).
Beabsichtigt war, die Tour möglichst autark- also mit Kocherset und Zelt/Tarp zu gehen. Günstig war nun eine trockene Reisezeit bei nicht zu warmen Klima zu wählen. Meine Entscheidung fiel – etwas gewagt- auf Anfang April, was sich aber mit dem entsprechendem Wetterglück bewährte.

Meine Ausrüstung:
Wichtig für die Tour – bei Tagesetappen von 20-25km – war mir ein nicht zu großer Touren-Rucksack (ca. 40-50l), eine max. Gepäcklast inklusive des täglichen Flüssigkeitsbedarfes von 14-15 kg sowie wetterfeste Kleidung, wobei sich aufgrund der körperlichen Anstrengung Softshell-Jacke und -Hose und besonders gut auch Gamaschen (man möchte zwischendurch ja auch mal Einkehren und kann dann die verdreckten Gamaschen kurz mal ablegen und mit sauberer Hose auftauchen) anbieten. Eine Bekleidung im Schichtensystem (jeweils dünn, man denke an die körperliche Belastung) ist selbstverständlich ratsam. Einen Kompass nehme ich bei solchen Gelegenheiten ebenfalls immer mit, allein schon aus Spaß an der Orientierung.

Die Tour:
Meine Tour verlief nun über den Lahn-Dill-Berglandpfad bis nach Herborn und von dort weiter auf dem Westerwaldsteig bis nach Westerburg. Hier war für mich zeitlich bedingt leider das erste vorläufige Etappenende erreicht. Das besondere an dieser Wandertour im nahen Umfeld war für mich die einfache Organisation bzw. die fehlende Anreise. Es ging schlichtweg von der Haustür an los. Verblüfft war ich auch,dass es möglich ist mitten in Deutschland so weite Wege durch vorwiegend schöne Waldgebiete zu gehen und nur selten auf andere Leute zu stoßen (außer in den Ortschaften versteht sich). Ab dem dritten Tag wirkte dieses "ruhige,einsame" Gehen wie eine tiefe Entspannung auf mich. Selten habe ich mich nach so wenigen Tagen so gut erholt gefühlt.

ein typisches Bild für die Pfade dieser TourBlick auf die Elisabeth-Kirche in Marburgdie Türme der Elisabeth-Kirche

Sehenswertes/Erlebenswertes
Das wirklich besondere waren eigentlich die Wanderwege selbst. Diese führen häufig über schmale Pfade durch den Wald (siehe Bilder). Immer wieder ist es mir passiert, dass ich kurzfristig den Weg verloren hatte, da es viele "kleine" Abzweigungen gab, das heißt Abzweigungen auf denen man auf einen kleinen Trampelpfad abzubiegen hatte und ich diese gelegentlich einfach übersah, da ich mich intuitiv auf den breiteren Weg begeben hatte. Daher ein Tipp: die Wege sind gut markiert- sobald etwas länger bzw. nicht kurz nach einer Abzweigung wieder eine Wegmarkierung erscheint, lieber gleich zur letzten Markierung umkehren und den Weg erneut "suchen/finden", da man höchstwahrscheinlich an einer unscheinbaren Abzweigung vorbeigelaufen ist. Ansonsten ist Marburg mit Schloss und Elisabethkirche sehr sehenswert, auch die Altstadt von Herborn, die Fuchskaute und die Holzbachschlucht.

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