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Teaserbild: Hangelspaß und Leisten ziehen – Klettern und Bouldern im Zillertal

Hangelspaß und Leisten ziehen - Klettern und Bouldern im Zillertal

Klettern und Bouldern sind zwei unterschiedliche Spielarten im Bergsport. So soll es eine Reihe von Boulderern geben, die noch nie am scharfen Ende eines Seils unterwegs waren. Und es gibt Kletterer, die mit einem Sitzstart ohne Seil nichts anfangen können und wollen. Und es gibt diejenigen, die sich in beiden Bereichen, drinnen wie draußen, wohlfühlen. Frauke gehört zur letzten Gruppe. Wirft man einen Blick in die aktuelle Rangliste der „Meister der Moves von morgen“, dann kann man sehen, dass Frauke als eine von drei Frauen bisher die 1000 Punktegrenze überschritten hat (Stand 5.8.15). Aktuell belegt sie einen hervorragenden 23. Platz in der Gesamtwertung (Meisterinnen und Meister zusammen) und das, obwohl sie in die neuen Boulder noch gar nicht eingestiegen ist, weil sie gerade im Zillertal unterwegs war. Von dort hat sie uns einen kleinen Bericht mitgebracht, der einen glatt dazu verleiten könnte, sofort die Sachen zu packen und loszufahren.

„Große Schuppen, Wandkletterei und Platten, Leisten, Zangen und Aufleger – all das ist typisch für das Zillertal in Österreich. Wir waren neugierig und haben dort fast zwei Wochen verbracht, um dieses große Kletter- und Bouldergebiet zu erkunden.

Zu Beginn unseres Urlaubes widmeten wir uns den Ewigen Jagdgründen. Der Sektor El Schuppo eröffnete uns eine äußerst ungewohnte Kletterei an, wie der Name schon sagt, großen, seitlich gelegenen Schuppen. Am zweiten Tag gelang es mir, im Sektor „Mein Gott, Walter“ eine 7b+ mit gleichem Namen im zweiten Versuch zu klettern. Damit stieg meine Motivation, wie ihr euch vorstellen könnt, erheblich. Aufgrund der Hitze mussten wir uns fast täglich in dem großen Fluss, der direkt an diesen Sektoren vorbeifließt, abkühlen. Erst nach dem Mittag kamen die angenehmeren Temperaturen zum Klettern beziehungsweise Bouldern. Von Sektor zu Sektor war die Kletterei unterschiedlich, so war für jeden etwas dabei. An dem einzelnen, freistehendem Fels namens „Los Lochos“ , welcher aufgrund seiner Lage und seiner markanten Strukturierung der wohl interessanteste Fels im Zillertal ist, konnte ich meine zweite 7b+ klettern. Von maximalen Züge an offenen Löchern bis hin zu Leistenkletterei war alles in der Route vorhanden. Obwohl die Kletterei nicht ganz mein Style war, hatte ich jedoch viel Spaß daran und ich war umso glücklicher, als ich die letzte Exe klippen konnte.

Der Sektor, der mir am besten gefallen hat, ist der Sektor „Bergstation“. Auch wenn hier der Zustieg etwas länger war, so waren die Routen umso schöner: 35 Meter allerbeste Kletterei! An dieser Wand sind fast alle Routen ein Muss! Es gelang mir dort, meine zweite 7b+ in diesem Jahr flash zu klettern („Dumbo“ (Franken) war meine erste): „ By the way“, eine Tour mit kreativen und abwechslungsreichen Zügen an unterschiedlichen Felsstrukturen. Am selben Tag gelang es mir gleich noch, eine 7b+ „ Blow job“ im oberhalb gelegenen Sektor „Coque au vin“ zu klettern. Wir erkundeten auch ein paar Boulderblöcke, wobei es mir gelang, zwei 7a-Boulder zu bezwingen. Unser Hauptaugenmerk galt jedoch dem Klettern.

Auf dem Rückweg machten wir noch einen Zwischenstopp im Frankenjura, um dort den letzten Klettertag unseres Urlaubs zu verbringen. Mit ein paar Freunden gingen wir zum „Fuchsloch“; dort kletterte ich meine zweite 7b+ „ In geheimer Mission“  in diesem Urlaub im ersten Versuch. Als Highlight des Urlaubs kletterte ich „Red Line“ (7c) im dritten Versuch, was bis jetzt meine zweite 7c überhaupt ist und meine erste in den Franken. Ich war überglücklich und bin nun voll motiviert und gespannt, was mich dieses Jahr noch erwartet.

 

Bis bald
Eure Frauke!“

 

 

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